don’t stop the music

Es müsste einfach immer Musik da sein.

Ich glaube, ich habe hier schon gefühlt hundertfach Einträge über Musik geschrieben. Musik. Musik ist einfach mein Leben. Morgens, noch im Halbschlaf, Radio. Im Auto CD und Radio, abends CDs oder – besser – Konzerte. Mit einer klitzekleinen Träne im Auge denke ich daran zurück, wie früher im Büro Radio lief und die Lieblingskollegin und ich Freitag Nachmittags den Weg vom Schreibtisch zum Schrank und zurück tanzend zurücklegten.

Musik macht mich traurig. Musik macht mich glücklich. Musik beruhigt mich. Musik gibt mir Kraft und Energie. Und verbinde ich Erinnerungen mit Liedern oder doch eher Lieder mit Erinnerungen? Eigentlich egal, es kommt aufs Gleiche raus.
Diese Liebe zur Musik macht mich allerdings auch wählerisch. Ich habe meinen festgefahrenen Musikgeschmack, der mich zwar einerseits natürlich irgendwie beschränkt, mich gleichzeitig aber auch glücklich macht. Und ich freue mich über jeden, der sich für Musik so sehr begeistern kann, dass er die Unterschiede erkennt und zu schätzen weiß. Dass er/sie eben nicht „och, eigentlich alles“ hört, sondern sich entscheidet und sich in die Musik verliebt. In diesen einen Rhythmus, die eine Textzeile.

Samstag war ich bei einer Indie-Party, inmitten einer Menge Menschen, die genauso fühlten. Ich schließe bei Indie-Parties oft die Augen, weil ich es nicht ertrage, wenn andere Leute sich merkwürdig verhalten. Wenn sie tanzen als wären sie Gogo-Tänzer im Käfig zum Beispiel. Indie gebührt doch auch Respekt, irgendwie. Ein gewisses Maß an Stil.
Samstag waren da Leute, die waren wegen der Musik da. Das Glück stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Man sah ihnen einfach an, wie sehr sie diesen Moment, diesen Abend, liebten. Und da konnten sie sich ruhig auffällig benehmen. Sie taten es nicht, um zu zeigen, wie toll und cool sie sind, sondern weil dieser Abend etwas ganz Besonderes war. Es lag wie eine Art Glanz über uns allen.

Und dann wird mir wieder klar, warum ich ohne mit der Wimper zu zucken, dreistellige Beträge beim Ticket-Dealer hinlege um dafür eine handvoll Konzertkarten zu bekommen. Musik ist wie Luft für mich. The beat goes on.

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Kategorien: I hope, I think, I know | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „don’t stop the music

  1. ann

    Just the way I’m feeling. 🙂

  2. Musik hatte auch mal einen sehr hohen Stellenwert bei mir. Aber das hat mittlerweile nachgelassen. Statt der Lieblingsmusik lasse ich im Auto meist nur noch das Radio laufen (hier aber IMMER meinen Lieblingssender), CDs kaufe ich nicht mehr so viel wie zuvor, und Konzerte werden eigentlich gar nicht mehr besucht.
    Mir macht das irgendwie Angst.

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