monthly music (Mai 2016)

Besuchte Konzerte
Buster Shuffle, umsonst und draußen beim Westparkfest Anfang Mai.
Und dann noch Blomqist, eine Dortmunder Band, am Fronleichnam-Wochenende im Salon Fink in der Nordstadt. Etwa 25 Zuschauer, aber ein wirklich schönes Konzert in dieser auch wirklich schönen Bar.

Vorfreude – gekaufte Konzertkarten
Immer noch nichts! Es ist soweit, dass ich die Internetseiten der umliegenden Konzertlocations durchforste, in der Hoffnung, was zu finden. Bisher erfolglos.

Neue Tonträger braucht das Land

image

Travis, eine Band, die mich schon seit Jahren begleitet. Schönes neues Album, typisch Travis. Und dann ist noch ein Newcomer dabei: Paper Tigers. Dazu dann noch mehr in der Newcomer-Kategorie.

Heavy Rotation

Da hilft mir mein guter alter last.fm-Account weiter: die meistgespielte Band im Mai war Paper Tigers , das meistgespielte Lied ist dazu passend All Inside My Mind.

Newcomer

Paper Tigers aus Kopenhagen. Es ist mir fast unangenehm zuzugeben, aber ich habe sie schon wieder beim Zappen entdeckt. Gleicher Sender wie im letzten Monat, andere Show. Es lief ein Live-Auftritt der Band – und ich war angefixt. So soll das sein. Tourtermine natürlich Fehlanzeige (sie haben eine Woche zuvor in Köln gespielt, wie ärgerlich).

Und sonst so?

Ich habe Panikherz von Benjamin von Stuckrad-Barre gelesen und war plötzlich so voller Erinnerungen an diese Zeit, als ich Soloalbum von ihm gelesen habe. Ich glaube, ich habe kaum ein Buch häufiger gelesen, bestimmt fünf Mal. Ich wünsche zwar irgendwie, dass er Panikherz gar nicht hätte schreiben müssen, aber gleichzeitig konnte ich auch einige Male nur nicken und irgendwie verstehen. Menschen dieser Welt, kauft dieses Buch und kauft wieder mehr Musik und liebt dieses Zeug, verdammt noch mal.

…hören wir mal, was der Juni so bringt.

Kategorien: monthly music | Hinterlasse einen Kommentar

Riga – ethnographisches Freilichtmuseum

„Wenn du in Riga bist, dann geh unbedingt ins Freilichtmuseum!“ Ohne diesen Tipp wäre ich niemals auf diese Idee gekommen. Ich find Freilichtmuseen zwar in Ordnung, aber dass ich sie bei einem Städtetrip mit in mein Sightseeingprogramm aufnehme, kam bisher noch nicht vor. Aber Fee legte es mir so nahe, dort hinzufahren, dass ich es mit auf meine To-See-Liste schrieb. Und ich bin wirklich froh, dass wir uns dafür die Zeit genommen  haben!

Das ethnologische Freilichtmuseum liegt am Rand des Stadtgebiets, mit dem Linienbus ist es aber gut und vor allem sehr günstig zu erreichen. Etwa eine halbe Stunde ist man dabei dann unterwegs, dafür bekommt man bei so einer Busfahrt auch ein bisschen „echtes“ lettisches Leben mit und der ganze Spaß kostet auch nur 1, 15 € pro Nase. Das finde ich in Ordnung. Das Museum liegt in einem Waldgebiet, an einem See – Hauptstadtgefühl hat man da nun wirklich nicht mehr. Stattdessen findet man auf einer Fläche von fast 88 Hektar historische Bauten der verschiedenen lettischen Regionen. Das sind Kirchen, ein kleines Fischerdorf, Bauernhöfe, Windmühlen und Wohnhäuser, und wenn ich mich richtig ernnere, dann waren das ausnahmslos Holzbauten. Wenn man dann so durch den Wald lief, zwischen den Holzhäusern, nur man selbst und die Natur um einen herum, dann konnte man die räumliche Nähe zu Skandinavien sehr gut und deutlich spüren.

IMG_4073IMG_4076IMG_4081

Was klar ist: wenn einem die Natur oder auch ein bisschen menschheitsgeschichtliche Dinge nicht so sehr liegen oder man seinen Urlaub sowieso am liebsten am Strand verbringt, dann wird einen das Freilichtmuseum wohl nicht so begeistern. Für mich aber waren das ein paar Stunden auf idealem leicht federnden Waldboden (eine Wohltat nach dem Laufen über das Kopfsteinpflaster von Riga) an wunderbar frischer Luft. Keine Reizüberflutung, kein Lärm und an diesem Tag auch sehr wenige Menschen. Und ein paar Schaukeln gibt es übrigens auch noch! Nun waren wir Ende April dort, vor Beginn der Sommersaison, da halten sich die Besucherströme möglicherweise generell in Grenzen. Leider waren – vielleicht aus dem gleichen Grund – die wenigsten Gebäude geöffnet und uns blieb der Blick in die guten Stuben meistens verwehrt. Sehr schade. Was wir aber sehr genießen konnten, war der Blick auf den See. Idylle pur.

IMG_4092IMG_4103

Ernsthaft. Der Ausflug zum Freilichtmuseum war ein Urlaub im Urlaub. Ein Ausflug in eine andere Welt und in eine andere Zeit. Ein Gegensatz zur Stadt Riga und eine gute Gelegenheit, den eigenen Akku mal wieder aufladen. Dafür ist das Freilichtmuseum wirklich total gut geeignet. Wald und See harmonieren so gut miteinander, eine wunderbare und friedliche Landschaft.

IMG_4109IMG_4075

Und so glaubt mir: solltet ihr jemals nach Riga fahren, dann plant mindestens einen halben Tag Zeit für das Freilichtmuseum ein. Genießt die Natur, das Licht und die Atmosphäre dort. Ich habe dort am See beschlossen, dass ich noch mal zurückkommen muss und dann mit noch mehr Zeit auch noch mehr von Lettland sehen möchte. Ich kann nur jedem ans Herz legen, diesen schönen Flecken Erde zu besuchen. Jetzt aber zurück nach Riga, da wartet ja auch noch einiges auf uns.

Kategorien: Travellers Tune | Schlagwörter: , , | Hinterlasse einen Kommentar

On Tour: Leiden, Katwijk, Noordwijk

Am Pfingstwochenende war gefühlt halb NRW in den Niederlanden. Zumindest, wenn ich meinem Instagram-Account glauben kann. Ich auch, denn so ein paar Stunden am Meer sind einfach super. Sonne tanken, frische Luft atmen, ein bisschen die Beine vertreten und dazu noch Kibbeling und Pommes Spezial an jeder Ecke. Ich bin einfach gern in Holland. Praktischerweise ist man vom Ruhrgebiet aus ja auch schnell dort – von Dortmund aus braucht man etwa 2 1/2 Stunden bis zur Küste, man ist also ungefähr genauso schnell dort wie an der deutschen Nordseeküste, muss sich aber nicht um das Watt und die starken Gezeiten kümmern. Außerdem gibt es kaum entspannteres als mit dem Auto durch Holland zu fahren – Tempolimit sei Dank.

Als mir der Gedanke kam, am Pfingstwochenende ein bisschen Zeit am Meer zu verbringen, da ahnte ich bereits, dass es eine nicht besonders günstige Idee sein würde. Pfingsten zu verreisen ist teuer, aber dann fand ich noch ein bezahlbares Hotelzimmer in Leiden, ein paar Kilometer von der Küste entfernt. Mittags ankommen, einchecken und dann ab nach Katwijk, zum Strand. Das komplette Kurztrip-Programm sah so aus: Katwijk besuchen, kurze Sportschaupause im Hotel, Abendessen in Leiden und dann am nächsten Tag noch nach Noordwijk und mit einem Abstecher zum Discgolfparcours in Zoedermeer dann wieder nach Hause zurück.

image

image

image

Das schönste am Strand von Noordwijk sind die Schaukeln. Schaukeln mit Meerblick, kann es was schöneres geben?!

image

Bäm! Hach.

image

image

Ein paar Stunden raus. Meer, Möwen, Pommes. Und schaukeln. Da geht es einem gleich viel besser. Leiden kann ich nur empfehlen, die Strände von Katwijk und Noordwijk sowieso. Was bleibt, ist das Gefühl, dass man sowas viel häufiger machen sollte. Also dann, bis bald, Holland!

Kategorien: Travellers Tune | Schlagwörter: , , , , | 5 Kommentare

Legenden sterben nie

Wir müssen über Legenden reden. Nicht die kleinen Dinger am Rand der Erdkundekarte, sondern die Legenden des Lebens. Helden des Alltags, die Stars aus Funk und Fernsehen, die sozusagen unsterblich sind. Musiker. Aber halt! Unsterblich? Das Jahr 2016 macht den Anschein, als hätten die größten und großartigsten Menschen des Planetens irgendwie keine Lust mehr, zumindest gefühlt winkt jede Woche ein neuer Musiker nach seiner Rechnung.

Was bleibt? Die Musik, die Erinnerung und das Gefühl, dass da ein Musiker gegangen ist, der uns schon fast unser ganzes Leben lang begleitet hat. Und eine Frage, nämlich: wer rückt nach? Wenn ich mal ein Kind haben sollte, wird es dann irgendwann traurig sein, weil – beispielsweise – Joris stirbt? Beyonce? Justin Bieber? Dann lieber Justin Timberlake? Oder Thees Uhlmann? Bei letzterem wäre ich ja zumindest traurig, aber ob es zu einer generationenübergreifenden Legende reicht?  Musiker wie Prince oder David Bowie habe ich als Kind gekannt, meine Eltern hatten ihre Alben in der Plattensammlung stehen. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, welche musikalischen Helden ich dann ab meiner Jugendzeit (also seit mein Musikgeschmack sich deutlich in eine bestimmte Richtung entwickelte) dazugekommen sind, dann wird das schon deutlich dünner – und ich bezweifele, dass meine Kinder noch darauf warten werden, dass einer dieser Musiker endlich mal wieder ein neues Album veröffentlicht. Oder sich zumindest auf ein Best Of freuen. Best Of Noel Gallagher möglicherweise, oder Pete Doherty, wenn ich Glück habe. Ist in den vergangenen zehn Jahren überhaupt ein Musiker entdeckt worden, bei dem man sich vorstellen kann, dass sein Ableben mehrere Generationen und Menschen weltweit erschüttert? Da fällt mir wieder Beyonce ein, aber streng genommen ist die ja auch schon länger als 10 Jahre im Musikgeschäft unterwegs. Und: mich persönlich berührt die jetzt nicht so. Neulich hatte ich mal an Wanda gedacht, ich weiß nur noch nicht, ob die das noch so lange durchhalten – aber das hat man ja bei den Rolling Stones zB sicherlich auch mal gedacht.

Möglicherweise ist es auch einfach mein Problem und mein Musikgeschmack. Vielleicht weinen in 30 Jahren alle – einige – um die ganzen Helene Fischers und Wendlers, die dann widerum unsterblich sind. Und in meiner Welt ist die Heldenzeit einfach vorbei. Oder es ist ein etwas exklusiveres Heldentum. Legende im kleinen Kreis. Vielleicht bin ich auch einfach zu ungeduldig, meine letzten musikalischen Superstars (Gallagher, Albarn, Doherty) sind ja schließlich auch schon gute 20 Jahre dabei und hatten bereits ihre Höhen und Tiefen. So ein Legendentum will ja schließlich auch erarbeitet werden, da muss man auch einiges investieren und sich abheben von der Masse des Radiogedudels.

Jetzt ein Ende finden, bevor das hier in midlife crises-eske Verhältnisse ausartet. Ich kann ja eh nur abwarten und ein bisschen hoffen.

(I live my life for the stars that shine
People say it’s just a waste of time.
Oasis – Rock’n’Roll Star)

Kategorien: I hope, I think, I know, Mixtape (uncategorized) | Schlagwörter: , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Bloggen auf WordPress.com. Das Adventure Journal-Theme.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 60 Followern an