Orientierung gesucht

Derzeit bin ich in Dortmund auf der Suche nach meinem eigenen Kiez. Kneipen, Bars und Clubs, die mir gefallen und die ich häufiger besuchen will. So eine Stammkneipe. Ein zweites Mellow Gold. Etwas, wo man einfach gemütlich sitzen kann, wo ich wahlweise Kaffee, Bier, Cocktails oder auch mal einen Tequila (wahlweise anderen Schnaps einsetzen) trinken kann. Irgendwas, wo das Publikum und die Kellner nett und entspannt sind.

Also lauf ich viel durch die Stadt oder fahre mit dem Auto irgendwo hin. Und verfahre mich. Zum Teil bin ich so orientierungslos, dass ich kaum noch weiter weiß. Mein Stadtplan ist mein bester Freund geworden, aber es ist wie verhext. Einmal falsch abbiegen und dann erst mal eine Weile in die falsche Richtung laufen bis man feststellt, dass man doch rechts statt links hätte abbiegen müssen. Der Nachteil an U-Bahn-Fahrten ist halt auch, dass man aus der Station steigt und gar nicht genau weiß, wo man in der Stadt ist und wie man dorthin gelangt ist.

Doch langsam ist es wie bei Puzzlestücken. Bei zahlreichen Irrgängen und -fahrten durchs Kreuz- und Klinikviertel erkannte ich Straßen wieder und konnte dann plötzlich „zusammensetzen“, wo ich bin und wie ich wo hin komme. Gar nicht schlecht. Ein gutes Gefühl. Kapitulieren musste ich nur als mein Heimweg, die B 1, komplett gesperrt wurde und ich Navi- und Straßenkartenlos nach Hause fahren wollte. Ich habe Ortsteile gesehen, die ich vermutlich nie wieder besuchen werde.

Aber das gehört wohl auch dazu und wird mir bestimmt auch noch häufiger passieren. Umwege erweitern die Ortskenntnis. Und vielleicht entdecke ich nebenbei ja auch noch die ein oder andere schöne Ecke. Oder meine neue Lieblingskneipe. Oder ich finde endlich meinen Orientierungssinn wieder.

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Kategorien: Hometown Blues, me, myself & I | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Orientierung gesucht

  1. ann

    Mittlerweile bin ich mutig und auch öfters mal ohne Stadtplan unterwegs. 😉 Aber meiner war auch für sehr lange Zeit mein bester Freund.
    Ich wünsche dir viel Spaß beim Ecken entdecken und drücke dir die Daumen, dass du bald ein „zweites Wohnzimmer“ in Dortmund findest. 🙂

  2. Heike

    Was kaum einer glauben mag aber das sind Dinge, die wir uns in Dresden überhaupt nicht vorstellen können. Hier gibt es ein ganzes Stadtviertel nur mit supergemütlichen Cafés, Bars, Kneipen, Restaurants, Clubs, Theater, Kino, Klamottenläden, Tattooshops, Sushibars… also speziell eher für das jüngere Volk… für uns ist das ganz selbstverständlich, aber ist einmal Besuch von außerhalb da, hört man immer wie toll wir es doch damit hätten und eine kleine Portion Bewunderung schwingt mit. 🙂 Bin ich echt auch total froh, das uns sowas tolles hier geboten wird und da werd ich gleich heute abend wieder mal einen Café schlürfen gehen in der Dresdner Neustadt. 😉

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