Ich esse was, was ich nicht kenn‘ (September)

Simone hat vor Monaten mal geschrieben, sie habe Topinambur gegessen. Damals hatte ich natürlich nicht den blassesten Schimmer, was das ist. Aber ich hatte mich sofort in das Wort verliebt. Und als ich Ende August darüber grübelte, was ich im September denn mal Neues ausprobieren könnte, da fiel mir Topinambur wieder ein. Und machte mich sofort auf die Jagd. Natürlich ging ich als erstes in unseren Super-Riesen-Real, der hat ja schon eine enorm große Auswahl. Topinambur hat er allerdings nicht. Dann ging ich zu den beiden kleinen dauerhaften Marktständen in der Innenstadt. Vergeblich.

Und dann ging ich zum Wochenmarkt. Ich gehe gerne zum Wochenmarkt, bin aber meist zu sehr Langschläfer und Morgens-Faultier um da regelmäßig zu sein. Gestern aber bin ich zeitig aufgestanden und noch vorm Frühstück zum Markt gegangen (gegangen, sind ja kaum 10 Minuten…ich sollte es häufiger machen). Und dort bin ich dann von Stand zu Stand geschlendert und habe geguckt. Fehlanzeige. Nirgends gab es Topinambur und auf Nachfragen schüttelten die Verkäufer nur fragend den Kopf. Nie gehört. Ich wollte gerade schon aufgeben als ich den Stand vom Bioland erreichte. Der Blick auf Süßkartoffeln ließ meine Hoffnung erneut aufkeimen. Der Hippie-Verkäufer kannte es natürlich auch sofort, hatte sie aber auch nicht da. „Im Winter wieder“ versprach er mir und gab mir als Alternative eine Süßkartoffel mit. Super. Süßkartoffeln (Batate) hatte ich auch noch nie gegessen.

Und so sieht sie aus:

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und so geschält und aufgeschnitten:

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Nachdem ich mich durch ein paar Rezepte im Internet habe inspirieren lassen, gab es dann gestern Abend einen Auflauf mit Süßkartoffeln und Hähnchen. Und danach hatte ich drei Gedanken:

1. Süßkartoffeln sind lecker. Vom Ess-Gefühl her wie Kartoffeln, aber halt etwas süßlicher, vielleicht ein bisschen mit Möhren vergleichbar. Ich würde sie aber immer mit etwas Herzhaftem kombinieren, um den Kontrast zu haben. Aber eine Suppe mache ich auch mal raus. Es gibt sie auf jeden Fall wieder.

2. Verdammt, warum koche ich nicht häufiger? Ich kann es doch.

3. Ich bin aber immer noch neugierig auf Topinambur.

Süßkartoffeln sind wirklich lecker. Es ist für mich jetzt nicht eine Beilage wie Nudeln, die ich jeden Tag essen könnte, aber sie wird jetzt häufiger eingekauft werden. Ich kann mir sogar vorstellen, dass Kinder total versessen auf Süßkartoffeln sind und frage mich, warum meine Mutter die nie ausprobiert hat. Ich werde sie ihr wärmstens empfehlen. Bisher ist die Süßkartoffel das Beste, was ich in diesem Jahr neu gefunden habe. Und jetzt: freu ich mich auf den Oktober.

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Kategorien: Eat & Greet | Schlagwörter: , , , | 6 Kommentare

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6 Gedanken zu „Ich esse was, was ich nicht kenn‘ (September)

  1. Alles, was ich von diesen Tellern äße, hätte eine psychedelische Wirkung auf mich.

  2. Little James

    🙂 Das ist nur ein Schneidebrett. Das würde mich sonst aber auch nervös machen…

  3. Pass dann aber auf, dass du dir nicht in die Finger schneidest!

  4. süßkartoffeln wollte ich auch schon immer mal probieren und nach deinem bericht hier werde ich das auch machen. vielleicht sogar auch als auflauf. schickst mir das rezept mal das du verwendet hast? 🙂

  5. @Markus: Ich bin ja schon groß 🙂

    @Tommy: Habe zwar recht rezeptfrei gekocht, aber ich denke, ich krieg es noch so auf die Reihe. Schicke ich dir gleich per Mail.

  6. Ich geh so oft an diesen Teilen vorbei und habe mir bisher nicht vorstellen können, was ich daraus/damit machen soll.
    Hast Du das Rezept noch? Dann würde ich es auch wagen 🙂

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