Bruxelles
Noch immer komm ich hier eigentlich zu nichts. Viel Arbeit, viele Termine (auch schöne, so ist das nicht), viel Spaß daran, den Abend lieber draußen zu verbringen als hier zu bloggen. Und dazu das Gefühl, ein wenig ausgebrannt zu sein. War vielleicht doch alles etwas viel in den letzten Monaten. Ich brauche Urlaub.
Und den bekomme ich auch. Zunächst einen kurzen. Morgen Nachmittag fahre ich mit dem CosmicGirl nach Brüssel, eine Schulfreundin von ihr wohnt dort und wir können da übernachten. Freitag rocken wir das RockWerchter und Samstag geht es evtl ans Meer. Je nach Wetter. Auf jeden Fall freue ich mich auf Brüssel. Eine neue Stadt, neue Eindrücke und mal wieder ein bisschen raus. Und Coldplay sehen, so als netten Nebeneffekt.
Ich freu mich und bin gespannt wie ein Flitzebogen. So soll der Sommer beginnen!
Spam
Aksimet blockt hier ja fleißig (fast) alle Spamkommentare, da bin ich wirklich sehr dankbar, das kann ich nicht anders sagen. Zunächt waren das nur ganz wenige, mittlerweile kommen da schon einige am Tag an, aber mich kratzt das nicht so recht, immerhin landet ja nichts sichtbar auf der Seite.
Manche Spamkommentare landen ja direkt in der Hölle, aber manche kommen ja noch in eine Übersicht und müssen von dort aus ggf. freigeschaltet oder von dort in die Hölle geschickt werden. Zuerst kamen ja nur Viagra-Werbe-Sachen an, mittlerweile werde ich mit Sprachschulsachen vollgemüllt, die ich dann mit einem Klick vernichte.
Doch jetzt ist etwas in meinem Spamfilter gelandet, das kann ich euch einfach nicht vorenthalten. Mein Lieblingsspam:
Are You Interested in Campingaz Grillbesteck Zange Gabel Wender Holgriff Coming Soon I find this from Amazon I will That interes, You that Agree?.
Ich wünsch euch einen schönen Sonntag.
Aufschieberitis
Ich bin ein Mensch, der viel plant. Nicht nur im Beruf, auch im Privatlisten lebe ich mit To-Do-Listen. Nur während ich beruflich jeden Tag fleißig (möglichst) alle notierten Punkte durchstreiche, passiert da privat derzeit nichts. Und auch unaufgeschriebene Planungen lasse ich meist ins Wasser fallen. Ich schieb einfach alles vor mir her, bis es wirklich nicht mehr anders geht. Das sind keine riesigen Sachen, aber es nervt mich doch.
Am Freitag kauf ich zum Beispiel oft frisches Obst und Gemüse, denn am Wochenende hab ich ja viel mehr Zeit um mal wieder den Kochlöffel zu schwingen. Doch am Wochenende koch ich dann oft nicht. Esse Brot, oder kauf mir unterwegs was und irgendwann im Laufe der kommenden Woche schimmelt dann alles fröhlich vor sich hin und landet in meiner Mülltonne. Genauso ignoriere ich derzeit meist Putzlappen/Staubsauger (na, bevor das Gesundheitsamt kommt, schwing ich die dann schon noch), sämtliche Bücher, die ich ja gerne lesen wollte, wenn die Prüfung geschafft ist und ich mehr Zeit habe, habe ich noch nicht einmal angefasst. Stattdessen bin ich entweder unterwegs – oder hänge auf dem Sofa rum und schau DVDs, höre meine Musiksammlung durch, denke über mein Leben nach und schlage die Zeit im Internet tot.
