ganz schön bitter

Sonntag Morgen beim Frühstücken befürchtete ich, dass mein gesamter Aufschnitt verdorben sei. Egal, was ich auf mein Finnbrot schmierte und legte: es schmeckte bitter. Zwar tendieren meine Lebensmittel dazu, am Sonntag schlecht zu werden, wenn ich keinen Nachschub besorgen kann, aber das kam mir doch merkwürdig vor.

Sonntag Nachmittag war der bittere Geschmack noch immer da. Vielleicht hatte ich Samstag Nacht doch etwas tief ins Glas geschaut? Ich hatte nicht mit dem Porzellangott gesprochen, aber der Galle-Geschmack in meinem Mund sprach eine andere Sprache. Ich hatte in den letzten Wochen ganz schön sparsam getrunken, sollte mich dieser eine Abend tatsächlich so mitgenommen haben? Müsste ich nicht auch Schmerzen haben, wenn die Galle mir solche Probleme macht? Ach, naja, wird schon wieder weggehen.

Ging es aber nicht. Gestern Morgen beim Frühstück: alles bitter. Verdammte Hacke. Was macht der Mensch 2.0 da? Googlen. Und gleich das erste Suchergebnis erstaunte mich…es waren Pinienkerne. Ganze Foren füllen Betroffene, die von (billigen) Pinienkernen berichten, die ihnen noch eine gute Woche Qual in Form eines bitteren Geschmacks im Mund bereitet hatten.
Ich liebe Pinienkerne. Sie sind meine absoluten Lieblingskerne. Ich liebe sie so sehr, dass ich mir Freitag Abend eine ganze Tüte reingezogen hatte. Das habe ich allerdings nur gemacht, weil, nun ja, sie so billig waren. Ich habe wirklich nicht von diesen Nebenwirkungen gewusst. Noch nie zuvor hatte ich davon gehört.

Und jetzt warte ich darauf, dass es weg geht. Traurig schaue ich alles an, was süß ist, denn gerade süße Sachen erzeugen einen noch bitteren Geschmack. Der Verzehr eines Schokomuffins wird so zu einem unschönen Erlebnis. Das einzige, was ohne geschmackliche Veränderung durchgeht ist schwarzer Kaffee (was ein Glück), es könnte also sein, dass ich die Woche etwas aufgekratzt wirke.

Nie wieder rohe Pinienkerne. Zumindest nur in Maßen. Was für eine bittere Erkenntnis.

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Kategorien: me, myself & I | Schlagwörter: , | 5 Kommentare

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5 Gedanken zu „ganz schön bitter

  1. Lieblingskerne klingt irgendwie putzig! 😀

  2. Little James

    Danach kommen Kürbiskerne und dann Sonnenblumenkerne. Aber Pinienkerne sind die Lieblingskerne. Definitiv 🙂

  3. Das mit dem bitteren Nachgeschmack habe ich ja noch nie gehört. Nun gut, ich habe auch noch nie diese Kerne gegessen.
    Ich hatte mal eine Zeitlang eine Phase, wo ich Pistazien verdrückt habe wie blöde. Aber seit zig Jahren habe ich keine mehr gegessen.

  4. So ganz geheuer wäre mir das dennoch nicht. Hoffentlich geht sich das Phänomen bei Dir bald aus. Komisch.

  5. Little James

    @ Andi: Ich esse die schon häufiger mal, aber nie in dieser großen Menge. Und sonst auch nie in dieser Billigqualität. Es ist mir eine Lehre.

    @ ruediger: Es ist schon fast weg, was ein Glück 🙂

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