Schniefende Nacht, röchelnde Nacht

Am Donnerstag abend sagte H. noch zu mir, dass sie das Gefühl bekäme, krank zu werden. So ein Gefühl auf den Bronchien irgendwie. Ich bedauerte sie noch, so kurz vor Weihnachten. Als Kind war ich immer Weihnachten krank, und so toll ist das ja nun wirklich nicht. Krank sein eh schon nicht, in der Weihnachtszeit erst recht nicht. Als Kind, weil man dann tolle Dinge verpasst. Und als Erwachsener, weil man ja noch so ungefähr hundert Dinge erledigen muss. Oder gibt es etwa wirklich Menschen, die schon eine Woche vor Weihnachten alles erledigt haben? Ich kenn die nicht.

Freitag morgen hatte ich das Gefühl, dass ich krank werde. So ein Gefühl auf den Bronchien irgendwie. Als würde sich mit jedem Atemzug dort ein wenig ekelhafter kranker Schleim ansammeln. Verdammt. Es ist Weihnachten, ich habe Urlaub und dann werde ich krank. Freitag war das alles noch harmlos, Samstag war dann schon schlimmer. Immerhin habe ich es noch geschafft, nachmittags in die Comic-Ausstellung ins Huelsmann-Haus zu gehen. Was sich, nebenbei erwähnt, nicht wirklich lohnt. Ich habe es auch noch geschafft, zu kochen. Denn das ist mein eigener Urlaubs-Deal: jeden Tag kochen und nicht einfach nur eine TK-Pizza in den Ofen werfen. Aber ich habe es nicht mehr geschafft, abends noch weg zu gehen. Einfach nur schlafen. Mit gefühlten 5000 Unterbrechungen zum Niesen und Nase putzen.

Nach zehn Stunden Schlaf, aber überhaupt nicht erholt und mit Augenringen bis zum Bauchnabel kam dann der Sonntag. Mit Fieber und Schüttelfrost. Am Abend sank das Fieber überraschend (steigt das abends nicht eigentlich?) und ich wollte voller Tatendrang den Tatort gucken. Nach ungefähr einer halben Stunde schlief ich ein. Aber ich habe mir sagen lassen, dass ich nicht viel verpasst habe.
Schlafen, schniefen, schlafen, Nase putzen. Woher kommt bloß dieser ganze Ekelschleim in meinem Kopf? Immerhin habe ich kein Fieber mehr und heute geht es mir auch schon wieder besser. Allerdings ist ein kurzer Bummel durch die Stadt auch schon wieder eine Anstrengung gewesen als hätte ich eine sportliche Höchstleistung hinter mir.

Jetzt werde ich mich aber wirklich pflegen. Denn morgen, da muss ich fit sein. Glaubt mir. Morgen ist wichtiger als Weihnachten. Oder so.

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Kategorien: me, myself & I | 4 Kommentare

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4 Gedanken zu „Schniefende Nacht, röchelnde Nacht

  1. froilleinmuh

    Ach mensch du Arme, ich wünsche dir schnellste Besserung damit du die Feiertage genießen kannst. Heißer Hollunder/Fliederbeersaft wirken bei mir Wunder 🙂

  2. Das mit dem Urlaubsdeal (jeden Tag was richtiges kochen) mache ich auch immer. Dummer Weise setze ich das dann nie in die Tat um. Da wird zwar schon ein paar mal gekocht, doch meist greife ich dann doch wieder auf TK Pizza und Dosenfutter zurück. Shame on me! 😦
    Ich wünsche Dir eine gute Besserung. Hoffentlich ist / wird es nicht so schlimm wie es sich anhört. Und das zu den Feiertagen.
    Allet wird jut, ick drücke Dir die Daumen.

  3. Gute und vor allem BALDIGE Besserung und ein paar schöne, entspannte Feiertage! 🙂

  4. @ Froillein Muh: Das sind dann immer so Dinge, die ich nie zuhause habe. Hollundersaft sollte ich vielleicht mal auf Vorrat kaufen 🙂

    @ Andi: Bei mir ist es ja auch nur ein Vorsatz 🙂 Ich glaube selbst nicht daran, dass ich das bis zum Ende durchziehe.

    @ Meg: Danke. Heute geht es schon wieder viel besser. Das ist auch gut so. Habe heute noch wichtige Dinge zu erledigen.

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