Graceland, Baby!

Eine Liebeserklärung an eine Band…

Hätte mein Leben einen Soundtrack – es wäre eine Menge „Kettcar“ dabei. Da wäre Ausgetrunken, Landungsbrücken raus, Am Tisch, Die Wahrheit ist, man hat uns nichts getan, Verraten und…naja, vielleicht sogar jedes Lied von Kettcar. Denn in jedem Lied finde ich mich und mindestens eine Zeile, bei der ich denke:“Genau! Genau so ist es wirklich richtig beschrieben.“ Nicht kompliziert, nicht verschnörkelt, aber klar und passend. Zeilen, auf die man wohl selbst gerne gekommen wäre. Es bleibt einem nur eins übrig: schamlos klauen und gerne zitieren.

Kettcar jedenfalls ist für mich die beste deutschsprachige Band. Und ihr letztes Album Sylt ist ganz oben in meinen persönlichen Jahrescharts gelandet. Am Erscheinungstag sofort gekauft und seitdem hat es den Player nur selten verlassen. Aber auch die ersten beiden CDs liegen immer griffbereit, denn ich bekomme einfach nicht genug von ihnen. Egal wie es mir geht, egal was ist: Kettcar geht immer.

Ich weiß auch gar nicht, wie oft ich sie schon live gesehen habe. Allein in 2008 war es gestern das dritte Mal. Leider im Ringlokschuppen, der zwar über eine wunderbare Akustik verfügt, aber der mit seiner Preispolitik einem die Tränen in die Augen treibt. So ein bisschen vergeht einem da schon der Spaß. Immerhin, ein bisschen Geld hatte ich noch übrig und erwarb so einen trendigen Stoffbeutel, mit dem ich demnächst immer meine Einkäufe nach Hause tragen kann (im Wechsel mit dem Beutel der Band „Logh“, den ich auch besitze).

Hach, Kettcar, ihr seid nicht coole Röhrenjeansträger oder sonstwie „hip“. Vermutlich wird es nie einen Starschnitt von euch geben. Aber das ist mir egal, denn es geht hier um Musik, und da findet man Witz, Leidenschaft und Intelligenz. Das ist so einmalig, da verzeiht man sogar, dass Markus Wiebusch sich bei Balu versingt. Nachhören kann man das übrigens auf deren Myspace-Seite in den Kommentaren. Ansonsten spielen sie aber ohne Fehl und Tadel. Neue Lieder, alte Lieder. Mitsinghits und Ruhiges. Wir danken der Academy, treffen Stockhausen & Bill Gates, fahren an den Landungsbrücken raus, brechen Deiche, sitzen am Tisch, bekommen ein Handyfeuerzeug gratis dazu und gucken zum Balkon gegenüber.

Stimmung war, ach, naja, ostwestfälisch halt nur. Verhalten brennen wir von innen. Aber wir brennen. Besonders wenn Reimer Bustorff uns sagt, dass er Bielefeld mehr mag als Berlin. Natürlich. Bielefelder wirken unfreundlich. Berliner sind es. Sagen Kettcar. Ich glaube ihnen. Ich glaube ihnen ja überhaupt alles. Jede Zeile. So muss das immer weiter gehen. Schon jetzt kann ich das nächste Album kaum erwarten und freue mich auf die kommenden Konzerte. Und eins glaube ich: wir werden nie enttäuscht werden.

Advertisements
Kategorien: our night out | Schlagwörter: , | 3 Kommentare

Beitragsnavigation

3 Gedanken zu „Graceland, Baby!

  1. Unterschreib‘ ich so!

  2. Genau SO isses!

    Und auch mir fällt kein Song ein, der sich das „Lieblings“ davor nicht verdient hätte 🙂

  3. Schön 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: