strawberry swing (Samstag)

Die Gastgeberin dreht sich im Bett in meine Richtung „Ich fühl mich, als hätte mich ein LKW überrollt…“ Ja, ich ahne, was sie meint. So ein Festivaltag ist kein Zuckerschlecken. Irgendwie egal, ob man da drei oder einen Tag ist. Seufz.

So ein bisschen hatten wir gedacht, dass wir an diesem Tag ans Meer fahren können. Aber zum einen ist es ein wenig bewölkt und zum anderen schleppen wir uns so langsam aus dem Bett, dass sich zeitlich die Fahrt gar nicht mehr lohnt. Was sich aber immer lohnt, ist eine kleinen Sightseeing-Shopping-Tour.
Le petit Paris. Wenn ich sowas schon lese, dann geht mir das Herz auf. Und wie schön es da ist. Statt Shopping-Malls setzt man hier auf den kleinen Einzelhandel. Es gibt eine Fromagerie, eine Boulangerie, ein Fischgeschäft, einen Weinhandel, Parfumerien, Tabakläden usw. Kleine Geschäfte mit wunderschönen Schaufenstern.

Dann geht’s weiter zum Parc du Cinquantenaire mit dem etwa 50 Meter hohen Arc de Triomphe. Leider können wir nicht auf den Torbogen rauf, das öffnet erst Mitte Juli, aber dafür bekommen wir belgische Waffeln mit Schokosauce. Sind die lecker. Danach bin ich zwar schlagartig 7 Kilo schwerer, aber das lohnt sich.
Wieder zurück und dann weiter, am Palais Royal, dem Königspalast vorbei, einen kurzen Abstecher zum Manneken Pis, Postkarten kaufen und zum Grande Place. Dort stehen Gebäude im Barockstil (nein, ich weiß sowas nicht, aber dafür gibt es ja das Internet), unter anderem das Rathaus und einige alte Zunfthäuser. Und eine Gaststätte, die ungefähr vierzig Sorten Bier ausschenkt. Wir gönnen uns ein Hoegaarden Blanche, das ein wenig an Weizenbier erinnert. Neben uns sitzt ein amerikanisches Pärchen mit Werchter-Bändchen, das sich daran stört, dass auch draußen geraucht wird. Gut, dass wir in Europa sind.

Nach unserem Bier und kleinem französischen Geplänkel mit der Klo-Frau machen wir einen Abstecher zum Palais de Justice, zum Gerichtsgebäude, weil man von dort einen sagenhaften Blick über Brüssel hat. Sogar das Atomium kann man dort sehen, obwohl das ehemalige Expo-Gelände einige Kilometer außerhalb der Stadt liegt.

Genug Sightseeing für den Tag, nun geht’s in den Supermarkt. Belgische Spezialitäten kaufen. Bier, Schokolade und Samurai-Sauce stehen auf unserem Einkaufszettel. Gut, dass wir mit dem Auto in Brüssel sind, sonst hätten wir das niemals alles nach Hause transportiert bekommen.

Zuhause. Noch ausgehen? Erst mal auf den schönen Balkon und Bier trinken. Und dann doch lieber Pizza bestellen, Teelichter aufstellen und so den Abend genießen.
Photobucket
Bei einer DVD fallen uns die Augen zu. Nur noch ein Tag in Brüssel. Schade.

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Kategorien: Travellers Tune | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „strawberry swing (Samstag)

  1. Auch wenn in 3 Wochen kein Festival stattfindet, jetzt freu ich mich noch mehr auf Brüssel:-)
    Aber Belgisches Bier? Ich weiß ja nicht recht. Mein Bedarf an Waldmeister, Himbeer oder sonstigem süßen Zeugs in Bier ist gedeckt. Nebenbei erwähnt gab es den auch noch nie!

  2. Das ist gut.

    Es gibt auch „normales“ belgisches Bier. Maes hat mir gut geschmeckt. Hoegaarden und Leffe schmeckt ein wenig wie Weizen…es ist schon für jeden Geschmack was dabei!

    Viel Spaß wünsch ich euch schon mal 🙂

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