Einen neuen Blogeintrag über den Arminia-Konkurrent Kaiserslautern schreiben, mein Fahrrad verkehrstauglich machen, mein Auto zum TÜV bringen, etwas kennen, was ich nicht kenne (die Sharonfrucht ist im Müll gelandet), meine gewaschene und getrocknete Wäsche in den Schrank räumen, Lebensmittel kaufen, mich um unsere Theaterauftritte kümmern…alles mach ich gar nicht, oder erst, wenn es nicht mehr aufschiebbar ist. Eigentlich habe ich jetzt mehr Zeit. Aber als ich noch mehr Stress hatte, da habe ich das irgendwie besser koordiniert bekommen. Da gab es keine Möglichkeit, alles vor mir herzuschieben. Und dann habe ich es auch nicht gemacht.
Vielleicht bin ich ein wenig ausgebrannt. Vielleicht ist es auch genau richtig, dass ich jetzt hier einfach nur Zeit totschlage. Und ich werde weder an Vitaminmangel sterben, noch werde ich hier im Müll versinken. Vermutlich gibt sich das demnächst einfach wieder. Ich geh da zumindest von aus. Dauerhaft bin ich ja viel zu zappelig, um hier nur rumzuhängen. Und dann werde ich wieder aufstehen, einmal ganz gründlich aufräumen und putzen, neue Blumen kaufen, mir was richtig tolles und supergesundes kochen und mein Auto aus der Werkstatt holen (wenigstens das hab ich noch pünktlich bis zum Monatsende geschafft). Nur gerade im Moment fehlt mir die Leichtigkeit, mit der ich sonst alles geschafft habe. Olli Schulz singt: Die Show fängt wieder an, wenn die Sonne wieder scheint. Recht hat er.
we could be heroes
Ende Januar, und somit für mich gefühlte 100 Jahre her, habe ich mir einen Spiralblock gekauft. Der ist jetzt voll. Voll mit Notizen, Paragraphen, Ideen, handgeschriebenen Entwürfen, Albernheiten, verschiedenen Lehrmethoden undundund.
Fünf Monate, die anstrengend waren. Die mich manchmal ans Ende meiner Kräfte brachten. Fünf Monate, die Spaß gemacht haben. In denen wir ganz viel gelacht haben. Fünf Monate, die interessant waren. In der wir neues gelernt haben, an Erfahrungen teilhaben durften und selbst plötzlich vor Kreativität und Energie überschäumten. Fünf Monate, die uns zusammengeschweißt haben. Noch nie habe ich so viel privat telefoniert wie in den letzten Wochen. Wir haben uns immer geholfen, haben uns gegenseitig die Daumen gedrückt, uns Kaffee und Schokolade geholt. Haben miteinander gelacht, die Dozenten verflucht, über die Durchführung der Prüfung nachgedacht, geschwiegen, gefeiert, gelernt, gelästert, gekichert. Wir haben uns angemalt, in den Arm genommen, es hat für uns Rosen geregnet, wir haben in etwa 300 Blatt Papier zerschnitten. Wir haben drei OPs und eine Geburt überstanden.
Es gab Leute, die haben es nicht geschafft, haben zwischendurch aufgegeben, aber wir haben weiter gekämpft. Haben bei schönstem Sommerwetter gehört, wie draußen Leute lachend unterwegs waren, während wir die Zähne zusammenbissen und uns durch Lernanalysen und weiteres schlugen.
Am Ende mussten wir uns auch auf andere verlassen und das fiel mir ganz schön schwer. Ich bin immer gerne selbst für mein Schicksal verantwortlich und weiß dann auch, was ich tue. Aber es ist alles gut gegangen, auch wenn ich das Dienstag Abend noch nicht vermutet hätte. Die Prüfungen sind geschafft, ich habe ein Zeugnis in der Hand und das, was unser Dozent immer sagte “Sie sind gut! Und das wissen Sie auch!” hat sich für uns bestätigt. Der Aufwand hat sich gelohnt und das Grinsen in unseren Gesichtern wird sicherlich noch ein paar Tage festgemeißelt sein. Und das Grinsen geht in Richtung derer, die in dieser Zeit für mich da waren. Meine Freunde, mich mit aufmunternden SMS, Telefonaten und E-Mails durch die letzten Tage gebracht haben, sowie allen “Netzwerkern” fürs virtuelle Daumendrücken. Meine Kollegen, die mich mit einer unfassbaren Masse an Schokolade beglückt haben und die wohl mindestens so nervös waren wie ich selbst. Dem Lieblingspförtner, der immer so geduldig war, wenn wir mal wieder beim Lernen unsere Zeit überzogen haben. Den Firmen Coca Cola und Jacobs für die Koffeinversorgung und natürlich an uns, “mein” Kurs, weil wir nie den Glauben an uns verloren haben.
