you can’t give me the dreams…

…that are mine anyway.

Als ich in der 12. Klasse war, ich kann mich noch recht gut erinnern, da bin ich im Religionsunterricht aus meinen Tagträumen aufgeschreckt, weil etwas gesagt wurde, was für mich interessant war. Wir haben über Träume gesprochen (in unserem Reli-Unterricht ging es mehr so um Liebe und dem Miteinander der Menschheit als um das Christentum speziell) und unser Lehrer sagte, dass manche Menschen dazu in der Lage sind, ihre Träume zu einem gewissen Grad zu steuern.

Warum ich das interssant fand? Weil ich bis zu diesem Tag dachte, dass alle Menschen das können. Weil ich es nämlich kann. Man sagt, es gibt Techniken, um das zu üben. Das mag sein, ich übe das nicht. Ich konnte das schon immer. Leider bin ich nicht dazu in der Lage, zu bestimmen, dass Jude Law in meinen Träumen auftaucht und sich und mir die Kleider vom Leib reißt. Vielleicht sollte ich doch noch trainieren. Was ich aber kann, ist meinen Traum abzubrechen. Das ist vor allem praktisch, wenn einen Albträume plagen. Mitten im Traum, während um mich herum gerade irgendwas völlig absurdes passiert, sage ich mir dann: „Das ist ein Traum. Wach auf.“ Und dann wache ich auch auf. Obwohl das nachts auch nervig sein kann.

Dazu muss ich auch noch sagen, dass ich mich morgens fast immer an ein bis zwei Träume aus der Nacht erinnern kann und oft sehr „reale“ Träume habe. Fast immer spielen Leute aus meiner Umgebung in meinen Träumen mit. Meine Arbeitskollegen verfolgen mich zum Beispiel nahezu jede Nacht. Oder Freunde von mir, die Bielefelder Bloggeria ist auch schon mal dabei. Und dann passieren im Traum manchmal Dinge, die zum Teil ganz logisch zu erklären sind, weil sie mich auch gerade in meinem wirklichen Leben beschäftigen, zum Teil aber auch überhaupt keinen Sinn ergeben, so dass ich manchmal geneigt bin, sie mal einem Traumdeuter zu erklären.
Nur, kennt ihr einen seriösen Traumdeuter? Ich nicht. Ich kenne nur das Internet. Da kommen oft merkwürdige Sachen raus. Im letzten Sommer fing ich mal an, regelmäßig vom Krieg zu träumen. Gar nicht mal von Gewalt und Schlachten, aber in meinem Traum fiel immer die Bemerkung, dass ja auch gerade Krieg sei und man das noch berücksichtigen müsse.

Im Internet fand ich dazu die Bedeutung, dass mir Dinge bevorstehen, die ich nicht machen möchte und gegen die mein Unterbewusstsein sich wehrt. Mir fiel dazu spontan der Familienbesuch zu Weihnachten ein. Lustigerweise habe ich nach Weihnachten tatsächlich nie wieder diese Kriegsträume gehabt. Sowas kann man im Internet finden. Aber nicht, was es zu bedeuten hat, wenn einer der Bielefelder Blogger in deinem Traum im Prüfungsraum im Hochbett liegt und schläft. Findet man nicht.

Als ich heute Oasis „Bag it up“ hörte, kam mir aber noch eine Erklärung:

someone tell me I’m dreaming
the freaks are rising up through the floor
everything I believe in
is telling me that I want more, more, more

Jetzt weiß ich Bescheid. Nachdem ich meine Träume also kontrollieren kann (so ein bisschen etwa) muss ich das jetzt nur noch mit den Stunden schaffen, in denen ich wach bin. Oder einfach immer in Tagträumen versinken. Gute Nacht.

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Kategorien: Augenzwinkern, I hope, I think, I know | Schlagwörter: | 4 Kommentare

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4 Gedanken zu „you can’t give me the dreams…

  1. @irsign

    “Das ist ein Traum. Wach auf.” Bei mir klappt das nur selten mit dem Aufwachen, auch wenn ich weiß, dass ich nur träume. Manchmal mache ich dann im Traum dieses Augen-zu-und-durch-Ding und dann klappt es. Aber zum Glück habe ich sehr selten Albträume.

    Ich habe übrigens ein Traumdeutungsbuch, das kann ich dir mal ausleihen. Ich finde es aber eher mäßig.

  2. Bei mir klappt das immer. Habe selten richtige Albträume, aber häufig sehr verwirrend-absurde Träume. Dann wach ich lieber auf 🙂

    Oh, ich nehms trotzdem mal. Nur so zum Spaß. Vielleicht kann ich ja noch was aufdecken 🙂

  3. Ich hab mal im Studium eine Seminar zu Traumdeutung besucht, das hat mir wenig gebracht – das meiste ahnte ich sowieso schon aus eigener Erfahrung. Ich konnte lange Zeit einfach in den Tagtraummodus umschalten, so dass ich nach den ersten Sekunden rein gar nichts von der Außenwelt mehr mitbekam und in Bizarroland Urlaub macht, aber trotzdem sehr interessiert aussah.

    Eines Tages kam mir mein Mathelehrer auf die Schliche.

    Das sollte ich mal bl0ggen.

  4. ninni

    Soso, das ist ja interessant. In wie weit kann man seine Träume denn wohl beeinflussen? Ich weiß nur ganz oft, dass ich träume und sage mir dann zum Beispiel im Traum, was für einen Blödsinn ich träume 😉

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