Obwohl mein Körper schon auf Weihnachts-Modus umgestellt hat und ausschließlich nach Spekulatius (ja, hatte ich schon), Glühwein und Lebkuchen (nein, standhaft) verlangt, war ich auch in diesem Monat wieder auf der Jagd nach einer unbekannten Gaumenfreude. Ein wenig ratlos stromerte ich durch Supermarktgänge und an Marktständen vorbei. Nichts lockte, nichts lachte. Alles kam mir schon bekannt vor.
Was für ein Glück, dass ich dann via Skype ein rotes Getränk erspähte, welches sofort meine Aufmerksamkeit gewann. Rote Fanta. Ich als bekennender Fanta-Junkie war sofort Feuer und Flamme und am Wochenende konnte ich dann endlich zum Geschmackstest antreten. Die rote Fanta ist eine Sorte der „Fanta World“-Edition und zwar Italien. Warum Italien? Ich weiß es nicht. Vor allem, weil die Flasche großspurig mit roten Früchten aus aller Welt wirbt.
So sieht die rote Fanta dann im Glas aus:
Auch der Himbeer-Geschmack (steht auf der Flasche, rausschmecken konnte ich das nur bedingt) lässt sich für mich nicht unbedingt mit Italien vereinbaren. Vermutlich brauchte man nur irgendein Land, in dem Früchte wachsen.
Geschmacklich ist es wirklich nicht die beste Fanta, die ich im Laufe meines Lebens so in mich geschüttet habe. Und ich denke fast, dass ich alle Sorten, die es auf dem deutschen Markt in den letzten Jahren gab, auch probiert habe. Die Fanta „Italien“ ist hauptsächlich süß und schmeckt ziemlich künstlich. Und gar nicht so richtig nach Himbeere. Da war die Himbeer-Fanta (man erinnert sich gern an den schönen Farbton zurück…) um Längen besser. Vielleicht ist es also ganz gut, dass sie nur für kürzere Zeit auf dem Markt ist. Aber wer in nächster Zeit noch einen Kindergeburtstag veranstaltet: kaufen! Unbedingt kaufen.
Kinders, ist das kalt draußen. „Ich mag das ja, wenn das Wetter im Winter so ist. Kalt, aber sonnig, knapp unterm Nullpunkt, das ist dann schon in Ordnung.“ Das sagte ich heute Morgen zu einer Kollegin. Die sah mich lange schweigend an. „Wir haben Mitte Oktober.“ Ach ja, stimmt. Wenn man sich aber vorstellt, dass schon Dezember sei, dann kommt es einen gar nicht sooo kalt vor. Auf jeden Fall schaltet mein Körper sofort um auf Winterbetrieb. Ich habe das Verlangen, warmen Kakao zu trinken, freue mich auf den Weihnachtsmarkt, schaue mir verzückt meine Schal- und Mützensammlung an und habe mich in neue Winterstiefel verliebt (die ich mir aber nur vielleicht kaufen werde).
Zum ersten Mal seit Jahren habe ich das Gefühl, dass ich auf den Winter vorbereitet sein werde. Heute wurden bei meinem Auto die Winterreifen drauf gezogen. Das mache ich normalerweise erst, wenn man den Schnee schon riechen kann, deswegen bin ich regelrecht stolz darauf. Außerdem war ich in der Apotheke und habe Geld für sündhaft teure Cremes und Salben gelassen, damit meine zarte Kleinkinderhaut nicht so leidet. Die eine Creme kann ich übrigens auch benutzen, wenn ich mir mal (O-Ton) „ein Tattoo stechen lassen möchte“. Gut zu wissen. Will ich aber gar nicht.
Die Siggi-Decke liegt als Zugluftstop vor der Wohnungstür und meine Kuscheldecke und ich sind mittlerweile nahezu unzertrennlich. Die Taschenwärmer liegen griffbereit und die Handschuhe kommen morgen auch zum Einsatz.
Es wird Winter und ich glaube, es wird gar nicht so schlimm. Und vielleicht gibt es Freitag auf der Alm ja schon Glühwein. Ich bin bereit.
Die ganze Woche lang war ich ständig unterwegs und beschäftigt. Fand kaum Zeit zum Essen oder für ausreichend Schlaf. Es ist in Ordnung so, es war ja nur eine Woche.
Und ausgerechnet heute muss ich Zeit totschlagen. Ich warte. Und ich kann nicht warten. Manchmal glaube ich, dass ich der ungeduldigste Mensch der Welt bin. Ich habe ja schon Probleme, wenn der Bus ein paar Minuten Verspätung hat.
Also, Zeit totschlagen. Ich habe schon nahezu jede Seite im Internet durchforstet. Ich habe Staub gesaugt. Mit dem Gedanken gespielt, meine CDs neu zu sortieren. Gelesen. Sex and the City geguckt. Musik gehört. Noch mehr gelesen. Ein Geschenk eingepackt. Meine FarmVille-Farm erweitert, Fotos angeschaut und jetzt schreibe ich diesen Blogeintrag auch nur, um mich zu beschäftigen…das Problem ist nur, dass ich während des Wartens immer extrem unkonzentriert bin und mich an nichts länger aufhalten kann. Ich fange alles an und bekomme nichts fertig. Eine Zeitmaschine wäre toll. Kann die bitte mal schnell jemand erfinden? Aber schnell bitte: ich kann nicht mehr warten.
Vor einem Jahr (ich weiß, ich habe es nicht ganz pünktlich geschafft…) war nach wochenlanger Angenervtheit von meinem ehemaligen Blog-Anbieter myblog die Spitze erreicht, so dass ich mich bei wordpress durchklickte, mich wohl fühlte und dann dieses Blog entstehen ließ. Mit all den Konsequenzen, denn den Inhalt von myblog konnte ich nicht zu wordpress importieren. Ich schlug also ein ganz neues Kapitel in meinem Blogleben auf. Das alte existiert übrigens immer noch, es ist mittlerweile aber aus persönlichen Gründen passwortgeschützt und manchmal lese ich die alten Texte und grinse leise vor mich hin. Meine Vergangenheit nehme ich mit Humor. Das meiste war ja auch gar nicht so schlecht.
Bei wordpress fühle ich mich sehr wohl. Es läuft stabil, ist benutzerfreundlich, ich finde in der Nutzer-Liste nicht nur essgestörte Emo-Kinder und im letzten Winter konnten wir Schneeflocken rieseln lassen. Ab und an wechsele ich mein Design (nur da war myblog wirklich unschlagbar in der Auswahl), im wahren Leben wechselt ja auch mal meine Lieblingsfarbe oder ich kaufe mir einen neuen Pullover.
Und obwohl ich twittere und die 140-Zeilen-Nachrichten wirklich zu schätzen gelernt habe, blogge ich hier weiter. Weil es mittlerweile zu meinem Leben gehört. Ich habe mich daran gewöhnt in den letzten drei Jahren. Es mag sich vieles verändert haben, auch ich habe mich verändert, aber ich habe vor, meinem Blog noch eine Weile treu zu bleiben. Solange ich Geschichten erlebe, schreibe ich sie hier auch auf. Egal, ob sie banal, lustig, traurig oder nachdenklich sind. Entscheidend ist, was mir erzählenswert vorkommt.
Und in einem will ich mir sowieso immer treu bleiben: kleine Meise – großes Herz.
1. ich gebe so viel Geld für Konzerte aus, dass ich schon mal eine Woche lang von Brot mit Tomate leben musste. Aber das Konzert war super. Und ich würde das immer wieder so machen.
2. ich hasse geöffnete Schranktüren
3. als Kind dachte ich, ich sei im Keller vom Krankenhaus geboren worden.
4. ich habe Angst vor Kaninchen
5. es gibt Menschen, die glauben, ich gehöre der Mafia an
6. beziehungsweise, dass ich eine Art Patin bin
7. ich habe die Getränkekarte vom Mellow Gold zuhause (allerdings ist die nicht mehr aktuell)
8. Ich mache mich gerne über andere Leute lustig
9. Ich bin extrem wetterfühlig
10. Ich mag alte Menschen nicht (nur meine Lieblingsoma)
11. Bei Nivea for men werde ich schwach
12. Ich tanze für mein Leben gerne
13. Wenn ich einen Lottoschein kaufe muss ich immer meinen Ausweis vorzeigen
14. Ich mag Flohmärkte (ja, ich weiß. Mag jeder.)
15. Es gibt Menschen, die glauben, ich lungere den ganzen Tag nur so rum und bräuchte nicht arbeiten
16. Um ehrlich zu sein, wünsche ich mir genau so ein Leben manchmal.
17. Ich glaube, dass ich ungefähr doppelt so häufig „für kleine Mädchen“ muss wie andere Menschen
18. Ich bin Einpark-Perfektionistin
19. Menschen in meiner Umgebung nehme ich oft einfach nicht wahr. („Kennste doch!“ „Nö, nie zuvor gesehen…“)
20. Ich mag meine Daumen nicht
21. Sobald ich mich ins Bett lege, fange ich an zu frieren
22. Ich hätte gern total schön gepflegte Fingernägel. Aber irgendwie klappt das nicht.
23. Morgens bin ich sehr trödelig
24. Ich könnte jeden Tag Mozzarella essen.
25. Ich bin faul
26. Ich bin manchmal gerne boshaft
27. Und wahnsinnig neugierig
28. Ich kaue gerne Kaugummi
29. Schuhe kaufen beruhigt mich
30. Und Auto fahren auch
31. Ich nehme im Winter manchmal Bachblüten
32. Das Gefühl, was man hat, in diesem kurzen Moment bevor man auf die Bühne geht: das ist besser als alles andere auf der Welt.
33. Ich habe jede (!) Folge von Sex and the City schon mindestens fünf Mal gesehen
34. Ich möchte meine Kinder später ziemlich genau so erziehen, wie ich selbst erzogen worden bin
35. Aber ich weiß gar nicht, ob ich wirklich Kinder haben möchte
36. Ich kann ohne Grund weinen
37. Ich habe mir aber selbst geschworen, das nie zu tun/auszunutzen
38. Danny McNamara hat schon mal meine Hand genommen
39. An dem Abend wäre ich ohne zu zögern mit ihm mitgegangen und durchgebrannt.
40. Ich habe schon Pflanzen totgekriegt, von denen andere Menschen behaupteten, dass sie nie eingehen würden
41. Frauen, die wirklich gut auf High Heels laufen können, könnte ich stundenlang dabei zuschauen
42. Es gibt Tage, da besteht mein Abendessen aus einem Schokoriegel
43. Ich bin sehr schnell ganz schön betrunken, kann dieses Level dann aber stundenlang halten, bevor ich richtig „abstürze“
44. Obwohl ich andere Frauen dafür verachte, setze ich selbst gerne die „Kleinmädchen-Masche“ ein
45. Nur ganz leicht aufkommenden Wind empfinde ich als bedrohlich. Richtige Stürme hingegen finde ich toll.
46. In diesem November habe ich seit vier Jahren meinen Vater nicht mehr gesehen
47. Mit Mitleid kann ich nicht umgehen
48. Meine Haut ist so empfindlich, sobald ich mich kratze, habe ich Striemen, als sei ich mit einem Gürtel geschlagen worden
49. Es gibt keinen Menschen, den ich hasse
50. Es tut mir mehr weh, wenn Menschen, die mir am Herzen liegen, verletzt werden, als wenn ich selbst verletzt werde.
… es egal ist, wie scheiße der Tag war oder ist, du wartest auf mich und bist da.
… ich sogar Regen vergessen kann, wenn du bei mir bist.
… und Kälte auch.
… jeder Moment mit dir mir ein Lächeln auf die Lippen zaubert.
… ich einfach nicht genug von dir bekommen kann.
… du mich nie langweilst.
… du mich alles um mich herum vergessen lässt.
… auch meine Freundinnen dich alle mögen.
… du immer so süß bist.
… du dich nicht mehr so rar machst wie früher.
… ich dich gerne vernasche.
Neueste Kommentare