Die große Hot Dog-Sause

Neulich war ich ja für einige Tage in Dänemark – genauer auf Fanø – um mal zu entspannen und die Seele baumeln zu lassen. Dort habe ich dann unter anderem auch den Plan geschmiedet, dass ich Prinz Frederik heirate, aber etwas noch viel Wichtigeres war: ich habe auch was mitgebracht. Nämlich Zutaten für Hot Dogs. Nicht die USA, sondern Dänemark ist das Land der heißen Hunde. Und das aller wunderbarste ist, dass in Dänemark die Würstchen (und so ziemlich alles, was Fleisch ist) rot gefärbt wird. Grandios. Kalt schmecken diese Pølser übrigens irgendwie nach Lakritze. Ein höchst merkwürdiger kulinarischer Genuss also. Deswegen bevorzuge ich die warme Variante. Nichts gegen Lakritz, aber in Kombination mit Gurke und dänischer Remoulade ist das ja doch etwas merkwürdig. Genauso seltsam finde ich, dass die in Dänemark gekauften HotDog-Brötchen immer ein wenig an Milchbrötchen erinnern. Doch mit genug Belag (die Remoulade) kann man das hervorragend überdecken.

Mitgebracht habe ich also die Brötchen, rote HotDog-Würstchen und dänische Remoulade. Fräulein Rotten-Meier brachte noch Röstzwiebeln und Gurken mit und meine Schwester stiftete ihren Ketchup. Es konnte beginnen, die große Hot Dog-Sause, die ein wenig an Kindergeburtstag erinnerte. Zumindest sauten wir uns beim Essen ähnlich ein. Und ich weiß nicht, wie die bei Ikea das schaffen, aber mein HotDog-Brötchen ging unten immer auf und dann viel die ganze Pampe da raus. So ein Mist. Aber egal. Irgendwann verschmolz alles zu einer leicht unansehnlichen Masse, die aber immer noch ganz hervorragend schmeckte. Wir probierten verschiedene Garnierungs- und Essmethoden, um das Ess-Massaker möglichst gering zu halten. Erfolglos.

Aber leckerlecker war es. Und pappsatt waren wir am Ende. Da wollte nicht mal ich noch Eis zum Nachtisch. Lieber Apfelkaugummi. Und Prinz Frederik war auch nicht da, obwohl Hot Dogs sein Lieblingsessen ist. Nein, das ist frei erfunden, ich weiß es natürlich nicht (nicht, dass ich noch Ärger mit der Königin bekomme), aber ich kann es mir vorstellen. Hotdogs er lækker.

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Kategorien: Eat & Greet | Schlagwörter: , , | 8 Kommentare

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8 Gedanken zu „Die große Hot Dog-Sause

  1. Ich gestehe, ich habe noch nie in meinem Leben einen Hot Dog gegessen. Ob ich das mal nachholen sollte?

  2. Auf jeden Fall!

  3. Das sieht lecker aus. Mit Sojawürstchen würde ich es glatt verputzen. 🙂

    Ich wünsche Dir ein schönes, sonniges Osterfest.

    lg Netty

  4. Hihi, leider reicht mein dänisch für Sojawürstchen nicht aus 😉

  5. bea

    ich hab so ein ding in abgespeckter version
    in einem schwedensommer auf dem fischerboot verputzt.
    danach war mir schlecht. von dem bisschen brot und würstchen.
    aber das war auch rot gewesen 😉

  6. Himmelherrgott! Ich muss noch einmal einkaufen gehen und mir schweres Zeug zu Essen besorgen.

  7. @ Bea: Das ist doch nur Farbe 🙂 Ich erzähl dann lieber nicht, wie viele wir davon gegessen haben…

    @ Rouven: Oh je, ich hoffe, ich habe dich nicht in allzu große Schwierigkeiten (Hot Dog-Schmacht) gebracht habe.

  8. Frl. Rotten-Meier

    an dieser stelle noch einmal vielen dank für den lukullischen abend! nun bin ich wieder ‚voll drauf’…bin ja seit jaahren scher auf dänischer hot-dog-remoulade. die gibt es zum glück ja nun auch in den örtlichen supermärkten. zuvor mussten freunde (z.b. l_jamesens schwester) als dealer fungieren: ‚bringst du mir was mi-i-i-t?‘ 😉

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