monthly music (April 2016)

Besuchte Konzerte
Popsalon im Osnabrück. Ich möchte da noch mal besonders das Jungle By Night-Konzert hervorheben.

Vorfreude – gekaufte Konzertkarten
leider nichts…und es steht auch erstmal nichts an. Panik!

Neue Tonträger braucht das Land
Jetzt endlich: James mit „Girl At The End Of The World“. Und dann war ich noch im Plattenladen meines Vertrauens und habe mir ein altes Album von der großartigen (und eher unbekannten) Band Carter USM gekauft. Das war mehr so ein Haben-Wollen.

Heavy Rotation
Ein bisschen schwierig festzulegen, ich musste nämlich feststellen, dass mein Last.fm Account nicht mehr die Lieder anzeigt, die ich über den Media Player gespielt habe. Irgendwas klappte mit dem scrobbeln (welch schönes Wort) nicht, obwohl in den Optionen alles aktiviert war. Ich probierte eine Weile herum und schmiss letztlich alles runter und installierte die Anwendungen neu. Jetzt funktioniert es, aber ich weiß natürlich nicht mehr, was ich da in der Zwischenzeit „verpasst“ habe. Der Einfachheithalber behaupte ich mal, dass ich Oasis am häufigsten gehört habe.

Newcomer
Man & The Echo aus Liverpool. Diese Entdeckungsgeschichte könnte aus den 90ern sein, ich habe von dieser Band nämlich zunächst ein Musikvideo (!) gesehen und zwar im Fernsehen (!!!). Es war ein Samstag Abend, ich zappte mich so durch und beim Sender „Joiz“ (von dem ich bis zum Umzug noch nicht mal was gehört hatte) laufen halt tatsächlich gelegentlich Musikvideos.

Glückstreffer:

Ehrlich mal. Als ich ein bisschen später noch mal dort landete, lief gerade ein Lied von Kim Kardashian. Ich hatte da also ein wirklich gutes Timing, hörte bei Spotify noch mal und ein bisschen weiter rein und war durchweg begeistert. Leider habe ich außer der Möglichkeit, zwei Singles (immerhin auf Vinyl) zu kaufen, nichts weiter von ihnen gefunden. Tourtermine außerhalb Großbritanniens auch nicht. Muss ich wohl warten und hoffen.

Und sonst so?
Es war Record Store Day, ein sehr hoher Feiertag in meiner Welt. Den verbrachte ich auswärts, denn es war auch das Popsalon-Wochenende. Aber auch Osnabrück bietet Musikliebhabern einen wunderbaren Plattenladen, in dem man stöbern kann.
image

Fündig bin ich aber nicht geworden, sehr schade. Trotzdem: das Land braucht mehr gute Plattenläden, is so.

Dann hören wir mal, was der Mai so bringt.

Kategorien: monthly music | Hinterlasse einen Kommentar

Sveiki Riga

Wenn ich eins von meiner Oma väterlichseits geerbt habe, dann wohl die Reiselust. Als ich noch Kind war, war sie gefühlt immer im Urlaub –  bestimmt  mindestens vier Mal im Jahr. Mittlerweile schafft sie das gesundheitlich nicht mehr so, es fehlen ihr vermutlich auch die passenden Begleiter für längere Reisen, aber sie ist immer noch regelmäßig unterwegs und macht zum Beispiel organisierte Tagesausflüge an die Nordsee oder nach Holland. In Europa hat sie schon wirklich viele Flecken bereist und fast immer wenn ich ihr von Reiseplänen erzähle, kennt sie den Ort und gibt mir noch Tipps mit auf den Weg.

Riga hat meine Oma zwar in ihrem Leben nicht besucht, aber in mir reifte schon etwa zwei Jahre lang die Idee, die lettische Hauptstadt zu bereisen. Spätestens als ich 2014 Besuch von einer lettischen Kollegin aus Riga bekam, die mich ungefähr eine Woche begleitete. Der Kontakt blieb und der Wunsch, mal Riga und sie zu besuchen, wuchs. Es wird hier einem leicht gemacht, denn man kann von Dortmund aus direkt nach Riga fliegen, der Flug dauert ungefähr zwei Stunden. Also los: Zeitraum auswählen, Flug und Hotel buchen, Reiseführer wälzen, Vorfreuen. Ich hatte  Glück, denn zum einen liehen uns Freunde, die schon einen Lettland-Urlaub hinter sich haben, Reise- und auch einen Sprachführer und zum anderen schaffte ich vor der Reise noch ein Treffen mit Fee, die im vergangenen Herbst in Riga war, und konnte ihr noch ein paar Insidertipps aus den Rippen leiern.

IMG_4045

Vier Tage Riga. Ich habe viel gelernt – die Sprache gehört allerdings nicht dazu. Da bin ich schön gescheitert, zum Glück sprechen in Riga fast alle Menschen auch Englisch. Es gab nur eine Situation, wo ich wirklich nicht weiterkam, aber auch ein entschuldigendes Achselzucken ist ja irgendwo eine Art Kommunikation. Ansonsten habe ich viel „mitgenommen“, Reisen bildet ja schließlich. Ich weiß nun einiges mehr über die lettische Geschichte und die Einwohner von Lettland. Ich habe aus unterschiedlichen Perspektiven auf Riga geschaut und gesehen, wie unglaublich facettenreich die Stadt ist; eine spannende Mischung aus alt und neu, traditionell und modern. Es gab lettisches Essen, ein paar Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln und einen Ausflug zum Freilichtmuseum (und damit in quasi eine ganz andere Welt). Besuche auf dem Markt und Pausen am Flussufer oder im Park.

In den nächsten Wochen zeige ich euch ein bisschen was von Riga und meinen Eindrücken dort. Fest steht schon jetzt: ich kann jedem eine Reise dorthin wärmstens empfehlen. Und ich werde wohl wieder kommen müssen, ein paar Dinge habe ich nicht geschafft. Sveiki Riga!

Kategorien: Travellers Tune | Schlagwörter: , , | 2 Kommentare

Festivalsommer 2016: Popsalon Osnabrück

Der Festivalsommer fing dieses Jahr ziemlich früh an, nämlich mit dem Popsalon in Osnabrück. Ein Clubfestival, ein bisschen vergleichbar mit dem Dortmunder Way Back When-Festival. Drei Tage – von denen meine Begleiter und ich allerdings nur zwei dabei waren. Drei Locations, nämlich die Kleine Freiheit, die Lagerhalle und das Haus der Jugend. In allen drei Läden habe ich übrigens schon früher Mal Konzerte gesehen. Von Bielefeld ist es ja auch nicht so weit nach Osnabrück, da ging es dann schon mal rüber nach Niedersachsen.

Was ein Glück, wenn man ein Festival in Osnabrück direkt mit Besuch von Freunden in Osnabrück verbinden kann. Noch besser: die Übernachtungsmöglichkeit ist auch gleich gegeben. Gästebett ist das dann doch komfortabler als Zelt – nein, der Popsalon hat kein Campinggelände.
image

So ging es am Freitag über die A1 Richtung Norden. Der Festivalsommer startet früh dieses Jahr und irgendwie ging alles so schnell. Ich hatte also in genau überhaupt keine Band vorher reingehört und konnte mich auch sowieso nur dunkel an eine Band (nämlich Gloria) erinnern, die dort spielen sollte. Glücklicherweise wusste ich, dass ich bei dieser Festivalbegleitung einfach nur mitlaufen muss und machte mir keine großen Sorgen.
image
Gesehen und gehört: Gloria, Motorama, zweieinhalb Takte Tüsn, Kelvin Jones, mit halbem Ohr Neufundland und zu guter Letzt Jungle By Night. Man hätte sicherlich mehr schaffen können, aber ich bin ja schon immer gerne ein bequemer Festivalgänger gewesen. Keine unnötigen Ortswechsel und zwischendurch immer ausreichend Zeit für Bier, Essen und Gespräche. Und wie bei jedem guten Festival wurde sogar am frühen Abend für uns der Grill angefeuert. Noch ein Vorteil, wenn man Festival und Freunde besuchen kombiniert. So muss das sein!
image

Persönliche Festivalhighlights? Musikalisch auf jeden Fall Kelvin Jones, Motorama und Jungle By Night. Letztere eine neunköpfige Band aus Amsterdam, alles junge Männer – und nur instrumental. Ich kann nicht einschätzen, wie es ist, ein Album von ihnen zu hören, aber live ist das Konzert eine Sensation gewesen. Kurz davor und noch während der ersten Minuten war ich so müde, dass ich glaubte, im Stehen einzuschlafen. Aber plötzlich war die Musik ein wahrer Energielieferant. Ich lass mich doch nicht von so nem össeligen Körper einschränken! Die Musik? Bunt gemischt und doch immer passend. Mal dachte ich an eine türkische Hochzeit, mal an Manchester Rave, dann wieder an Jazz. Und es hat mich einfach richtig gepackt. Für solche Bands ist Musikleidenschaft erfunden worden.
image

Ein mehr als guter Start in die Festivalsaison! Entspanntes Wochenende, gute Leute und super Musik mit einigen Neuentdeckungen. Meinetwegen kann es so weitergehen!

Kategorien: our night out | Schlagwörter: , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Frühlingsglück

Jedes Jahr das Gleiche: mein Liebesliedlobgesang auf den Frühling. Ich liebe den Frühling. Sommer und Herbst auch. Winter nicht. Der Frühling ist halt besonders schön, weil ich so sonnen- und wärmehungrig aus dem Winter komme. Die ersten Frühlingsboten werden so sehnsüchtig erwartet wie kaum etwas anderes im Jahr.

Und jetzt ist es soweit, endlich Frühling. Ich zelebriere diese Wochen im Jahr. Die Winterjacke verschwindet im Schrank, die gefütterten Stiefel sind ebenfalls außer Sichtweite. Die Balkonmöbel wurden hervorgeholt und die Blumenkästen werden nach und nach immer grüner. Jede neue Magnolien- und Kirschblüte wird begrüßt, jeder Schmetterling euphorisch gefeiert und ihr solltet mich mal sehen, wenn ein Rotkehlchen auf dem Balkongeländer landet. EKSTASE!

image

Dieses Jahr ist es ein bisschen besonders, denn ich kann den Frühling von der neuen Wohnung aus beobachten. Wir sind ja im Spätherbst eingezogen, haben jetzt also den ersten Winter überstanden und jetzt schau ich mir den Frühling an. Die Sonne wärmt die Wohnung, die Heizung ist nur noch selten an. Der Frühlingshimmel vom Sofa aus, das Vogelgezwitscher morgens beim Aufstehen. Durch die Sonne zufuß nach Hause gehen.

image

Neulich habe ich eine Hummel gefüttert. Sie lag fast reglos auf dem Bürgersteig vorm Haus, als ich vom Bäcker kam. Hummeln finde ich super, ich nahm sie mit auf den Balkon und gab ihr etwas Zuckerwasser.

image

Wenn ich jetzt eine Hummel sehe, dann denke ich immer, dass es „meine“ Hummel ist und dass es ihr gut geht.

Die ersten Tulpen und Ranunkeln in der Vase, das erste Eis auffe Faust. Abends ist es länger hell. Die Sonne wärmt schon richtig und ich war schon froh, dass meine Tagescreme einen Lichtschutzfaktor hat. Sonne fangen. Statt schnell durch Kälte und Nässe zu huschen, wird der Gang zur Bahn oder nach Hause jetzt entspannter und gemütlicher. Draußen sein ist wieder angenehm.

Frühlingsglück.

Kategorien: I hope, I think, I know | 2 Kommentare

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com. Das Adventure Journal-Theme.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 60 Followern an