Samstags, 10 Uhr

Sofern ich Freitags nicht wilde Parties feiere, schlimm abstürze und späääät ins Bett komme, wache ich Samstags gegen 10 Uhr auf. Ich erinnere mich an eine Zeit (so 2006, manch einer erinnert sich), da habe ich Freitags immer wilde Parties gefeiert, bin schlimm abgestürzt und späääät ins Bett gekommen. Da bin ich dann Samstags irgendwann verkatert aus dem Haus gewankt und habe mir irgendwo in der Stadt Frühstück besorgt. Mittlerweile aber bin ich ja auch etwas ruhiger geworden. Da verbringe ich den Freitag Abend meist recht gesittet auf Konzerten, im Mellow Gold (aber ohne schlimme Exzesse) oder sogar zuhause. 2005 – 2007 war eine wilde Zeit, ich möchte sie nicht missen. Aber es muss ja auch mal gut sein.

Jetzt wache ich also gegen 10 Uhr auf. Das hat zwei Gründe. Erstens: ich bin relativ ausgeschlafen. Zweitens: die Nachbarn über mir saugen Staub. Samstags um 10 Uhr, da stehe ich noch nicht auf. Den Vormittag verbringe ich am Liebsten im Bett. Ich habe es nicht eilig. Viel lieber kuschel ich mich noch mal unter die Decke und lausche den Geräuschen. Da ist das obligatorische Summen des Staubsaugers der (verrückten) Nachbarn. Irgendwer in der Nachbarschaft schippt Schnee (jetzt, im Sommer eher nicht). Ein paar Autos fahren vorbei. Irgendwer läuft unter meinem Fenster mit klappernden Absätzen entlang. Irgendwann kommt der Briefträger, das höre ich am Klappern der Briefkästenschlitzklappen. Ich liebe solche Geräusche. Irgendwo läuft das Leben schon, ist irgendwer mit irgendwas beschäftigt.

Nebenbei höre ich Radio. Das macht mir großen Spaß. Da läuft mal mehr mal weniger schlechte Musik, und ganz nebenbei erfahre ich Neuigkeiten aus NRW, bekomme Kinotipps, höre Arnd Zeigler zu und manchmal kann ich zu den Liedern ein wenig unter der Bettdecke tanzen. Die Playlist heute Morgen war für mich:

Robbie Williams – Bodies (tut nicht weh)
Phoenix – If I Ever Feel Better (schön unter der Bettdecke getanzt)
Timbaland – Morning After Dark (man muss ja auch mal auf Toilette gehen)
Phantom Planet – California (mal Decke übern Kopf ziehen)
Weezer – I Want You (Überraschung)
Gwen Stefani – 4 In The Morning (och, vielleicht doch aufstehen?)
Boogie Pimps – Somebody To Love (doch, aufstehen…)
Donots, Jan Delay, Red Hot Chili Peppers, Mando Diao…

ich stehe Samstags nicht früh auf. Die Wohnung putze ich Freitags oder Montags. Oder gar nicht. Einkaufen am Samstag? Nur, wenn es unbedingt sein muss. Da habe ich ja Glück, dass der Supermarkt der Vertrauens nur eine Straße entfernt ist. Deswegen kaufe ich lieber unter der Woche am Abend ein, wenn es nicht so voll ist. Samstags fängt der Tag er später an. Nachdem ich ausgiebig noch unter der Bettdecke rumgelungert hab. Dann duschen, dann frühstücken. Und dann erst geht es los. Das Wochenende ist viel zu kurz, um es mit Putzen oder Einkaufen zu verplempern.

Im Bett rumlungern am Samstag Morgen. Fast wie Urlaub.

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Kategorien: me, myself & I | Schlagwörter: | Hinterlasse einen Kommentar

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