Essperimente

Heute ist ja Aschermittwoch, das heißt also, die Fastenzeit beginnt. Eine Möglichkeit, die Pfunde loszuwerden, die man seit Weihnachten so mit sich rumschleppt. Damit man dann Ostern wieder richtig zulangen kann.

Nur bin ich kein Diät-Typ, und fürs Fasten schon mal überhaupt gar nicht. Wenn ich hungrig bin, dann werde ich seeehr schwierig. Unausstehlich möchte ich fast sagen. Ich faste also auf keinen Fall, schon aus Liebe zu meinen Mitmenschen. Trotzdem kam ich gestern mit meiner Kollegin auf dieses Thema und überlegte, ob ich es wohl schaffen könnte, mich bis Ostern von einem meiner (zahlreichen) Ess-Laster fern zu halten. Also, auf irgendwas zu verzichten, was sonst so selbstverständlich dazugehört.

Alkohol fiel mir als Erstes ein. Aber das ist mir schon fast zu klischeehaft. Außerdem…nein. Die Tage wo ich mich total aus dem Leben geschossen habe, sind eh schon vorbei.
Fleisch? Habe mir allerdings gestern erst Geflügelsalat gekauft und weiß auch jetzt schon, dass ich Sonntag zum Suppe-Essen eingeladen bin, in der auch Fleisch sein wird. Das wäre dann doch ein schlechter Start.
Schokolade. Huuuuiiii….gefährlich. Jeder, der mich näher kennt, weiß ja, wie gerne ich Schokolade esse. Wobei es häufiger nicht nur ein Stück zwischendurch ist, sondern ein Schokoriegel schon mal eine ganze Mahlzeit (das Abendessen) ersetzt. Bis Ostern auf Schokolade verzichten. Klingt schwer. Aber machbar. Eine Herausforderung, der ich mich stelle. Wobei ich eine kleine Notbremse „eingebaut“ habe. Sobald meine Kollegen oder meine Freunde mir sagen, dass ich aufgrund meines Entzugs doch zu aggro werde, werde ich auch wieder Schokolade essen. Ich bin sonst ja schließlich auch häufiger inkonsequent. Da wird mich das dann auch nicht umbringen. Und versuchen werde ich es auf jeden Fall.

Leider hat mir mein Chef Anfang der Woche eine riesige Packung Merci geschenkt. Mist. Die muss ich wohl verstecken oder verschenken. Oder bei meiner Schwester zwischenlagern. Fraglich nur, ob ich sie dann auch wieder bekomme…

Zweiter Einfall zum Thema Essen: Ich habe ja noch gar nicht von meiner Essens-Idee für 2009 berichtet. Mein Vorsatz für dieses Jahr ist/war nämlich, jeden Monat etwas zu essen/zu trinken, was ich zuvor noch nie probiert habe. Einfach nur, um ein wenig Abwechslung zu bekommen. Außerdem kann man dabei ganz tolle leckere Sachen entdecken. Allerdings auch Furchtbare. Genau das ist mir zum Beispiel schon mal in Luxemburg passiert, als ich todesmutig Saft vom Affenbrotbaum gekauft habe. Eine kulinarische Erfahrung, die ich nicht zwingend wiederholen möchte.

Im Januar fing es übrigens schon ganz gut an. Da war ich nämlich chinesisch essen und dort gab es am Buffett eine Beere, die ich nicht kannte. Leider habe ich auch gleich den Namen vergessen. Goji-Beeren waren es aber glaube ich nicht. Vom Aussehen her erinnerte sie ein wenig an Litschi, hatte aber einen kleineren Kern, eher so wie Kirschen. Ach herrje, ich muss mal meine Mutter fragen, ob sie sich noch erinnern kann.

Im Februar habe ich dann zunächst erst mal gar nicht dran gedacht. Was ich zum ersten Mal gegessen habe, war Ajwar, eine Gemüsepaste. Aber die rockte nicht so, kam mir vom Geschmack her auch überhaupt nicht exotisch oder fremd vor. Deswegen überlege ich auch noch, ob ich bis Samstag noch im Supermarkt meines Vertrauens vorbei gehe und da noch mal nachschaue, was ich so finde.

Denn schließlich ist ja auch bald März, dann kann ich schon wieder nach etwas Neuem Ausschau halten. Nur…aus Schokolade darf es nicht sein.

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Kategorien: Eat & Greet | Schlagwörter: | 11 Kommentare

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11 Gedanken zu „Essperimente

  1. Ich habe heute auf Arbeit auch schon and Fasten gedachte, weil einige Kollegen ab heute auf das ein oder andere verzichten. Ich würde dann aber erst nächste Woche anfangen, wenn die gr.-orth. Fastenzeit beginnt. Bin noch am Überlegen, ob und wie ich es mache, ich halte das ja zu 98% eh nicht durch. 😉

  2. dieschoenheitderchance

    …vor allem nicht, wenn ich auf deinem Sofa sitze und Pizza esse 🙂

  3. Von Daifuku rate ich dringend ab 🙂

  4. dieschoenheitderchance

    Als Fastenmethode oder als „noch-nie-gegessenes“ Essen?

    Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten!

  5. Hören deine asiatischen Erfahrungen vielleicht auf den Namen „Longan“? Wirklich mehr kenne ich in der Richtung leider auch nicht.

    Wie siehts mit Pomelos aus? Sind mein aktueller Favorit unter den Zitrusfrüchten und – sofern noch nicht bekannt – meine Empfehlung für den März 😉

  6. dieschoenheitderchance

    @ Markus: Nach Google-Recherche und Bild-Abgleich: Nein. Eher nicht. Aber ganz sicher bin ich nicht, weil die Beere eingelegt war und ich nicht weiß, ob das rot ihre wirkliche Farbe ist.

    Pomelos kenn ich nicht. Super Tipp – danke schön!

  7. mellow girl

    mjam… merci. 😉 aber wenn du möchtest kannst du sie wirklich bei mir zwischenlagern. zur not muss ich halt zu ostern eine neue packung kaufen. 😉

  8. Pomelos sind interessant – ein merkwürdiger Grapefruit-Mutant. Daifuku ist in jeder Funktion verdammenswürdig – ausgenommen einer: Sie fühlen sich gut in der Hand an.

  9. Ich habe aber schon Leute gesehen, die haben Stunden gebraucht, um eine Pomelo essfertig zu machen. Durfte mir dann ein Stück stibitzen und behaupte: Es lohnt sich!

  10. ninni

    Ich habe gerade bei Wikipedia gelesen, dass Daifuku wohl das gleiche ist wie Mochi, das habe ich auch schon mal gegessen. Ich würde auch ganz dringend davon abraten, das zu probieren. Es sei denn, du stehst auf Glibber 😉

  11. Danke für die Hinweise. Werde auf jeden Fall mal nach Pomelo gucken und um Daifuku/Mochi einen großen Bogen machen. Es gibt ja auch Dinge, die möchte ich überhaupt gar nicht probieren. Pferdeleber zum Beispiel…

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