monthly music (März 2015)

Besuchte Konzerte
Element Of Crime (03.03.)
Ben Hermanski (07.03.)
Benjamin Booker (10.03)
Noel Gallagher (19.03.)

Vorfreude – gekaufte Konzertkarten
Nichts.

Neue Tonträger braucht das Land
Vinyl war leider aus, aber der Silberling von Benjamin Booker durfte nach seinem Konzert mit.

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Heavy Rotation
Da hilft mir mein guter alter last.fm-Account weiter: der meistgespielte Künstler im März war bei mir Oasis (dicht gefolgt von Noel Gallagher), der Top-Titel allerdings “San Francisco” von Foxygen. Die werden auch beim Way Back When spielen und ich bin ein bisschen verliebt in dieses Lied.

Newcomer
Die Wild Smiles als Vorband von Benjamin Booker!
Und natürlich Domingo, den ich beim Wohnzimmerkonzert gesehen habe. Dessen Album habe ich ja übrigens auch mit unterstützt, hoffentlich kommt die Platte bald ins Haus!

Dann hören wir mal, was der April so bringt.

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our night out: Noel Gallagher’s High Flying Birds (19.03., Mitsubishi Electric Halle Düsseldorf)

Ihr müsst euch das etwa so vorstellen:

“Oh, Noel Gallagher spielt in Düsseldorf..aber den haben wir ja jetzt auch schon ein paar Mal gesehen.”
“Und ist auch unter der Woche. Und ganz schön teuer.”
“Ja stimmt.”

Und dann kaufen wir doch die Tickets. Natürlich. Wir reden hier ja schließlich von Noel Gallagher. Das kann man sich dann ja doch nicht entgehen lassen, immerhin ist Düsseldorf auch nicht sooo weit weg. Und ich bin ja auch eh “Team Noel”, musikalisch zumindest.

Noel Gallagher selbst fand das Konzert wohl nicht so knorke. Und die Übertragung im Fernsehen zeigte wohl auch nicht so die Wahnsinns-Stimmung. Mir persönlich hat es aber mal wieder sehr gut gefallen. Obwohl wir recht weit hinten standen, hatten wir eine ziemlich anständige Sicht und spätestens beim ersten Oasis-Hit, eine Akustik-Version von “Fade Away” hatte er mich. Aber hallo!

Für mich schreibt Noel Gallagher nur Hits, seine Soloalben höre ich ausnahmslos gern – und dass ich ein Oasis-Fangirl bin, dürfte hier niemanden mehr überraschen, oder? Oasis sind für mich halt das, was die Stones für meine Eltern sind. Sie sind quasi der Grundbaustein für meinen Musikgeschmack. Ohne sie würde ich heute nicht zu Konzerten gehen und mein Geld für Vinyl und CDs und anderen Musikquatsch ausgeben, weil sie für mich die Musik wichtig und bedeutsam gemacht haben (please don’t put your life in the hands of a rock’n’roll-band who’ll throw it all away.)

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Für mich hat sich das Konzert gelohnt. Ich hatte Gänsehaut, konnte mitgröhlen und konnte viele glückliche und tanzende Menschen sehen. Vielleicht war es bei Oasis früher noch besser und noch mehr Stimmung, möglich. Aber ich war wirklich glücklich als ich aus der Halle raus ging und noch nach billigen Schwarzmarktmerch schaute.

Und dann kam es noch, die Stimmungskanone, die viele vermissten. Ganz überraschend stand ein Straßenmusiker in der Bahnunterführung, hatte seine Gitarre dabei und sang Oasis-Lieder. Und dann standen wir dort im Tunnel und sangen. Er musste kaum noch was machen und beschehrte sich und uns doch die Konzerterinnerung des Lebens.

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How many special people change?
How many lives are living strange?
Where were you while we were getting high?

(Bei ihm könnt ihr euch seine Meinung, noch mehr Bilder und sogar ein Video von diesem besonderen Aftershow-Konzert anschauen)

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Miss James on Tour: Nachtwächterführung durch Hörde

Bei meinem Ruhrpottdiplom im letzten Mai habe ich zum ersten Mal eine Tour mit dem Dortmunder Kulturvergnügen erlebt, in diesem Jahr blieben wir in unserem Stadtteil – in Hörde.

Vorweg: ich mag Hörde. Seit ich nach Hörde gezogen bin, fühle ich mich in Dortmund Zuhause. Hier habe ich den See, eine kleine Innenstadt mit Drogerie, Post und einem tollen Buchladen. Hier ist Phoenix West und eine Kuhbar und viele Büdchen und lebenswertes Lebensgefühl. Im Hörder Ortskern stehen noch viele schöne Jugendstilhäuser und es gibt viele Bäume undundund…ich bin einfach gerne hier, mag die Hörder und fühle mich wohl.

Es war ein nasskalter, grauer Abend – und normalerweise wäre ich liebend gerne auf dem Sofa versackt. Aber die Stadtführungen vom Kulturvergnügen versprechen immer auch einen guten Unterhaltungsfaktor. Also auf zur Burg, die sieht tagsüber schon super aus, nachts aber auch. IMG_2241
Dort wartete bereits der Nachtwächter, in einer authentischen Kluft (der arme Mann) mit Hellebarde und Laterne. Zum Einstieg gab es dann auch erstmal eine Runde Met für alle, das war bei der Kälte auch genau das richtige.

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Und dann ging es los, von der Burg aus Richtung Treppchen, in den Ortskern, zum ehemaligen Marktplatz und abschließend über den Stiftsmarkt zur Stiftskirche. Das ist ein Weg, den man normalerweise in etwa 15 Minuten zu Fuß schaffen kann – Hörde ist ja von überschaubarer Größe und früher war es natürlich noch kleiner.

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(Das “Treppchen”, das älteste Haus in Hörde – und heute eins meiner liebsten Restaurants)

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Unsere Führung dauerte fast anderthalb Stunden, weil wir zwischendurch immer wieder anhielten und Dinge über Hörde erfuhren. Und das meiste wusste ich tatsächlich bis dahin noch nicht. Zum Beispiel dass in der Hörder Burg tatsächlich noch Mauerstücke aus dem Mittelalter gefunden worden sind. Oder dass in Hörde früher mal Nägel geschmiedet worden sind. Oder wo früher die Stadtmauer stand. Und dass manche Häuser wohl auch noch auffallend dicke Steine in ihren Rückwänden haben. Und woher der Clarenberg seinen Namen hat.

Und dass Konrad und Elisabeth sich über die Straße hinweg anschauen, das ist mir vorher auch nie aufgefallen.

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(das ist Konrad, Elisabeth steht auf der anderen Straßenseite – die beiden haben eine Liebesgeschichte hinter sich, da könnte man eine mehrteilige Telenovela draus drehen)

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Überraschenderweise sind wir während der Tour kaum angesprochen und gestört worden, und das obwohl in Hörde derzeit Kirmes ist, was ja eher Asi-Publikum auf den Straßen verspricht. Nur ganz am Anfang sagten ein paar Jugendliche “Guten Abend, wir sind aus dem 21. Jahrhundert” zu uns, was ich aber eher lustig fand. Ansonsten gab es nur ein paar neugierige Blicke.

Abschied an der Stiftskirche, es gab noch mal Met und dann gingen wir durchgefroren wieder nach Hause. Mein Kopf voller Informationen, die ich niemals brauchen werde – die ich aber trotzdem gut finde. Zumindest die Clarenberginformation ist schönes Party-Wissen. Und nein, ich werde hier nicht verraten, woher dieser Teil Hördes seinen Namen hat. Da müsst ihr schon schön selbst mal mit dem Nachtwächter eine Runde drehen. Und wenn Hörde euch nicht interessiert, dann findet ihr da bestimmt auch was anderes.

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our night out: Benjamin Booker (10.03.2015, FZW Dortmund)

Wie es Benjamin Booker in mein Gehör schaffte, weiß ich natürlich mal wieder nicht mehr so richtig. Aber ziemlich gleichzeitig kam auch die Konzertankündigung vom FZW. Was soll man da machen, außer natürlich Tickets kaufen? Na also.

Kurz vor dem Konzert kam dann noch die Bestätigung für das Haldern Pop, das ist übrigens auch selten, dass ich eher unbekannte Musiker schon mal vorm Haldern sehe. Aber das FZW hat halt auch ein ganz gutes Händchen. Dieses Mal sogar mit dem Support, in Form der Band Wild Smiles aus Großbritannien. Die dabei allerdings so amerikanisch wirkten, dass ich sofort wieder 14 und in einer Folge “Willkommen im Leben” gefangen war.
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Anschließend kam dann Benjamin Booker mit seinen beiden weiteren Musikern auf die Bühne – und ich hatte ein bisschen das Gefühl, dass nach dem Konzert die Leute entweder sehr zufrieden oder sehr unzufrieden waren. Dazwischen gab es wohl nicht viel.
Aber zunächst muss ich zugeben, dass Mr. Booker Probleme hatte, meine Aufmerksamkeit zu erhalten, denn ich konnte meinen Blick kaum vom Drummer abwenden. Genauer gesagt von seinen Armen – glücklicherweise hatte ich da freie Sicht. Ich glaube, sein Vorbild ist das Tier von den Muppets. Ich bin ja eh immer Fan von Drummern (gibt es etwa Leute, die noch nicht von dieser Leidenschaft von mir wussten?), aber der hat es mal richtig drauf. Da hätte ich stundenlang zuschauen können. Der Bassist – der auch Geige spielen kann – erinnerte dagegen übrigens optisch an einen texanischen Hilfssheriff. Und Benjamin Booker selbst wirkte durchgängig so, als würde er eine Pose für die Fotografen einnehmen. Da blieb ich lieber beim Drumset.

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Das Konzert also?! Böseandersdenkende Zungen behaupten, Benjamin Booker sei die ganze Zeit dicht bis in die Haarspitzen und übellaunig gewesen. Ich naives Ding bin ja nicht mal auf die Idee gekommen, dass da Drogen im Spiel gewesen sein könnten. Ich glaubte – und glaube auch heute noch – dass der einfach so ist. So ein bisschen abwesend, verloren in seiner Musik. Da ist noch Publikum? Macht ja nichts. Ansagen zwischen den Liedern gab es so gut wie nie und manchmal wusste ich auch gar nicht, ob immer noch das eine Lied läuft oder das nächste bereits begonnen hat. Irgendwie war die ganze Zeit Musik präsent, mich persönlich hat das in eine Art entrückte Verzückung gebracht. Vor allem, weil keine Schublade so richtig passt, aber alles gefällt.

Ein Album ist auf dem Markt, es ist also klar: das wird kein langes Konzert. Dann gibt es nicht mal eine Zugabe, das gefällt verständlicherweise auch nicht jedem. Ich fand es aber ok, irgendwie hätte es einfach nicht gepasst und hätte auf mich inkonsequent gewirkt. Außerdem bin ich da ein wenig entspannt, seit ich ein paar Konzerte ohne Zugabe erlebt habe. Ist halt so. Muss nicht immer sein.

Im Sommer also noch mal beim Haldern Pop, ich werde definitiv versuchen, Benjamin Booker auch dort noch mal zu sehen. Schon allein, damit ich den Vergleich habe und danach hoffentlich sagen kann: “der ist wirklich so, der war nicht nur scheiße drauf.”

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Ich könnte mit beiden Varianten leben.

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