krraaarrrkknnacks

macht mein Rücken. Wenn ich morgens aufstehe. Wenn ich länger sitze und mich dann drehe. Wenn ich mich bücke. Knackknackknackknack. Die Wirbelsäule. Da ich ja 2010 für mich als Jahr der Gesundheit ausgerufen habe bin ich also mal zum Orthopäden gegangen. Der fand, dass ich eine coole Tasche habe und hat mich dann gedreht, gedrückt, gezogen und gefoltert. Nein, natürlich nicht gefoltert. Nur einmal knackte es lauter als üblich und das war so schmerzhaft, dass ich mich am liebsten weinend von der Liege geworfen hätte. Dadurch hatte er scheinbar ein schlechtes Gewissen, denn während wir auf die Röntgenbilder meiner Wirbelsäule warteten durfte ich für zehn Minuten auf eine Art Wasserbett mit Wärme und Sprudeldüsen. Das waren auf jeden Fall zauberhafte zehn Minuten, das verrate ich euch.

Ganz entzückend fand der Orthopäde übrigens die Aufnahmen meiner Wirbelsäule. Okay, ich bin schief. Im Ganzen ziehe ich ein wenig nach rechts. Meine Schulter hängt nach rechts, mein Becken ist etwas schief, meine Wirbelsäule hat einen leichten Rechtsknick und mein rechtes Bein ist 0,5 cm länger als das linke. Aber alles nicht so schlimm. Das kann das Knacken auslösen, aber das wäre trotzdem eher merkwürdig. Möglich, aber seltsam.
Ansonsten sehen meine Bandschttps://dieschoenheitderchance.wordpress.com/wp-admin/post.php?action=edit&post=551heiben ganz gut aus, viel besser als er und ich erwartet hatten. „Machen Sie Sport?“ Ich flunkere ungerne Ärzte an. Aber ich mache es.

Zur genaueren Absicherung, dass es wirklich kein Bandscheibenvorfall oder so was Gruseliges ist, wurde ich zum MRT überwiesen. Dank geheimer, mafiaähnlicher Kontakte musste ich nur einen Tag auf den Termin warten. Und dann stand ich vor dieser Ungeheuerröhre, zum ersten Mal in meinem Leben. Ich hatte mir selbst geschworen, dort drin die Augen geschlossen zu halten, um auf jeden Fall nicht in Panik zu geraten.
Ich hoffe nach diesen zwölf Minuten darin, dass ich nie nie wieder ins Kernspin muss. Natürlich habe ich beim Reinfahren die Augen geöffnet und sofort gemerkt, wie sich ein leichter Schweißfilm auf meiner Stirn bildete. Immerhin lief über die Kopfhörer Musik, die etwas vom Lärm ablenkte. Zunächst Kings of Leon.
Meine Gedanken „Ganz ruhig atmen, entspann dich, nicht die Augen öffnen, you know that I could use somebody, BLOSS nicht die Augen öffnen, atmen, off in the night while you live it up I’m off to sleep, nicht die Augen öffnen. I could use somebody, eigentlich musst du ja nur drei oder maximal vier Lieder durchhalten, dann ist alles gut. Was für ein furchtbares Geräusch ist das.“

Was ich nicht wusste: ich hätte eine eigene CD mitbringen können. Sollte es jemals ein nächstes Mal geben, dann werde ich das auch machen. Denn nach „Use Somebody“ der Kings of Leon musste ich dann noch zwei für meine Ohren schlimmschlimme R’n’B-Hits durchhalten. Ich wusste nicht, was nervtötender für mich war. Irgendwann sagte die Stimme in meinem Kopfhörer (aka die Helferin), dass es nur noch 2 1/2 Minuten seien. Super, ich zähl dann einfach mal ganz ruhig bis 150 und dann ist es vorbei. Ich kam ungefähr bis 17, dann lenkte der grauenvolle Lärm mich wieder ab.

Der polnische Radiologe zeigte mir dann noch die Aufnahmen und stellte fest, dass Bandscheiben, Nerven und Muskulatur ganz hervorragend aussehen, die Wirbelsäule allerdings nicht so gewachsen ist, wie sie sollte. „Vielleicht sind Sie als Kind zu früh zum Laufen gezwungen worden?!“ Ein fragender Blick. Er bekommt einen irritierten von mir zurück. Woher soll ich denn das bitte wissen?
Wie auch immer: jetzt muss der Orthopäde entscheiden, wie es weiter gehen wird. Dramatisch scheint es nicht zu sein, ich kann mich also einigermaßen entspannt zurücklehnen. Krrraarrkknnacks. Mein Rücken.

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Kategorien: me, myself & I | Schlagwörter: , , | 7 Kommentare

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7 Gedanken zu „krraaarrrkknnacks

  1. Das sind doch mal einigermaßen gute Nachrichten. 🙂
    MRT ist lustig, ich habe bei meinem total schicke marmorierte Ohrstöpsel bekommen und die hinterher mitgenommen. Allerdings habe ich auch keine Angst vor kleinen Räumen, im Gegenteil, ich bin ja agoraphob und fühle mich in der Röhre sehr wohl.

    Dann mal schnell ein Rezept für Rehasport abholen, was? *g*

  2. Oh ja, da kann ich nur beipflichten – habe auch grade eine Überweisung zum Orthopäden bekommen, passend zum Urlaub. Mal sehen.

  3. Das klingt ja fast, als würdest so laufen, wie Liam Gallagher vorm Mikro steht 😉

  4. Guigsy

    Womöglich hast du dich damals selbst ganz früh zum Laufen gezwungen, um schnellstmöglich aus dem Lipperland zu entkommen??

  5. ann

    ich bin ja ganz froh, dass noch niemand die theorie aufgestellt hat, dass miss james so früh laufen lernen musste um vor mir zu fliehen. 😉 harharhar… die theorie mit der flucht aus dem lipperland gefällt mir sehr gut. oder vielleicht lag es wirklich an der frühkindlichen imitation von liam gallagher?
    was sagt denn unsere mutter dazu? 😉

  6. @ Feylamia: Ich hatte gar keine Ohrstöpsel. Nur übergroße Kopfhörer mit Musik. Werde in (so) engen Räumen eher panisch. Besonders, wenn mir bewusst wird, dass ich da so schnell nicht mehr raus komme und mich nicht mal bewegen darf.

    @ Denis: Viel Spaß 🙂

    @ Markus: Der Gallagher hat das doch bei mir abgekupfert!

    @ Guigsy: Interessante Idee, könnte durchaus sein. Gut, dass ich die Flucht geschafft habe.

    @ Ann: Dann würde ich jetzt bestimmt in einem anderen Haus wohnen 😉
    Unsere Mutter meinte, ich hätte erst sehr spät mit Laufen angefangen. Ich erinnere mich aber, dass ich es im Kindergarten zumindest schon konnte 😉

  7. Aber gut das Du gleich damit zum Arzt gegangen bist. Es hätte ja was ernstes sein können.
    Aber solche Nachrichten beruhigen doch, so das Du Dir jetzt weniger Sorgen machen mußt.
    Wenn ich mich richtig erinnere, hattest Du doch mal was von einer Rückenschule geblogt. Hast Du doe erlenten Übungen / Haltungen eigentlich je wieder angewendet, oder bist Du nach einer Weile wieder zur Tagesordnung übergegangen?

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