Weihnachtsmärchen

Wenn ich mal Kinder haben sollte, so in hundert Jahren, dann werde ich jedes Jahr mit ihnen ins Weihnachtsmärchen vom Stadttheater gehen. Ob sie wollen oder nicht! Das wird dann ganz zauberhaft, zwischen all den anderen Familien und Kindern. So kann man zwar auch ins Weihnachtsmärchen gehen, aber man fällt schon ein bisschen auf. Wenn man Glück hat, dann sitzt ein fremdes Kind neben einem und man kann so tun, als sei es das eigene. Aber aufgepasst: das kann auch in die Hose gehen.

Nein, ich habe heute nicht so getan, als hätte ich ein Kind. Aber ich war im Weihnachtsmärchen. Kinderlos, aber dafür mit dem Liebsten. Es war ganz schön schwer, überhaupt Karten zu bekommen, deswegen habe ich mich gefreut, dass es dann sogar noch Karten für die dritte Reihe wurden. Allerdings für die 11-Uhr-Vorstellung. Früh aufstehen im Urlaub. Gääähn. Aber es hat sich gelohnt. Ich finde ja jeden Besuch im Theater lohnenswert. Aber die Weihnachtsmärchen, die sind schon immer was ganz Besonderes. Vorher ist es immer ganz laut im Zuschauerraum, weil ja ungefähr fünfhundert kleine Kinder schnattern, rotzig husten, rumrennen und hinfallen oder sich gegenseitig verprügeln. Wenn dann allerdings der Vorhang aufgeht, dann wird es ganz plötzlich so still, dass man eine Stecknadel fallen lassen könnte. Sollte man aber nicht, weil sich daran in der Pause wieder ein Kind verletzen würde.

Dieses Jahr wird vom Stadttheater „Peterchens Mondfahrt“ aufgeführt. Das habe ich als Kind schon sehr geliebt, obwohl ich mich da immer ein bisschen gegruselt habe. Mittlerweile grusele ich mich dabei nicht mehr, ich weiß jetzt ja auch, wie es ausgeht, und was zwischendurch passiert. Dafür konnte ich die Zeit nutzen und die Liebe erkennen, die das Ensemble vom Theater darein gesteckt wurde. Wunderbare Kostüme, tolle Requisieten und Glitzerglitzerglitzer. Da funkelten Kinderaugen, und äh, meine auch. Und ich hätte auch gerne „Vorsicht! Der Mann im Mond!“ gerufen. Habe ich aber nicht. Haben aber auch die kleinen Kinder für mich übernommen. Was ein Glück.

Eins ist sicher: nach diesen knapp zwei Stunden war ich noch ein bisschen mehr in Weihnachtsstimmung als vorher.
Also alles ein bisschen wie im Märchen. Mit Glitzerstaub vom Sandmann.

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