Willkommen in der 2. Liga, Teil 1 (KSC)

Wir müssen damit leben, Arminia Bielefeld ist (mal wieder) in der zweiten Bundesliga. Diese beginnt im Sommer am 7. August und wir werden uns an neue Zeiten gewöhnen müssen. Arminia wird dreimal Freitags um 18 Uhr spielen, zwei mal Samstags um 13 Uhr, drei mal Sonntags um 13:30 Uhr und einmal Montags um 20:15 Uhr. Das heißt, man muss jetzt sein Ausgehverhalten ein bisschen umstrukturieren, aber immerhin schafft man es Samstags auf jeden Fall nach dem Stadionbesuch pünktlich zur Sportschau zurück zu sein.

Natürlich gibt es jetzt auch neue Gegner. Statt Werder Bremen oder Bayern München kickt Arminia demnächst gegen Rot-Weiß Oberhausen und TuS Koblenz. Vielleicht sehen wir alte Bekannte wieder. Fatmir, Matze? Ihr seid doch immer noch Arminen im Herzen, oder?

Um den Einstieg ein wenig zu erleichtern, möchte ich nach und nach die Vereine der zweiten Liga vorstellen. Vielleicht gibt es ja auch noch die ein oder andere Anekdote, die jemand hinzufügen möchte. Den Anfang macht heute jedenfalls der Karlsruher Sport Club (KSC), die sind gemeinsam mit Arminia direkt abgestiegen, ohne eine Chance auf Relegation. Man hat das letzte Spiel gegen Berlin zwar noch 4:0 gewonnen (für Arminia-Fans: gewinnen ist das, wenn sich nach dem Spiel alle freuen, vielleicht kann der ein oder andere sich noch schwach erinnern), aber gereicht hat das dennoch nicht. Immerhin hat sich die Mannschaft nach dem Spiel noch bei den Fans für die Unterstützung bedankt. Irgendwie wirkt der Abstieg damit noch ein wenig würdevoller.

Gespielt wird beim KSC übrigens in weiß-blau, oder wahlweise in blau-weiß, aber auch mal in gelb-rot. Ins heimische Wildparkstadion passen übrigens 26699 Besucher, also weniger als auf die Bielefelder Alm. Ha! Aber dafür ist es bestimmt besser besucht. Die Stehplatzdauerkarte ist etwas teurer als in Bielefeld. Man kann zwar auch noch etwas günstiger stehen, aber dafür muss man dann in Kauf nehmen, dass man nass wird. Das Stadion ist nicht komplett überdacht. Krass.

Das Maskottchen (Achtung, festhalten jetzt) ist ein Wildschwein. Es heißt Willi Wildpark. Arme Sau. Behauptet übrigens, mit Herthinho befreundet zu sein. Ich bin nicht sicher: ist die Schweinegrippe bereits in Karlsruhe angekommen oder haben die da einfach nur seeeehr viel Humor? Eine Fanfreundschaft zur Hertha besteht ja scheinbar, dafür hassen die Fans die Stuttgarter. Wirklich verübeln kann man denen das nicht, werden die Stuttgarter vom gemeinsamen Sponsor doch ein wenig besser bedacht. Ich rate: neuen Sponsor suchen und Wein trinken!

P.S.: Sogar ein Blogger meiner Blogroll ist KSC-Fan. Der hat aber noch gar nichts weiter zum Abstiegs-Wochenende geschrieben. Vielleicht ist er noch traumatisiert. Oder es wird einfach nicht so ein riesen Wirbel darum gemacht wie in Bielefeld.

Advertisements
Kategorien: Football's coming home | Schlagwörter: , | 14 Kommentare

Beitragsnavigation

14 Gedanken zu „Willkommen in der 2. Liga, Teil 1 (KSC)

  1. Sorry, ich war nicht so schnell wie du 😉 Bin aber jetzt soweit.

    Bei der Stadiongröße hast du aber eine falsche Zahl erwischt, beim Hertha-Spiel ware es mit 30.600 Zuschauern ausverkauft. Und Willi Wildpark ist ne coole Sau!

  2. Ich glaube ja, dass Icke Hässler in dem Wildschweinkostüm sein Unwesen treibt!

  3. @ Markus: Was? Die Zahl habe ich von der HP des KSC! Das darf dann aber nicht sein…Oder werden da nur die überdachten Plätze gezählt? 😉

    @ airsign: interessanter Gedanke. Aber ich glaube, Willi ist größer.

  4. Beim KSC sollte man desweiteren würdigen, dass sie in der Vergangenheit einige Top-Spieler heraus gebracht haben. Hier seien mal nur Mehmet Scholl und Oliver Kahn genannt. 🙂

  5. @ Guigsy: Vielen Dank für die Mitarbeit 🙂 So habe ich mir das vorgestellt!

  6. Und Jens Nowotny nicht zu vergessen!

    Einen Ex-Arminen hat der KSC aber auch noch: Den Herrn Porcello, zur Zeit aber verletzt.

  7. nicht zu vergessen: Michael Sternkopf (war der nicht auch mal für die Arminia am Ball?). Und auch Leute wie Thorsten Fink und Michael Tarnat haben sich beim KSC für die Bayern empfohlen…
    Toller Eintrag, toller Blog! Mein erster Besuch, aber mit Sicherheit nicht der letzte. 🙂

  8. Ürgs…Michael Sternkopf. Ja, der hat hier mal gespielt. Wenn man das denn so sagen kann. Eigentlich war er häufiger verletzt, als dass er gegen die Murmel getreten hat. Zuletzt hat er seinen offenbar ewig laufenden Vertrag brav auf dem Sofa abgesessen. Was uns ne Menge Geld, und ihm viele (wenn nicht alle) Sympathien gekostet hat.

  9. @ Markus: hach…Porcello…

    @ Sebastian: Willkommen im Wahnsinn 🙂

    @ Guigsy: Was hat uns (= Arminia) nicht schon alles viel Geld gekostet… 😉

  10. Michael Sternkopf habe ich mal anne Eisdiele in Bielefeld Sieker damals ein Eis abgeschwatzt. Ich hab gesagt, hallo Michael Sternkopf, habe ich gesagt, krieg ich ein Autogramm. Nein, hat sie gesagt, hab keine Autogrammkarte mit. Kriegneis, fragte ich schüchtern. Sie guckte schräg und tat mir dann für sechzig Pfennig ne Kugel Eis aus. Dann stieg sie in ihren BMW und fuhr davon.

  11. Michael Sternkopf hat so wie Georg Koch viele Kneipen und viele Blondinnen glücklich gemacht. Munkelt man so. 😉

    Und: Seit dem der KSC von dem Winnie abstieg, lief’s bei Bayern nicht mehr rund. Hatten außer Leverkusen keinen Verein mehr zum Leerkaufen.
    Ergo: Der KSC ist Schuld, dass es die Bazis nicht mehr so bringen. 😉

  12. Der Abstieg des KSCs ließ sich ja auch an anderen Sachen festmachen: Die Spieler wechselten zwar immer noch nach München, aber nur noch zu den 60ern (Häßler, Schroth, Schwarz, Jentsch).

  13. Wie ist denn so die Bielefelder Meinung zu Matthias Langkamp?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: