show must go on

Mit Kristofer Aström ging es gestern mein Konzertjahr 2009 zuende. Es begann übrigens am 11. Januar 2009 mit Madsen, ein Konzert, für das ich nicht bezahlen musste, weswegen es ganz gut war. Also, Geld hätte ich dafür nicht unbedingt hingelegt. Aber so war es laut und wild und spaßig. Solche gab es einige. Gute-Laune-Abende mit Kettcar, mit Olli Schulz, mit Friska Viljor, mit Art Brut, mit The Rifles. Mit Green Day, erstaunlicherweise. Ich war ein leicht-hysterisches Mädchen bei The Kooks, Bloc Party und bei Moneybrother. Und gerührt bei Gisbert zu Knyphausen, Coldplay, Björn Kleinhenz, Sophia. Und als Kettcar „Fake for Real“ mit Streichern im Konzerthaus spielten. Weil es eigentlich egal ist, ob man jetzt wirklich, wirklich mutig ist. Oder so tut als ob.

Ich war hunderte Kilometer unterwegs. Habe Konzerte in Hamburg, Hannover, Belgien, Dortmund, Haldern, Osnabrück und New York gesehen. Und Bielefeld. Immer wieder Bielefeld. Es gab Hochbunker, Dachterassen, Bunker, Konzerthäuser, Eckkneipen und diverse Jugendzentren. Manchmal waren nur 20 Zuschauer da, ein anderes Mal 70.000. Es gab ganz klein und ganz groß. Und manchmal sind die kleineren Konzerte die größeren. Gekauft habe ich unzählige Buttons, Tassen, Taschen, Feuerzeuge, Shirts und CDs. Nach Coldplay habe ich einen kleinen Papierschmetterling aufgesammelt, den ich seitdem immer in meinem Portemonnaie mit mir rumtrage, weil er mich an einen der schönsten Tage meines Lebens erinnert.

Helden habe ich gesehen. Meine Helden, die wohl vermutlich nie wieder so auftreten werden: Oasis. Und jemand, der zumindest durch seine Texte für mich ein kleiner Held war und der verlor, in einer unergründlichen Arroganz, die nur ein Jochen Distelmeyer zeigen kann.
Bernd Begemann sang mehrfach für uns. Er stammt aus den Hügeln. Wie wir.

Zwei Konzerte waren besonders unter Besonderem. Zum einen das Release-Konzert von Ron Diva, weil ich so unfassbar stolz auf „unseren“ Ron war und er dieses Album wirklich ganz wunderbar hinbekommen hat. Das andere war Anna Ternheim im Ringlokschuppen. Die Frau mit dem roten Piano. Die einzige Frau, die sich so in mein Herz spielen konnte. Für mich das schönste Konzert im Jahr 2009. Vielleicht das schönste überhaupt.

Für 2010 hängen schon die ersten Tickets an meiner Magnetwand. Es geht immer weiter.

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Kategorien: Mixtape (uncategorized) | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „show must go on

  1. ann

    hach… hier wollte ich doch neulich schon einen kommentar zu schreiben. ein toller text. da kamen viele erinnerungen hoch. das war selbst für mich ein ganz besonderes konzertjahr, weil ich so viele konzerte gesehen habe, wie noch nie zuvor. auch wenn es bei mir nicht für GANZ groß gereicht hat, und ich auch nur innerhalb deutschlands geblieben bin, so waren da viele unvergessliche momente mit bei. ich hoffe dass wir auch im kommenden jahr wieder zusammen so viel „on tour“ sind, dass wir weiterhin buttons, tassen und stoffbeutel kaufen, dass wir uns spontan in songs und bands verlieben, dass wir uns auch in zukunft die nächte auf autobahnen um die ohren schlagen, mit der gewissheit, dass jede schlaflose sekunde es wert ist. (live) musik sollte immer ein schönes hobby bleiben. 🙂

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