Ich esse was, was ich nicht kenn‘ (Dezember)

Ein Jahr ist vorbei. Elf (und noch mehr) mir bis dahin unbekannte Dinge habe ich gegessen und getrunken. Einiges war sehr lecker und wurde dann häufiger verzehrt, auf anderes hätte ich auch verzichten können. Aber ich kann zumindest sagen, dass ich es probiert habe.

Für Dezember habe ich mir etwas ausgesucht, dass ich schon seit Jahren probieren wollte. Warum ich es nicht vorher schon mal getan habe, weiß ich nicht. Vielleicht war 2009 einfach das Jahr, in dem ich mich trauen musste, neue Dinge auszuprobieren. Neue Lebensmittel gehörten dazu.
Mein liebster Lieblingsbaum ist die Kastanie. Das ist einfach zu erklären, weil ich nämlich meinen eigenen Kastanienbaum besitze, den ich als Kind zusammen mit meiner Oma gepflanzt habe. Zuerst wuchs der Baum im Topf, dann in einem riesigen Kübel, mittlerweile steht er im Garten meiner Mutter und ist um einiges größer als ich. Kastanien trägt er allerdings noch keine. Aber jeden Herbst hoffe ich darauf.

Im Dezember wollte ich es mal wagen, und Esskastanien essen. Maronen. Die habe ich tatsächlich noch nie zuvor probiert. Und als ich eben auf dem Weg zum Bus an der Verkaufs-Hütte vorbei kam und eh Hunger hatte, da griff ich kurzerhand zu und kaufte eine kleine Tüte.

Photobucket

Esskastanien schmecken wie Süßkartoffeln. Die ersten fand ich toll, außerdem wärmte die Tüte in der Jackentasche meine Hand. Nach ein paar weitern wurde mir langweilig. Es ist ja doch ein bisschen wie trockene Kartoffeln essen. Ich sehnte mich nach Kräuterquark oder Knoblauchbutter.

Ich bin ein bisschen traurig. Mein letztes Essperiment für dieses Jahr. Und dann hatte ich es mir viel toller vorgestellt. Vielleicht sollte ich im nächsten Jahr damit weitermachen? Aber werde ich noch mal 12 mir unbekannte Dinge finden? Muss ich mal die Asialäden am Kesselbrink oder die afrikanischen Shops am Bahnhof aufsuchen? Und schaffe ich es 2010 Topinambur zu essen?

Advertisements
Kategorien: Eat & Greet | Schlagwörter: , | 5 Kommentare

Beitragsnavigation

5 Gedanken zu „Ich esse was, was ich nicht kenn‘ (Dezember)

  1. marion

    diese idee mit dem „monatsabo auf unbekanntes“ find ich wunderbar – da werd ich mich mal von a-z durchklicken!!!

    gibts eine idee in dieser art auch fürs nächste jahr?

    wiener grüße
    marion

  2. Die habe ich neulich auch das erste Mal probiert… und fand sie auch etwas langweilig. Und dafür zu umständlich zu essen, bis man das ganze drumherum runter gepult hatte.

  3. Little James

    @ Marion: Überlege gerade, ob ich noch ein weiteres Jahr ranhänge. Oder mal Dinge machen, die man noch nie getan hat? Aber das stelle ich mir auch schwierig vor.

    @ Markus: Das Essen ging eigentlich. Die waren schon so halb geöffnet. Aber so nach der 5. hatte ich das Gefühl, dass es immer mehr werden, statt weniger 🙂

  4. marion

    nachdem ich grad das erste mal vanillekipferl gebacken hab, hätt ich richtig lust im nächsten jahr wenigstens zwölf neue kochrezepte auszuprobieren…

    dinge, die man im leben „unbedingt einmal“ getan haben sollte, würd mich auch reizen.
    leider bin ich ein bissl feig im anlauf nehmen:D

  5. Maronen – yummy!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: