Kopenhagen: Nørrebro

Während unseres Aufenthalts in Kopenhagen haben wir im Stadtteil Nørrebro gewohnt und da es mir dort ziemlich gut gefallen hat, möchte ich euch diesen Ort auch noch vorstellen.

Nørrebro liegt etwas nordwestlich vom Zentrum, ist aber durchaus noch fußläufig erreichbar. Wenn man schon Plattfüße hat, kann man natürlich auch einfach einen Bus nehmen, oder man leiht sich ein Fahrrad aus – das kann ich sowieso nur jedem empfehlen – und dann ist es wirklich nur ein Katzensprung. Wir waren meistens zu Fuß unterwegs und haben dann die Abkürzung über den Assistens Kirkegård, den Assistenzfriendhof, genommen. Friedhöfe stehen bei mir hoch im Kurs und auf dem hätte ich auch nichts dagegen, beerdigt zu werden. Wer sich dafür interessiert kann dort die Gräber von Hans Christian Andersen, der Familie Bohr und von Søren Kirkegaard finden, alle anderen können den Friedhof zum flanieren oder Pause machen nutzen.

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Nørrebro ist ein sehr gemischtes Viertel. Ein bisschen erinnerte es mich an die Dortmunder Nordstadt, nur kleiner. Es ist eine Mischung aus Einwanderern, Studenten, im ganzen eher links und alternativ mit vielen kleinen Cafes, Imbissen und Geschäften. Wir haben dort sehr gut gefrühstückt, libanesisch gegessen und Bier getrunken und sind ansonsten noch an sehr vielen Läden vorbei gekommen, die zumindest von außen vielversprechend aussahen. Die Gentrifizierung macht auch vor diesem Viertel keinen Halt, von daher gab es ein großes Angebot von Fair Trade Kaffee und Craft Beer, aber das ist ja auch in Ordnung so. Was mich sehr entzückte ist die große Anzahl an arabischen Imbissen – damit bekommt man mich immer rum.

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Eine Besonderheit von Nørrebro möchte ich euch noch zeigen, nämlich Superkilen. Das ist ein noch recht frisch angelegter Park, der mich sehr begeistert hat. Er liegt zwischen der Nørrebrogade und dem Tagensvej, ist lang und schmal und in drei Bereiche unterteilt. An der Nørrebrogade startet man mit dem roten Bereich. Eine Art gescheckte Tartanbahn ist hier der Bodenbelag und es warten eine Menge Sport- und Spielgeräte und ein paar kleinere Skate-Rampen auf einen. Außerdem sind hier auch die Nørrebrohallen, ein Ort für Sport, aber auch (sofern mein dänisch mich da nicht im Stich lässt) Kulturveranstaltungen und Konferenzen.

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Weiter geht es mit dem Bereich Schwarz – dunkler Asphalt, der von weißen Streifen unterbrochen wird. Außerdem gibt es dort Bänke, Brunnen mit marrokanischen Mosaiken und Tische zum Schachspielen. Für mich der coolste Teil. Alleine durch die Streifenoptik wirkt der ganze Platz irgendwie surreal, und ich hätte dort stundenlang bleiben und auf den Boden gucken können.

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Das Bild ist vom Ende des schwarzen Bereichs, dort geht es einen Hügel hinauf und dann geht es quasi nahtlos in den dritten und längsten Bereich – grün – über. Der grüne Bodenbelag besteht ganz simpel aus Rasen. Dort gibt es verschiedene Pavillons, Schaukeln und einen Basketballplatz.

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Superkilen ist geplant als Ort für Gemeinschaft und Aktivität. Zu der Zeit als wir da waren, war es eher leer dort, das Wetter war aber auch nicht supergut. Ich habe Bilder von Sommertagen gesehen, da scheint es dann sehr viel voller zu sein. Ein paar Informationen und weitere Bilder, auch tolle Luftbilder, könnt ihr übrigens hier anschauen, wenn ihr mögt.

