I’ll just read a book instead

Die Sonne scheint, es ist Samstag, genug Gelegenheit also, mal (wieder) ein Buch aufzuschlagen. Warum? Weil heute Tag des Buches ist. Und überhaupt: dazu sollte man keinen Grund brauchen. Lesen macht klug und macht Spaß. Es fördert die Phantasie und erweitert den eigenen Sprachschatz.

Derzeit lese ich drei Bücher. Jaja, gleichzeitig. Mit meinen sechs Armen kann ich die prima halten und umblättern. Nein, natürlich nicht gleichzeitig. Mal das eine, mal ein anderes. Sehr kurzweilig und perfekt für kurze Lesemomente (die zwei Minuten bevor man schlafen will zum Beispiel) ist „Du hast mich auf dem Balkon vergessen!“ – das Beste aus SMS von gestern Nacht. Mich würde nicht wundern, wenn sich die Nachbarn abends ab und an wundern, weil sie mich schallend lachen hören. Manchen Leuten sollte man wirklich in manchen Situationen das Handy wegnehmen. Oder besser nicht, schließlich würden sonst nicht solche Bücher entstehen.

Das zweite Buch lese ich vor. Abends noch eine Geschichte vorgelesen bekommen, ist für mich das Größte. Und ab und an muss ich mich halt auch mal revanchieren. Dafür bin ich immer wieder auf der Suche nach Büchern mit Kurzgeschichten. Und neulich habe ich wieder ein tolles gefunden: „Komm, wir werfen ein Schlagzeug in den Schnee: die Poptagebücher“ von Eric Pfeil. Den habe ich neulich in Dortmund sogar live beim Lesen zugehört und lese seine Geschichten mit wachsender Begeisterung. Nur Vorlesen ist da gar nicht so einfach, weil seine Sätze oft ein wenig sperrig sind und seine eigenen Wortkreationen mir ab und an die Zunge verknoten. Aber der Inhalt zählt, und der erzählt vom Alltag und von Musik und wie man als Musikfan lebt. Und obwohl unser Musikgeschmack nicht gänzlich deckungsgleich ist, kann ich oft verstehen, was er meint und fühlt.

Durch das dritte Buch quäle ich mich tatsächlich ein bisschen, obwohl es mir eigentlich gefällt. „Der Fall Schelling“ von Frank Klötgen. Bei dem Buch gefällt mir die Geschichte, aber es liest sich ein bisschen zäh, weil a) nicht wirklich etwas passiert und b) die Erzählersicht ständig wechselt und ich immer einen Moment brauche, um zu erkennen, wer denn jetzt der Erzähler ist. Deswegen greife ich dann doch immer häufiger zum SMS-Buch, weil das sich natürlich lockerflockig runterlesen lässt. Buch aufgeschlagen, Gehirn aus. So kurz vorm Schlafen ist „Der Fall Schelling“ zumindest nichts. Das Buch hat verdient, dass man ihm Zeit schenkt und man sich auf die Geschichte einlässt. So ein Osterwochenende ist eine ganz gute Gelegenheit dazu.

Füße hochlegen und mal wieder ein Buch lesen. Und wer noch einen Lesetipp braucht: „Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerband“ von Gernot Gricksch. Mein Lieblingsbuch.

Advertisements
Kategorien: I hope, I think, I know | 2 Kommentare

Beitragsnavigation

2 Gedanken zu „I’ll just read a book instead

  1. Pingback: Too much information » Guten Morgen

  2. Pingback: Too much information - Moin - Guten Morgen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: