Germany’s Next Fernsehgucker

Für gewöhnlich ist bei mir der Fernseher nur ein Staubfänger. Der aus ist. Ich schaue wenig fern, und das hat hauptsächlich drei Gründe:
1. Ich bin selten zuhause.
2. Mit meinem DVBT-Receiver empfange ich 14 Kanäle. Theoretisch. Denn da der Empfang recht schwach ist, kann ich mich nie darauf verlassen, dass ich auch das Programm sehen kann, welches ich auch sehen möchte. Nur ARD, Arte, Phönix und EinsFestival laufen einigermaßen stabil. Die ganzen Privatsender bekomme ich eh nicht.
3. Das Programm ödet mich ganz schön an. Wenn ich einen Tag lang (zb wenn ich mal krank zuhause bin) vorm Fernseher hänge, habe ich abends das Gefühl, messbar dümmer geworden zu sein.

Natürlich gibt es deswegen Momente, da kann ich nicht mitsprechen. Vom Dschungelcamp habe ich nur das Finale gesehen und einen Teil der Bewohner kannte ich nicht mal. Das ist von daher schade, weil ich doch unter einer ausgeprägten Klatsch/Tratsch-Sucht leide.

Germany’s Next Topmodels kann ich auch nicht sehen. Zum einen empfang ich ja den Sender nicht, zum anderen habe ich Donnerstags Abends normalerweise Theaterprobe. Da ich aber aus einem anderen Leben von früher weiß, dass diese Sendung durchaus über ein enorm hohes Unterhaltungspotenzial verfügt – sofern man sie nicht ganz ernst nimmt, man selbst keinerlei Modelambitionen pflegt und dabei noch genüsslich das ein oder andere Stück Schokolade isst, während sich mehr oder weniger schöne Frauen auf High Heels abquälen und sich gegenseitig das Leben zur Hölle machen. Dazu Heidi Klum, die mich persönlich vermutlich schon nach spätestens vier Stunden mit ihrer enorm fröhlichen Art (so auf bodenständig gemacht) und ihrer Stimme in den Wahnsinn treiben würde. Und dann noch Jury-Mitglied Rolf, der mit seinem lustigen kölsch-französischen Akzent gerne noch ein wenig mehr reden darf. So für meine Ohren.

Und ganz nebenbei natürlich auch die Frauen, die ja nun wirklich nicht hässlich sind. Ich mag ja eher so interessante, markante Typen, von daher sind perfekte Barbies nicht so mein Ding. Die Jury scheint das erstaunlicherweise ebenso zu sehen.

Woher ich das alles weiß? Dank Freund Internet. Dort kann man sich die kompletten Folgen anschauen und spart dabei sogar einen Teil der lästigen Werbung. Und weil ich gestern Abend zuhause war und nichts weiter vor hatte, habe ich mir kurzerhand die Sendung von letzter Woche angeschaut. Und gelacht. Eine Stunde und 35 Minuten fast ausschließlich gelacht. Funktioniert Fernsehen als Entertainment also doch. Wenngleich auch sicherlich anders, als es von den Machern gedacht war. Ich werde bestimmt auch weiter schauen und mich daran erfreuen.

Bleibt nur noch eine Frage offen: nach vier Staffeln Modelsuche…wann gibt es endlich die männliche Ausgabe dieser Sendung?

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Kategorien: Augenzwinkern, me, myself & I | Schlagwörter: | 5 Kommentare

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5 Gedanken zu „Germany’s Next Fernsehgucker

  1. Das Dschungelcamp hättest du dir aber auch (ganz legal) immer einen Tag später im Internet anschauen können.;)

  2. bitte nicht noch eine sendung mit männern. mir reichen schon die monatlichen
    casting shows a la next superpudel, biggest loser, superstar, supertalent, sat star, supermodel, popstar,ich tarzan du jane, dschungelcamp usw bah

  3. @ airsign: Ja, ich weiß…das war/ist aber nicht so ganz mein Ding.

    @ Superlupo: Dafür gibt es ja Fernbedienungen. Und Bücher.

  4. Ich weiß nicht, ob Deutschland bereit ist für eine Sendung, in der Männer Kleider tragen und auf High Heels umherstöckeln. ^^

  5. @ Herr Schmidt: Man muss auch mal was riskieren!

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