In Ahlen aalen

Ein paar Worte wollte ich ja noch zu unserer Fahrt nach Ahlen verlieren. Das war ein ganz wunderbarer und vor allem spaßiger Ausflug. Auch wenn das Spiel grottenschlecht war, trotz der eingefahrenen drei Punkte.

Ich war zuvor noch nie in Ahlen – wozu auch? Dort gibt es so ungefähr nichts, bis auf einen Marktkauf, Schnee und ein (geschlossenes?) Stanz- und Emaillierwerk. Oder so ähnlich. Es ist aber tatsächlich eine Stadt, zumindest behauptet deren Website das. Die Polizisten tragen grün und trinken Kaffee und gucken ganz freundlich und erklären einem sogar den Weg. Wer unartig war, der muss ganz einsam (nur mit Hund) auf einer Brücke über der Werse (kleiner Fluss) stehen. Die arme Sau. Was dort seine genaue Aufgabe war, ist noch nicht geklärt. Ahlen ist übrigens eine Karnevalsstadt. Oder sie streuen Konfetti gegen die Glätte, das könnte auch sein.

Nach Ahlen kann man von Bielefeld aus ganz gut mit dem Zug fahren. Das geht recht schnell und ist außerdem noch recht billig. Vor allem, wenn man zu dritt eine 5er-Tageskarte kauft und dann noch zwei weitere Fahrgäste mitnimmt. Vor allem, wenn man diesen zwei weiteren Fußballfans dann noch ein wenig abgezockt den größeren Teil des Tickets aufs Auge drückt (ernsthaft hatte ich nicht damit gerechnet, dass sie sich darauf einlassen, aber wer sofort zusagt, der gehört bestraft. Und immerhin kamen sie so noch günstiger davon als wenn sie Einzelfahrscheine gekauft hätten.)

Ahlen hat nicht nur nette Polizisten, sondern auch nette Stadion-Ordner. An den Kassenschlangen darf man ganz unkompliziert die Reihe wechseln und die Einlass-Kontrolle ist zwar schärfer als auf der Bielefelder Alm (da könnten die sich mal eine Scheibe von abschneiden) aber auch nicht menschenunwürdig. Die Schuhe durften wir anlassen und die Taschenwärmer wurden auch nicht als Waffen angesehen. Freundlich. Auch freundlich die beiden Ordner, die sich zwar nicht einig waren, ob wir den Block wechseln durften, aber die uns dann einfach durchgehen ließen. Am Block angekommen: Hier gibt es keinen Getränkewagen. Extrem freundlich die Bedienung am Getränkewagen vom Block „nebenan“, die uns freundlich und fix mit Glühwein versorgte. Geld gegen Glühwein, einfach über den Zaun gereicht. Ein Tablett wäre ein enormer Vorteil gewesen, aber das hatten sie leider nicht. Dafür hat das Mädchen vermutlich den Riss ihres Lebens gemacht, weil jeder den Betrag aufrundete und sie so großzügiges Trinkgeld einstrich. Der Glühwein war ziemlich alkoholfrei und ziemlich lecker. Der beste Glühwein (Kinderpunsch), den ich jemals trank. Und er roch nach Erdbeermarmelade. Es gab Menschen, die raus fanden, dass man mit vollen Glühweinbechern total gut die Ordner bewerfen kann. Wir gehörten nicht dazu. Dafür war der viel zu lecker. Banausen.

Der Bahnhof in Ahlen ist übrigens so groß, dass er alle Arminia-Fans, die nach Hause wollten, knapp aufnehmen kann. Der Bahnsteig eignet sich aufgrund der Beschaffenheit / Akustik hervorragend für Gesänge & Rumhüpfereien. Und mit drei Punkten im Gepäck kann man sich ja auch mal einen Platz in der 1. Klasse gönnen. Wir stellten zwar dann noch fest, dass einer unserer beiden Mitfahrer hochgradig gestört ist, aber glücklicherweise ist die Fahrt ja auch nicht so lang.

Obwohl Ahlen so schön ist, werde ich dort wohl nie wieder hinfahren. Warum? Arminia steigt auf. Oder Ahlen ab. Oder beides. Das weiß man beim Fußball ja nie.

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Kategorien: Football's coming home | Schlagwörter: , | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „In Ahlen aalen

  1. Deine Auswärtsfahrten sind wenigstens auch noch erfolgreich

  2. Little James

    Auch für den KSC werden wieder bessere Zeiten kommen. Bestimmt.

  3. Pingback: Ahlen - Blog - 15 Feb 2010

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