Fußballfieber

Samstag = Fußball. So ist das bei mir. Samstags verbinde ich mit Fußball. Wenn nicht gerade Sommer- und Winterpause ist, dann schaue ich mindestens die Sportschau. Aber noch lieber bin ich natürlich live dabei. Im Stadion, die Atmosphäre erleben, die Hymne singen, mit fiebern, mit leiden, mit feiern. Leiden kam in Bielefeld in der letzten Saison ein bisschen zu häufig vor, deswegen spielt die Arminia jetzt nur noch in der zweiten Liga. Aber auch da spielt man Samstags Fußball. Gestern zum Beispiel. Nur war ich gestern gar nicht in Bielefeld, sondern in Lübeck. Ich bekam also einen Handy-Ticker von meiner Schwester. In Lübeck wird aber auch Fußball gespielt. Der VfB Lübeck ist hier zuhause. Und da mir ein virtuelles Stück Rasen der Lohmühle gehört, finde ich, kann ich dann auch mal ins Stadion gehen, wenn ich schon da bin. Viertliga-Fußball hat auch Vorteile. Günstige Kartenpreise und keine Schlangen beim Getränkekauf. Ansonsten ist das eine Menge Gestocher und Geholze, unmotivierte Stadionsprecher und ein DJ, der in der Halbzeitpause tatsächlich als erstes „Zeit für Optimisten“ von Silbermond spielt. Das war zwar bestimmt aufmunternd gemeint, aber erstens hört man ja bei einem Spielstand von 0:0 und der Tatsache, dass für die eigene Mannschaft nur noch zehn Spieler auf dem Platz stehen nur das „Es ist ne schlechte Zeit für Optimisten“ raus und zweitestens gehören Silbermond verboten, vor allem in Fußballstadien. Man verteilt da ja auch keine Herzballons.

2642 Zuschauer waren übrigens da, das ist also neben der Spielweise noch ein weiterer Unterschied zur Bundesliga. Neben uns standen ungefähr 30 sehr gefährlich aussehende HSV-Fans, die aber glücklicherweise durch zwei Zäune und sechs Polizisten durch uns getrennt waren. Wirklich sehr gefährlich. Die haben ihre Schuhe und Shirts ausgezogen und an den Zaun zum Spielfeld gehängt. Evil. Ist das eine weit verbreitete Tradition, hat da jemand Infos zu? Wenn sich das durchsetzt, dann habe ich einen Ratschlag: passt auf, dass eure Schuhe nicht durch den Zaun aufs Spielfeld fallen. Sehr unangenehm. Und gar nicht mehr so evil.

Fußball ist immer eine schöne Sache für mich. Egal ob zweite oder vierte Liga. Und obwohl mein Herz ja ziemlich schwarzweißblau schlägt, so freue ich mich schon, wenn der VfB Lübeck mal gewinnt. Was er in der Regel aber nicht tut. Nur neulich mal im Pokalspiel gegen Mainz. Das war schon eine große Sache. Und als ich heute noch mal an der Lohmühle vorbeikam, da dachte ich, dass das nächste Pokalspiel gegen Stuttgart verschoben werden muss – eine schwarze Rauchsäule stieg von dort aus auf. Während ich schon das ganze Stadion in Trümmern sah, war es wohl doch „nur“ recht kleiner Vandalismus. Es kann also weitergehen. In Lübeck wird weiter dem VfB Stuttgart entgegengefiebert und in Bielefeld leidet man weiter ein bisschen. Es hört nie auf.

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Kategorien: Football's coming home | Schlagwörter: | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Fußballfieber

  1. Unter uns jetzt mal, was machst Du denn in Lübeck…;-)

  2. dieschoenheitderchance

    Öhö, Besuche machen =D

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