Ä,Ö,Ü. Und EssZett

Ich steh auf Rechtschreibung. Und auf Grammatik. Natürlich möchte ich mich nicht davon freisprechen, dass mir keine Fehler unterlaufen. Gerade, wenn man mal schnell was „runtertippt“, da passieren natürlich eine Menge Flüchtigkeitsfehler. Aber ich finde es großartig, wenn ich fehlerfreie Texte lese und es gibt Momente, da laufen mir Ekelschauer den Rücken herunter, z.B. wenn ich „Anmeldungen für Vortbildungsprüfungen“ (Achtung, Zitat *g*) bekomme. Nur so als Beispiel, das ist mir heute passiert, deswegen ist das noch so präsent.

Ich hatte mein Leben lang strenge, aber gerechte Deutschlehrer. Und ich denke, ich habe in keinem anderen Fach so viel gelernt wie im Deutschunterricht. Und es war auch immer mein Lieblingsfach, selbst wenn mir die ein oder andere Klausur bei der Rückgabe um die Ohren gehauen wurde. Ich habe nie aufgegeben.

Und ja, sogar die neuen Rechtschreibregelungen habe ich noch in der Schule gelernt. Und so richtig schwer ist mir das auch nicht gefallen. Besonders simpel finde ich die Regelung, wann man ß und wann man ss benutzt. Ist davor ein kurzer Vokal, dann nimmt man das ss. Wie in Fluss. Oder Hass. Ist der Vokal dagegen lang, dann nimmt man das ß. Wie in Straße, oder Spaß. Und nach einem Doppellaut, einem Diphthong, kommt auch ein ß. In weiß, außer, heißen usw. Super einfach.

Leider habe ich auf dem Weg in den Urlaub mein Handy verloren. Es muss mir aus der Tasche gerutscht sein. Als ich bemerkte, dass es weg ist, habe ich es noch angerufen, aber da war es schon aus. Na gut, immerhin aus. In New York habe ich dann online die SIM-Karte sperren lassen, einen Ersatz hat mir meine Schwester im Shop geholt, und ich habe die Chance genutzt, dass ich im Land der günstigen Elektrogeräte bin und habe mir dort ein neues Telefon gekauft. Und zwar kein iPhone und auch keinen Blackberry. Zum einen will ich ein Telefon. Ich möchte gar nicht, dass dieses Gerät alles für mich erledigt, weil ich gern selbst auch noch mein Gehirn benutze. Zum anderen wollte ich durch den Zoll gehen, ohne, dass mir die Schweißperlen auf der Stirn stehen. Also, ich wollte ein ganz simples Mobiltelefon. Am liebsten so ein ähnliches, wie ich es vorher auch hatte.

Super, gibt es sogar. Simlock-free und Triband. Nichts steht mir noch im Wege. Zuhause hab ich dann meine neue Karte eingesetzt, diese freigeschaltet und dann konnte es losgehen. Nur einen Unterschied gibt es dann doch. Während ich mein deutsches Handy in ungefähr 185 Sprachen einstellen konnte, kann das amerikanische drei. Englisch, Französisch und Spanisch. Das ist ganz schön wenig. Gut, dann Englisch. Kein Problem. Doch ein Problem. Denn das Handy kennt leider weder Umlaute, noch das ß. Bei den Umlauten stört mich das gar nicht so sehr. Schreib ich halt ue statt ü. Aber dass ich jetzt „ss“ statt „ß“ schreiben muss, dass tut mir jedes Mal in der Seele weh. Und ich schreibe auch immer ein Wort mit Umlaut, wenn ich ein Wort mit ß dabei habe, damit auch ja alle immer daran denken, dass es nicht an meiner Unfähigkeit, sondern an der amerikanischen Software liegt. Ich muss dringend deutsche Software darauf spielen (lassen).
Wer von mir eine SMS erhält, er sei bitte nachsichtig mit mir. Ich weiß, wie es geht. Wirklich.

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Kategorien: Augenzwinkern, me, myself & I | Schlagwörter: , | 6 Kommentare

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6 Gedanken zu „Ä,Ö,Ü. Und EssZett

  1. Du hast halt ein schweizer Handy, ganz einfach!

  2. O.K., Du stehst auf Rechtschreibung. Aber „Vortbildung“?

    (sorry)

  3. Das war ja das Beispiel, wo mir die Nackenhaare zu Berge standen.

    6, setzen!

  4. Das wurde aus dem Kontext nicht so ganz klar.

  5. ninni

    Natürlich wurde das klar! =)

  6. Ich steh auch total auf Rechtschreibung. Ich kann manchmal gar nicht glauben, wie viele Leute ich kenne, die, obwohl halbwegs gebildet, nicht mal eine Mail oder SMS ohne frappierende Fehler absenden können.

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