International Office

Zwei Frauen, ein Büro. Ein internationales Büro. Ich bin Ostwestfälin, sie ist Türkin. Wir verstehen uns großartig. Außerdem sorgt sie immer für mein leibliches Wohl in Form von Schokolade, türkischem Kuchen und selbstgemachtem Börek. Aber ich würde sie auch sonst mögen, denn sie ist eigentlich immer fröhlich und lieb. Und vor allem mag sie immer alle Leute. Ich selbst mag erst mal die meisten Menschen NICHT und das ändert sich dann später. Vielleicht. Sie mag erst mal alle und ändert dann erst später ihre Meinung. Vielleicht. Im Prinzip ist sie also meine positive Quelle. Ich bin wirklich froh, dass ich mit ihr zusammenarbeite.

An der türkischen Sprache allerdings scheitere ich total. Ich kann „Tamam“, das heißt so viel wie „in Ordnung“, Merhaba und Anne. Das wusste ich aber vorher schon. Seit der Zeit mit meiner türkischen Kollegin weiß ich noch, dass das türkische Wort für Schwester „Abla“ ist. Aber ich schaffe es dafür nicht, ihren Nachnamen richtig auszusprechen. Ich spreche ihn Deutsch aus. Aber das machen alle und es stört sie zum Glück nicht.

Heute hab ich dann wieder was Neues gelernt. Und sie auch. Das kam daher, dass ich in meiner aufbrausenden Art jemanden als „Honk“ bezeichnete und sie nur fragte, ob wir Deutsche das Wort auch benutzen. Ja, äh, wer denn sonst noch? Die Türken. Honk. Und es hat sogar in beiden Sprachen die gleiche Bedeutung. Begeisterung machte sich bei uns breit. Schnell Google angeworfen und gesucht. Welche Sprache hatte das Wort wohl als erstes und hat es dann übernommen? Leider wurden wir nicht fündig, haben aber noch lustige Dinge gefunden. Was heißt HONK denn eigentlich? Am schönsten (und politisch unkorrektesten) fanden wir „Hauptschüler ohne nennenswerte Kenntnisse“.

Honk ist also das Wort, das uns beide noch ein bisschen näher bringt. Aber wen ich so bezeichnet habe…das behalte ich lieber für mich. Honks müssen das nicht immer erfahren. Ich werde noch weiter im Internet forsten, ob ich was über die Entstehung/Entwicklung des Wortes finde. Bis dahin. Hade ciao.

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Kategorien: me, myself & I | Schlagwörter: , , , | 11 Kommentare

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11 Gedanken zu „International Office

  1. Bei ‚Türkisch für Anfänger‘ muss ich immer wieder verstellen wie viele Wörter doch die türkische Sprache in Griechenland hinterlassen hat: Da ich HONK nicht kenne, muss es ein neueres Wort sein.;)
    Hade, ich geh jetzt einen Cay trinken

  2. Und ich dachte, alle Wörter hätten einen griechischen Wortstamm. Kimono zum Beispiel 🙂

  3. *lach*

    Ich für meinen Teil habe alle bisher am Arbeitsplatz von Kollegen gelernten Brocken (polnisch und rumänisch) sofort wieder vergessen. Scheint didaktisch nicht die beste Methode zu sein 😉

  4. Für den Fall, dass hier Türken mitlesen, habe ich behauptet, die türkische Sprache hätte Einfluss auf die griechische Sprache gehabt. In Wirklichkeit wissen wir doch ALLE, dass die Türken bei UNS geklaut haben. Ebenso wie die Japaner.

    „Kimono comes from the Greek word chimona, which means winter. So, what do you wear in the wintertime to stay warm? A robe. You see: robe, kimono. There you go! „

  5. Na dann pass mal auf. Gaaaaanz wichtig (zumindest in Berlin) ist „Ütsch Döner“ bei der Bestellung eines Döners zu sagen. Das gibt Sympathiepunkte (und damit ein wenig mehr an Fleisch im Brot). 🙂

  6. Honk, das Wort habe ich ja schon Urzeiten nicht mehr gehört 🙂 Und das hat in beiden Sprachen die gleiche Bedeutung… Wunderbar!!! 🙂
    Wie sieht es aus mit Zonk? Kennt sie das auch? 🙂

  7. ups, das war natürlich ich eben 🙂

  8. Ohhhh, wenn man Soester ist, wächst man mit diesem Wort auf.
    Wobei ich – zum Glück – ein RONK bin 🙂

  9. Ütsch? Ronk? Ihr sprecht in fremden Zungen… 🙂

  10. *lol* Ich mag auch erstmal alle Leute nicht. Bis sie mich vom Gegenteil überzeugen. :mrgreen:

    Ich kann dir mit ein paar Bröckchen Türkisch weiterhelfen. Relikte aus meiner Zeit in einer mulitkulturellen Kinderarztpraxis. Ich schreibe das mal so auf, wie man es ausspricht. Sonst könntest du nix damit anfangen und ich könnte es nicht aufschreiben. 😎

    „Atesch fetil“ = Fieberzäpfchen
    „Özgüllük“ = Husten

    Den Rest hab ich vergessen. 😳

  11. Hm.. bisher kannte ich die Bezeichnung nur aus meiner Zeit bei dem Augustdorfer imDreckwühlVerein. Als Artillerist hat man sich (zumindest damals) selber und auch alle anderen so genannt – und das keinesfalls mit negativem, sondern eher netten Anstrich. Aber ok, ein paar Hauptschüler mögen auch dabei gewesen sein 😉

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