Nørrebro ist bunt, vielfältig und lebendig. Aber es ist durchaus auch als sozialer Brennpunkt und für Kriminalität und Gewalt bekannt. In der Zeit, in der wir dort waren, habe ich mich allerdings nie unsicher gefühlt. Wer ein bisschen Zeit in Kopenhagen hat und sich auch dafür interessiert, wie so eine Stadt außerhalb der Touristenattraktionen aussieht, dem kann ich einen Besuch dort sehr empfehlen. Sollte ich noch mal nach Kopenhagen fahren, dann werde ich auf jeden Fall noch mal Superkilen besuchen und schauen, ob es sich verändert hat. Die Schönheit in Dingen sehen, die nicht klassisch schön sind, das ist überall möglich. Auch in Kopenhagen.

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Wandertag: Elfringhauser Schweiz

Am Tag nach der Tour über die zwei Etappen des Neanderlandsteigs war das Wetter so schön, dass die Füße direkt viel weniger weh taten. Viel zu schade wäre es gewesen, den Tag irgendwo zu vergeuden. Und so beschlossen wir, in die Elfringhauser Schweiz zu fahren um dort noch einmal die Wanderschuhe zu schnüren. Vorab hatten wir uns einen Rundwanderweg am Felderbachtal herausgesucht, es konnte also losgehen.

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Ok, wir haben es nicht ganz geschafft, dem vorgegebenen Weg zu folgen, da man auf mehrere Wegzeichen achten musste und gelegentlich eine genauere Meterangabe auch hilfreich gewesen wäre. Wir haben uns ver- und sind noch eine schöne Extraschleife gelaufen. Aber der Tag war schön, die Landschaft wunderschön und die Füße…nun ja. Die Füße hätten sich vermutlich schon gefreut, wenn sie nicht noch einen Umweg hätten laufen müsen, aber die wurden halt nicht gefragt. An einigen Stellen fanden wir übrigens auch das Zeichen des Neanderlandsteigs wieder – auch durch diese schöne Gegend führen also Etappen dieses Weges.

Die Elfringhauser Schweiz liegt ungefähr zwischen Wuppertal, Velbert, Hattingen und Sprockhövel und ist somit nur eine etwa vierzigminütige Autofahrt von Dortmund entfernt. Das ist für einen Ausflug ja nun wirklich nur ein Katzensprung. Wie der Name schon sagt, ist die Landschaft dort schon ziemlich bergig, sonst würde es ja Elfringhauser Niederlande heißen. Einige Steigungen muss man da natürlich bewältigen, aber das war alles machbar für uns. Meist hat man die Möglichkeit, einen etwas längeren und dafür aber nicht allzu steilen Weg zu wählen. Und immerhin wird man oben auch mit einem tollen Ausblick belohnt.

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An einigen Stellen konnte man über das halbe Ruhrgebiet schauen und nach kurzer Orientierung sogar einige Landmarken erahnen. On Top Of The World.

Ein Blick auf die Natur lohnt sich dort aber auch, wenn man es noch nicht ganz nach oben geschafft hat, sondern noch am Fuß eines der Berge steht oder gerade auf dem Weg nach oben ist. Bäche, Waldstücke, Wiesen…so viele verschiedene schöne Grüntöne. Diese Harmonie der Natur, immer wieder aufs Neue gut. Solche Momente wertschätzen zu können wird einfach immer wertvoller. Und selbst wenn einem nach so einem Wochenende die Füße schmerzen – auch weil ich feststellen musste, dass sich das Innenfutter meiner Wanderschuhe gelöst hat und ich da wohl mal wieder investieren muss – und es ein wenig in den Waden zieht, so kann ich es nur jedem empfehlen. Gerade, wenn man sich irgendwie gestresst fühlt: einfach mal raus, sich auf die Natur und sich selbst konzentrieren und die Umgebung in diesem doch recht gemächlichen Tempo erfahren, tut dann richtig gut. Und das Internet ist voll mit Empfehlungen für Wanderstrecken jeder Art. Ob Einsteiger oder Fortgeschritten, Etappen oder Rundweg, bergig oder flach: für jeden ist was dabei. Und dafür muss man nicht mal ewig weit fahren, viele schöne Strecken liegen oft einfach fast direkt vor der Haustür.

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Was wandern mit mir macht? Es erdet ein bisschen. Ich verliere das Gefühl für Zeit und Entfernung, konzentriere mich auf den Untergrund und die nächsten Schritte, höre Vogelgezwitscher und Tiergeraschel im Gebüsch. Es entschleunigt, es ist angenehm reizarm, obwohl man so viel entdeckt. Natürlich haben wir in unserer vier (bzw. am Vortag fünf-)köpfigen Wandergruppe die Zeit auch für Gespräche genutzt, und auch das ist so wertvoll. Denn wann sonst nimmt man sich schon vier oder sogar mehr Stunden am Stück Zeit für Gespräche? Noch besser ist es dann natürlich, wenn man zwischendurch mal kurz innehalten und vielleicht mal den Blick schweifen lassen kann. Ich hätte es ja früher selbst nicht geglaubt, das erwähnte ich hier ja auch schon häufiger.

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Die Elfringhauser Schweiz stand schon länger auf meinem Zettel, jetzt muss ich mal weiterschauen, wo es dann demnächst hingehen kann. Da gibt es noch einige Wege, alleine in Nordrhein-Westfalen, die mich reizen  und die ich gerne mal erkunden möchte. Aber zuerst brauche ich neue Wanderschuhe, dann geht es weiter. Bergauf, bergab, durch Feld und Wald.

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Kopenhagen: Kulinaria

Typisches dänisches Essen? Rote Grütze, Smørrebrød, Hot Dogs, Softeis und Lakritz! Oder fällt euch noch was anderes ein? Mir noch Kopenhagener Kranzkuchen, den ich als Kind immer im Urlaub in Dänemark gegessen habe und den meine Mutter immer Bumerangkuchen genannt hat, weil ein halber davon (die Portionsgröße wurde gekauft), eben so aussah. Ich musste erst erwachsen werden, so etwa 20 Jahre, bis ich erkannte, dass er nicht so heißt.

Der Reiseführer behauptet übrigens, dass das „Nationalgericht“ von Dänemark ein Schweinebraten mit Schwarte ist, der mit Rotkohl, Kartoffeln und brauner Sauce serviert wird. So weit weg von der deutschen Küche ist das ja nicht, aber ich steh da nicht so drauf. Glücklicherweise kann man sich ja sein Essen überall selbst bestellen und nirgends stand dieses Gericht überhaupt zur Auswahl. Stattdessen: Smørrebrød für mich! Ich liebe Schnittchen, vor allem wenn Sie so aussehen!

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(einmal mit Tomate und Grünzeug und einmal mit Kartoffelscheiben, hausgemachter Mayonaise und Röstzwiebeln). Wichtigste Regel beim Smørrebrød (wird etwa wie Smöhbröh ausgeprochen): man darf das Brot nicht sehen. Zugegeben, es ist nicht immer einfach und würdevoll zu essen und man bräuchte wohl eigentlich ein Steakmesser oder eine japanische Klinge oder so um es wirklich gut in mundgerechte Stücke zu schneiden. Aber nun ja, mich kennt ja in Kopenhagen keiner. Ich hoffe, es macht noch kein YouTube-Video die Runde, wo ich versuche, so ein üppig belegtes Brot zu essen. Das Tomatenbrot habe ich übrigens im Café Auto in Nørrebro gegessen, sehr empfehlenswert. Brot und Café.

Üppig war übrigens auch das Softeis, was ich mir gekauft habe, ohne vorher mal nachzufragen, was mit „klein – mittel – groß“ genau gemeint ist. Ich hatte so Ikea-Größen vermutet, lag damit aber sehr weit daneben. Sehr weit. Das mittelgroße Eis war etwas so groß wie ich…wie gut, dass ich nicht allzu übermütig ein großes bestellt hatte…

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Softeis – das habe ich mal in einer Kindersendung gelernt – hat übrigens weniger Zucker als normales Eis, schmeckt aber süßer, weil es nicht so kalt ist. Das ist auch ziemlich gut, weil es da draußen schon kalt genug war, mein Gesichtsausdruck zeigt dort eine Mischung aus völlig eingefroren und vorfreudige Verzückung. Gekauft habe ich das Eis übrigens in Nyhavn, zwischen all den Touristennepp-Gastronomien, in der Vaffelbageren. Dort wäre ich sonst niemals reingegangen, weil ich davon ausgegangen wäre, dort nur über den Tisch gezogen zu werden. Aber der Reiseführer hat es ausdrücklich empfohlen und er hat nicht übertrieben. Die Eiswaffeln dort werden selbst gemacht und das Eis selbst war ein Traum. Mit Schokostreuseln. Diesen Geschmack werde ich hoffentlich nie vergessen.

Nach diesem Softeis brauchte ich übrigens kein Abendessen (Aftensmad), aber natürlich habe ich noch ein paar weitere Dinge gegessen. Hot Dogs zum Beispiel, ganz klassisch mit den roten dänischen Pølser. Die Hot Dogs gibt es an jeder Ecke, überall stehen Wagen oder kleine Buden herum, aus denen sie verkauft werden. Man muss übrigens aufpassen, denn wenn es zu windig ist, dann werden einem die Gurkenscheiben vom Hot Dog geweht. (Ich weine immer noch ein bisschen wegen dieses Verlusts.)

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Hot Dogs allein machen aber nicht dauerhaft satt, zum Glück kann man in Kopenhagen aber auch wirklich aus dem Vollen schöpfen. Alles andere hätte mich aber auch sehr überrascht. Auch wenn die Stadt nicht riesig ist, so ist es ja immerhin eine Großstadt und zudem noch die Hauptstadt. Eigentlich kann man dort also wirklich alles essen finden, was man sich dort vorstellen kann. Ich möchte euch aber noch zwei Plätze zeigen, die mir besonders gut gefallen haben.

Zum einen die Kopenhagener Markthallen, Torvehallerne, ganz zentral in der Innenstadt.

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Ich bin ein Fan von Markthallen und diese haben mir besonders gefallen. Es sind zwei Hallen und man kann dort Lebensmittel und auch fertige Gerichte kaufen und direkt dort essen. Es gibt kleine Stände mit Süßigkeiten, lokalen Spezialitäten, Kuchen, Alkohol, Salatbars, Bäckereien usw. Also kann man sich dort sattessen und zudem noch ein paar Souvenirs und Erinnerungen einkaufen.

Und dann ist da zum Anderen noch Copenhagen Streetfood, wo man sich quasi einmal um den Erdball essen kann. Es ist eine riesige Halle mit unglaublich vielen Essenständen und Foodtrucks. Von Falafel zu Sushi, Burger, Pizza, koreanisches Essen und Kuchen gibt es wirklich alles, und alles auch zu bezahlbaren Preisen, für dänische Verhältnisse vermutlich sogar günstig. Ich habe das Kartoffelsmørrebrød vom Bild oben dort gegessen, sehr, sehr sehr gut.

sdr

Und dann kann man dort auch einfach ziemlich gut sitzen, einzwei Biere trinken und das Treiben um einen herum beobachten. Ich hab mich dort unglaublich wohl gefühlt. Es war ein lebendiger Platz voller Leute, aber ohne allzu überfüllt zu sein. Man kann dort sogar Plätze reservieren, das war an dem Abend aber nicht notwendig. Im Sommer ist es dort sicherlich sehr viel voller, dafür könnte man dann aber auch sehr gut draußen direkt am Wasser sitzen.

So viel steht fest: in Kopenhagen braucht man nicht zu verhungern, da hatte ich mir allerdings auch vorher schon keine Sorgen gemacht. Das gastronomische Angebot ist vergleichbar mit so ziemlich jeder Großstadt, da kann man soweit aus dem Vollen schöpfen. Bier trinken kann man dort übrigens auch ziemlich gut, da sollte man aber dann doch ausreichend Kleingeld dabei haben. Aber ob teures Bier oder günstiger Snack: danach geht es immer gut gestärkt weiter zum Sightseeing. Next stop: Nørrebro!

