Hühüpf

Bielefeld ist eine 1.-Liga-Stadt! „Stimmt ja gar nicht!“ denken jetzt bestimmt einige. Stimmt aber doch. Bielefeld spielt – oder besser gesagt springt – wieder in der ersten Liga. Die Sportvereinigung Brackwede haben den Aufstieg geschafft! Und ich hätte niemals davon erfahren, wusste nicht einmal, dass wir einen Trampolin-Verein haben, wenn mir nicht zum Geburtstag ein Herzenswunsch erfüllt worden wäre. So bekam ich eine Runde Trampolinspringen geschenkt. Was wir uns recht simpel vorgestellt hatten, so ein bisschen rumhüpfen und Spaß haben, ändert sich in dem Moment, wenn man jemanden kennt, der jemanden kennt, der dort mitspringt. Und so kam dann alles ganz anders. Es ist eine Trainingsstunde der Bundesligisten und wir sind live mit dabei.

Zunächst mal aufwärmen. Laufen und dehnen. Dehnen zwischen 15jährigen Turncracks, die natürlich ungleich beweglicher sind und man sich also schon zu diesem Zeitpunkt wie ein unsportlicher alter Kartoffelsack fühlt. Gut, die Wahrheit ist: man ist ein unsportlicher alter Kartoffelsack. Schon nach dem Aufwärmen hätte ich eine Pause gebraucht. Aber dann ging es schon aufs Trampolin. Professionell angeleitet von einer ehemaligen Vize-Weltmeisterin. Und glücklicherweise getrennt von den richtigen Trampolinspringern. So hielten wir die nicht auf und mussten auch das hämische Gelächter nicht über uns ergehen lassen.

Eine Stunde lang springen wir. Zunächst „nur“ gerade auf und ab (aber man ahnt ja kaum, was man schon dabei beachten soll), dann noch verschiedene Sprünge, Schrauben, sich richtig auf den Rücken fallen lassen usw. Es ist unfassbar anstrengend, ich glaube, ich habe noch nie so geschwitzt. Trampolinspringen ist Koordination, Körperspannung und Ausdauer. Jeder Muskel wird benutzt. Und es macht einen riesigen Spaß! Es macht ein bisschen süchtig, und da ist es auch egal, dass neben einem die schönsten Sprünge absolviert werden, während man selbst doch eher nur etwas rumhopst. Stundenlang könnte ich beim Nachbartrampolin zuschauen. Das sieht so mühelos aus. Ich weiß jetzt, wie anstrengend es ist. Und wenn die Trampolinspringer vom SVB hier in der Nähe mal wieder einen Wettkampf haben, dann werde ich dabei sein und ihnen die Daumen drücken.

(Und ja, der Muskelkater war immens, weil halt eigentlich alles weh tat…aber ich würde sofort wieder aufs Trampolin steigen!)

Advertisements
Kategorien: me, myself & I | Schlagwörter: | 4 Kommentare

Beitragsnavigation

4 Gedanken zu „Hühüpf

  1. ann

    Klingt anstrengend, aber toll. Es ist doch immer wieder gut, wenn man Leute kennt, die Leute kennen, die… 😉

  2. Das klingt neben der ganzen Anstrengung auch nach sehr viel Spass. 😉

  3. Das scheint ja wirklich Spaß gemacht zu haben! Und alles Gute noch nachträglich 🙂

  4. Richtig anstrengend – und richtig spaßig. Ich kann Trampolin springen nur jedem empfehlen und wünsche mir, dass es Volkssport und olypmische Disziplin wird!

    (@ Markus: der ist schon fast verjährt 😉 )

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: