Tief im Westen

In der Bochumer Innenstadt war ich zuletzt, als ich so ungefähr 16 war, mit ein paar Schulfreundinnen auf dem Weihnachtsmarkt dort. Seitdem nicht mehr. Dabei ist Bochum ja gleich umme Ecke. Warum also nicht mal dorthin, einfach mal einen Samstag dort verbringen. Bei meinen exorbitanten Trip-Vorbereitungen ist mir dann auch aufgefallen, dass ich seit diesem Weihnachtsmarkt-Ausflug vor *hust* 8 Jahren (na gut, 14) doch schon wieder häufiger in Bochum war, nur halt nicht in der City.

Ich war im Bergbaumuseum (im Sommer 2010, als ich selbst noch nicht wusste, dass ich mal nach Dortmund ziehen würde), schon zweimal im Bahnhof Langendreer zu Konzerten, einmal in der Evebar zu einem Konzert, im Bermuda3eck im Freibeuter und im Bratwursthaus Dönninghaus, sowie im Zacher. Und sogar schon mal in Wattenscheid, bei so nem Imbissonkel, der ein Sternekoch ist, was mich nicht davon abhielt, dass ich weder die Pommes, noch die Wurst, noch die Currysauce mochte.

Es ist also nicht so, dass ich nie in Bochum war, aber halt schon lange nicht mehr im Citybereich und außerdem muss Bochum doch noch mehr zu bieten haben. Wen fragt man am Besten nach Ruhrpott-Ausflugstipps? In meinem Fall wende ich mich an meine Blogowskis, die zauberhaften Ruhrpottperlen und da bekam ich dann direkt auch ein paar Tipps mit. Vielen Dank im Speziellen an Heidi, Stephie, Ellen und Juli für die Ratschläge.

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Und so starteten wir erst mal gar nicht in der City, sondern in Ehrenfeld. Dorthin kann man vom Bahnhof aus Zufuß gehen, es fährt aber auch die S-Bahn dorthin. In Ehrenfeld ist nicht nur das Schauspielhaus, sondern es gibt dort auch viele kleine nette Cafes und schöne Schnickeldi-Läden, vergleichbar also mit dem Dortmunder Kreuzviertel. Kulinarisch hatten wir etwas Pech, denn viele Cafes, zB das neue Eiscafé Kugelpudel waren noch in der Winterpause oder (Fräulein Coffea) total überlaufen, aber in den kleinen Läden von Ehrenfeld kann man doch eine Menge Zeit rumkriegen. Wer mal Bochum besuchen möchte, der sollte auf keinen Fall Ehrenfeld außen vor lassen.

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Ist das Kunst, oder kann das weg?

Bochum ist jetzt keine klassisch schöne Stadt, erst recht nicht die Fußgängerzone, die unterscheidet sich nicht wesentlich von den anderen Fußgängerzonen anderer mittelgroßer deutscher Städte. Es gibt auch dort keine Altstadt, zumindest habe ich keine gesehen. Dafür gefällt mir, dass es neben den ganzen Ketten-Geschäften auch noch einige richtige Einzelhändler gibt. Und ich war etwas überfordert mit den serviceorientierten Verkäuferinnen in den Geschäften. Hilfe, ich will doch nur gucken (“Schauen Sie mal, diese neuen Farben! Genießen Sie das mal!” Ähh…ja.). Aber das war bestimmt nur nett gemeint und nett ist man ja im Ruhrgebiet nun mal. So.

Außerdem zählt man in Bochum scheinbar die PömpelPöller.

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Zum Abendessen ging es dann ins Bermuda3eck, wo sich Kneipe an Bar an Kneipe drängt. Sicherlich kein Ort für romantische Candlelightdinner, aber wer gerne Burger, Nachos oder Pizza isst, dem kann man das Three Sixty empfehlen. Mein Honey-Mustard-Burger war jedenfalls ausgezeichnet.

Warum ich nicht schon längst vorher mal in Bochum war? Weiß ich nicht so genau. Natürlich ist es so, dass Dortmund zum Samstags-Shoppen auch alles bietet, also besteht nicht unbedingt der Zwang, dafür nach Bochum zu fahren. Andererseits war die Stadt nicht so überlaufen, die Geschäfte nicht so voll, dass man gar nicht erst reingehen wollte. Und überhaupt: so eine kleine Reise in die Nachbarstadt schadet ja niemandem. Erweiterung des Horizonts und so. Und nächstes Mal geh ich dann auf jeden Fall noch zu Max Frituur!

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Kategorien: Uncategorized | 7 Kommentare

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7 Gedanken zu „Tief im Westen

  1. Schade, dass der Pudel zu hatte. Da starte ich noch einen Blog-Angriff. Ich war letztens da, hab aber kaum Fotos gemacht. Muss ich nachholen.

    Was ich Dir schon seit Tagen sagen will: Ich habe mich total über diesen einen Satz gefreut, den Du im Rückblick übers Joggen geschrieben hast :) Endlich jemand, der nicht mit Glücksgefühlen prahlt, sondern Joggen als das beschreibt, was ich mir darunter vorstelle: Gesunde Langeweile :D

  2. Joggen ist doof. Ich bräuchte wirklich jemanden, der mich dabei ununterbrochen unterhält, aber so langweilt es mich tatsächlich sehr. Nichts destotrotz: ich werde weitermachen, keine 10 Kilometer, aber so einmal die Woche 5 oder 6 könnten schon drin sein. Der Schweinehund, der traurige Blick meiner Hausärztin und überhaupt. So ist das.

  3. Schön, dass du in Bochum warst. Ich mag Bochum ja auch sehr, sonst wär ich nicht wieder hergezogen *g* Und Bochum hat, wie viele andere Ruhrgebietsstädte keine historische Innenstadt, weil die im 2. Weltkrieg alle weggebombt wurden. Bochum wurde dann in den 50ern neu geplant mit der Aufteilung, die es jetzt hat, also Standort des Bahnhofs, der Ring, die Einkaufstraße und auch dat wat heute Bullewa heißt ;o) Ehrenfeld muss ich mir zu meiner Schadne aber auch erst nochmal angucken gehen.

    Liebe Grüße, Carmen

  4. Pingback: Links anne Ruhr (07.01.2013) » Pottblog

  5. Guck mal, ich arbeite 1 Gehminute vom Bermuda-Dreieck und auch nicht weit von Ehrenfeld… aber weiter als bis Wok’N’Roll und Bratwursthaus habe ich es nie gebracht.
    Vielleicht packt die Carmen mich ja ein, oder ich die Carmen und wir schauen uns zu zweit Ehrenfeld an.
    Dort werden wir dann die Pöller mal nachzählen.

  6. Die Nachbarstädte im Rahmen eines Einkaufsbummels anzugucken, finde ich, ist eine gute Idee. Ich sollte meine Fühler auch mal ins Ruhrgebiet ausstrecken – allerdings mehr wegen der Industriedenkmale, die mich mehr interessieren dürften.

  7. Miss James

    Normalerweise bin ich auch mehr auf Industriekultur-Jagd. Das war eine Shopping-Ausnahme :)

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