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our night out: The Wave Pictures (03.05.2017, Subrosa Dortmund)

Gelegentlich stehe ich bei Konzerten und frage mich, wie sich die gerade dort auf der Bühne stehende Band sich kennen gelernt und zueinander gefunden hat. Bei The Wave Pictures habe ich keine Ahnung, wie es abgelaufen ist, ich habe aber eine Theorie dazu. Eigentlich bin ich mir sogar ganz sicher, wie es war: sie waren gemeinsam im Schulchor und sind dort aber wegen Störens rausgeflogen. Als sie deswegen nachsitzen mussten, haben sie beschlossen, dass es eh viel cooler wäre, wenn sie eine Band hätten.

The Wave Pictures sind David Tattersall, Franic Rozycki und Johnny Helm, sie spielen seit Ende der 90er zusammen, und 2006 – als alle ihr Studium abgeschlossen hatten – ging es dann richtig los und sie veröffentlichten ihr erstes Album (Sophie) bei einem Plattenlabel. Seitdem gibt es gefühlt jedes Jahr etwas neues von ihnen und sie touren sich außerdem durch kleine Clubs. Warum sie nicht bekannt sind? Weil das Musikbusiness ungerecht ist, vermutlich. Oder damit ich mal wieder die Chance habe, ein wirklich kleines Konzert zu erleben.

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Das Subrosa ist hauptsächlich eine Kneipe, und zwar eine supergute. In Dortmund gehört es zu meinen Top3-Kneipen. Es ist gemütlich dort, überall steht Krams rum, sogar an der Decke kann man Deko finden. Es passt nicht alles zusammen, es ist nicht abgestimmt, es gibt kein Konzept. Aber gerade das macht es halt so schön dort. Ich fühle mich einfach sehr wohl dort. Und da es dort auch eine kleine Bühne gibt, finden dort auch gelegentlich Konzerte statt. Und wie schön das ist. Natürlich sind dort sehr viel weniger Menschen als in einer riesigen Halle und meine Erfahrung zeigt, dass zu solchen, kleineren Konzerten auch viel mehr Menschen gehen, die sich wirklich für die Musik interessieren. In Fußballstadien habe ich diese Erfahrung ja auch schon gemacht: je erfolgreicher die Band/Mannschaft, desto größer die Location und desto mehr Schönwetterfans sind um einen herum. Und im Grunde gönne ich ja jedem den Erfolg, aber es ist halt nicht immer einfach. Für mich. Da bin ich gerne egoistisch.

The Wave Pictures habe ich zuvor schon zweimal gesehen, zuerst 2013 in Düsseldorf und dann 2015 in Dortmund. Jetzt also wieder in Dortmund, und leider war die Band wieder nur noch zu dritt unterwegs. Möglicherweise hätten sie zu viert aber auch gar nicht auf die Bühne gepasst. Ansonsten aber wie immer: gute Musik mit Texten, über die man manchmal grinsen muss, obwohl (oder gerade weil) sie einem die schonungslose Wahrheit des Alltags berichten. Auch wie immer: so nette und charmante Musiker. Ehrlich, die drei Musiker wirken so nett – und das ist durchaus als Kompliment von mir gemeint, ich mag ja nette Menschen. Zwischendurch erzählen sie ein paar kurze Geschichten, trinken ein bisschen Schnaps und bedanken sich am Ende, dass wir so ein tolles Publikum waren (und das waren wir, von so einzwei obligatorischen Ausnahmen abgesehen).

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Als zwischendurch Drummer Johnny das Mikrofon übernimmt und singt, rekrutiert die Band kurzerhand einen Besucher aus dem Publikum. Kurz gefragt, ob jemand Schlagzeug spielen kann und dann ging es für denjenigen auch schon direkt auf die Bühne. Das ist sicherlich auch eine schöne Erinnerung, falls mal jemand eine Triangelunterstützung oder ne Partyblockflöte sucht wird auch meine Stunde kommen.

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