Mobil-o-fon

Nachdem ich es ja geschafft habe, im Jahre 2009 gleich drei Mobiltelefone durchzubringen (kaputt, verloren, inakzeptabel wegen zu schwacher Akkuleistung) und ich dann erst mal ersatzweise ein altes Handy meiner Schwester nutzte, hatte ich mir gedacht, dass ich einen Teil meines Versicherungsgeldes auf den Kopp haue und mir ein neues kleines mobiles Telefon kaufe.

Jetzt die Auswahl ja eigentlich recht groß. Eigentlich. Denn uneigentlich musste ich feststellen, dass es fast unmöglich geworden ist, ein „normales“ Handy im Laden zu kaufen. So eins, mit dem ich SMS schreiben kann und auch (notfalls) mal telefonieren. Ich telefoniere ungerne mit dem Handy, weil ich die Gesprächsqualität einfach mager finde und ich dann dafür lieber das Festnetz nutze. SMS also, und wenn ich dann noch ein paar nette Schnappschüsse machen kann, dann freu ich mich und wenn ich noch Musik hören kann, dann freu ich mich noch mehr.

Ich wollte kein Smartphone. Natürlich blitzte der Gedanke auf, aber er war auch schnell wieder abgehakt. Zum einen müsste ich meinen Tarif wechseln, und das will ich derzeit nicht. Ich habe eine Handyrechnung, die monatlich unter 15 € liegt, das gefällt mir. Zum anderen bin ich ganz große Kaputtmacherin, und es würde mir schon in der Seele (und auf dem Konto) weh tun, wenn ich sowas unachtsam zerstöre.

Und zudem: ich will nicht. Ich will nicht jederzeit mein Smartphone zücken und twittern, was ich gerade mache. Wenn ich zum Beispiel mit Freunden aufm Siggi rumlungere, dann will ich mich mit ihnen unterhalten und Spaß haben. Und wenn dann was erwähnenswertes passiert, dann kann ich das nachher immer noch der gesamten Internetwelt mitteilen. Ein Freund von mir sagt „Mein Smartphone hat ein Navi, das will ich niemals mehr missen.“ Ich sage „Miss James hat einen Mund mitbekommen, die fragt notfalls nach dem Weg. Da erlebt man auch die viel lustigeren Geschichten.“

Nein. Wirklich. Ich merke jetzt schon, dass ich immer seltener auf mein Handy schaue, vor allem wenn ich zuhause bin. Da liegt das gerne schon mal stundenlang unberührt in meiner Tasche. Es fehlt mir nicht. Es ist nicht mehr so wichtig. Und irgendwie gefällt mir das.

Deswegen kein Smartphone für mich. Ein kleines graues Telefon, mit schon gar nicht so wenig Schnickschnack und durchaus ganz lustigen Funktionen, aber nur so viel halt, dass ich noch einen guten Überblick behalte. Es ist klein genug, dass ich es in meiner Hosentasche spazieren kann. Und damit es noch lange hält, mache ich mich gleich mal auf die Jagd nach einer passenden Tasche.

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Vielleicht kommt meine Smartphone-Zeit noch. Und wenn nicht… *schulterzuck*

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Kategorien: Augenzwinkern, me, myself & I | Schlagwörter: , | 5 Kommentare

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5 Gedanken zu „Mobil-o-fon

  1. Foto, MP3 und SMS… ist doch Ok. Na da wünsche ich Dir, das Du lange Freude an Deinem neuen Begleiter hast.
    Da ich ein technisches Spielkind bin, mußte es bei mir ein Smartphone sein. Ich glaube das liegt in den Genen des Mannes. 🙂

  2. Kein iPhone, kein iPod, kein iMac. Wir sind einfach out! 😉

  3. Kein iPhone, kein iPod, kein iMac. Wir sind einfach out! 😉 (2) Na gut, im Büro steht ein iMac auf dem Schreibtisch, aber da kann ich ja nix dafür. 😉

    Es liegt also nicht in den Genen des Mannes. Ich brauch dieses ganze Zeug nämlich ebenfalls nicht und will es auch gar nicht.

  4. Vielleicht können wir eine Selbsthilfegruppe gründen 😉

  5. Pingback: Mobiles Internet verdrängt SMS und MMS - Dein Handyexperte

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