Growing Nerdism

oder: nerdism is sexy.

„Lieber Pizzabote, die Pizza einfach draußen auf die Fensterbank legen. Ich zahl mit Kreditkarte.“

Ein bisschen Angst habe ich ja schon, dass ich jetzt mit meinem Super-Notebook gar nicht mehr aufstehe. Wozu auch? Naja gut, für das ein oder andere muss ich das schon. Aber die Verlockung, an einem Sonntag jetzt einfach im Bett zu bleiben, weil ich ja gar nicht mehr aufstehen muss um mit der Außenwelt in Kontakt zu treten, die ist schon groß. Schätze ich. Ich werde es die nächsten Wochenenden auf jeden Fall testen.

Nach ungefähr einer Woche kann ich zumindest sagen: ich liebe meinen „Rocky“ und ich freue mich jeden Tag darüber, wenn er sobutz und in kurzer Zeit leise surrend hochfährt und ich dann einfach und ohne Bluthochdruck im Netz surfen kann, ohne, dass mir alles abschmiert oder stundenlang lädt. Es ist wunderbar. Das sanfte Klicken der Tastatur, das schöne Leuchten des Displays. Die Wärme des Akkus auf meinen Knien. Rocky und ich sind schon ganz dicke Freunde geworden.

Seit gestern läuft auch das Internet rund. Ich kenn mich ja nicht sooo sehr mit dem ganzen Krams aus, deswegen habe ich mir einen Profi ins Haus geschleppt, der mir dabei geholfen hat. Sprich: der alles gemacht hat, während ich nur dabei zuschaute. Aber ich selbst – und er auch – mussten feststellen, dass ich in den letzten Jahren dazu gelernt habe. Als er mir nämlich 2006 zum ersten Mal das Internet einrichtete (tatsächlich habe ich ungefähr 9 Monate ohne Internet ausgehalten. Das ist für mich jetzt unvorstellbar) wusste ich gerade mal, was ein Kabel ist. Es war mir absolut nicht klar, was für eine Funktion ein Router hat, was eine IP-Adresse ist und dass man eine Firewall auch mal deaktivieren darf. Ich hatte eine so schlechte technische Aura, dass ich glaube, dass manche Geräte einfach nur deswegen nicht funktionierten, weil ich mit ihnen in einem Raum war.

Kurz darauf begann ich mit meinem Blog und so nach und nach stieg ich ein bisschen mehr in die Materie ein. Vermutlich habe ich auch einfach lange genug bei Gesprächen von diesen merkwürdigen Blog-Nerds (Angesprochene fühlen sich vermutlich jetzt angesprochen *g*) zugehört und ihre technische Aura umgibt mich jetzt auch ein kleines bisschen. Und manche Dinge merke ich mir tatsächlich. Leider interessieren sie mich aber nur sehr wenig. Vielleicht, weil ich weiß, dass es immer Leute gibt, die irgendwelche Probleme für mich lösen können. Zum Beispiel habe ich jetzt schon häufiger – natürlich erst nachdem der EDV-Fachmann meine Wohnung verlassen hatte – eine „eingeschränkte Konnektivität“ und dann bricht die Verbindung ganz ab. Obwohl die Signalstärke des Routers weiterhin ausgezeichnet ist. Warum? Helft mir! Reicht es, wenn ich den eingestellten Kanal wechsele? Los, ihr Nerds, rettet mich. Oder ich muss weiterhin mit meinem 10-Meter-Patchkabel durch meine Wohnung ziehen. Patchkabel nenne ich übrigens weiterhin liebevoll „Klickkabel“, weil es so schön klickt, wenn man sie in die Buchse steckt. Das ist noch ein Relikt aus früherer Zeit. Schön. Ich werde nie ein Nerd.

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9 Gedanken zu „Growing Nerdism

  1. keine ahnung. kann dir leider nicht helfen, hab nen mac, den schaltet man einfach ein und es läuft.

  2. Du brauchst ein WLAN-Kabel, dann klappts auch mit der Konnektivität. 😉

  3. schneegespenst

    Das habe ich auch manchmal daheim. Ich starte einfach den Router neu und dann gehts wieder. Keine Ahnung woran das liegt. Im Büro das WLAN geht einwandfrei, da hatte ich noch nie Aussetzer. Seltsam ist das.

  4. Ich mache es wie das Schneegespenst… Router und Notebook neu starten und dann läuft wieder alles… :-)!

  5. Ich mache es auch wie Julia u. Schneegespenst. Unten in der Leiste ist ein Bildchen vom Router, da drücke ich drauf u. dann auf „Reparieren“ u. schon gehts weiter. 🙂

  6. @ Mischa: Den kann ich mir jetzt nicht auch noch anschaffen 🙂
    @ Maak: Damit hättest du mich nicht mal vor zwei Jahren gekriegt *g*

    @ Schneegespenst, Julia & Netty: Router aus ist etwas ungünstig, weil auch meine Schwester auf der Leitung surft. Frage mich aber, warum das vorher nie der Fall war. Und es ist wirklich oft, einmal die Stunde. Das nervt. Reparieren versuch ich mal.

  7. mellow girl

    stop! bevor du den router oder so ausmachst: bei mir hilft es ganz einfach, dass ich mir dann die „drahtlosen netzwerke in reichweite“ anzeigen lasse und normalerweise wählt er sich dann in dem moment wieder ein. das ganze passiert mir auch immer wieder, aber ich dachte es läge daran, dass der router halt unten bei dir steht und nicht hier in nächster nähe. bei mir war es allerdings auch noch nie so, dass dann alles zusammengebrochen ist. nachrichten oder texte kann ich auch schreiben, wenn keine konnektivität besteht, nur natürlich nicht verschicken.

  8. Sogar meine Pizza bestelle ich mir über’s Internet.

  9. Bei mir lag das daran, dass ich einen extra Filter zwischen Modem und Telefonbuchse klemmen musste. Frag mich nicht, was was der genau macht und wie man das Ding nennt, aber seit dem klappt es einwandfrei. (Abgesehen von den üblichen Schwankungen meines australischen Providers… )

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