Wir sind jetzt Ausbilder – offizielle Sklaventreiber, mit Brief und Siegel. Gefühlt sind wir aber einfach nur Helden! Geschafft!
Emergency Room
Eine große, leicht verrückte Leidenschaft von mir sind Krankenhäuser und Ärzte. Von Sanitätern will ich hier mal gar nicht anfangen. Ich gehe gerne zu Ärzten und möchte dort immer sämtliche Modelle und technischen Gerätschaften ausprobieren. Davon abgesehen liebe ich den Geruch von Desinfektionsmitteln. Ich besuche und bringe auch gern Freunde ins Krankenhaus oder in die Notaufnahme und sogar an meine eigene Operation von fast zwei Jahren erinnere ich mich gerne zurück. War das aufregend! Ich bin allerdings auch ein ziemlich gesunder Mensch. Ich glaube, würde ich an einer chronischen Krankheit leiden, dann wäre das vermutlich anders.
Gerade habe ich einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht. Zwei Tage lang haben wir gelernt wie man schnell die richtigen Diagnosen stellt und dann möglich schnell die ersten Handgriffe durchführt. Egal ob Schnittverletzungen oder schwerere Autounfälle, alles war dabei. Meinen letzten Kurs habe ich zum Führerschein gemacht, das ist also auch schon einige Jahre her. Da ist es meiner Meinung nach schon ganz gut, wenn man das mal wieder auffrischt. Auch wenn einige Dinge noch erstaunlich präsent waren und sind. Zum Glück. Ich hoffe, dass ich niemals in die Situation kommen werde, einen Menschen wiederbeleben zu müssen, oder ihn aus dem Auto zu bergen. Aber die Gewissheit, dass man es schon mal probiert hat und ein Sanitäter einem gesagt hat, dass man es gut gemacht hat, das beruhigt schon ein wenig.
Nach zwei Tagen fühle ich mich jedenfalls wieder recht fit, in Sachen Erster Hilfe. Und vielleicht mag sich ja mal jemand für mich die Hand versehentlich aufschneiden, damit ich gleich mal etwas anwenden kann. Keine Angst, ich kann Blut sehen und fall nicht gleich um. Und ich bin immer ganz wild darauf zu helfen. Mein Krankenschwesternhäubchen habe ich natürlich immer dabei. In case of emergency.
Willkommen in der 2. Liga (MSV Duisburg)
Das Kind von Bernd Korzynietz hat mich vor ein paar Jahren mal mit seinem Bobby-Car umgemäht. Das war natürlich noch zu der Zeit als er für Arminia gespielt hat. Und ich habe ihn als Spieler immer gemocht, deswegen habe ich den blauen Fleck am Schienbein dem Kind auch großzügig verziehen.
Bernd Korzynietz spielt jetzt beim MSV Duisburg. Und ich hoffe, dass es ihm dort gut geht. Eigentlich sammelt der Verein damit schon Pluspunkte bei mir. Eigentlich. Denn der MSV hat mit seinem Internetauftritt schon wieder alles bei mir versiebt. Denn wer ahnungslos und naiv wie ich die Homepage öffnet, dem schmettert direkt der Zebratwist (zumindest glaube ich, dass es das ist, bin da nicht so in der Szene) entgegen. Aaaaaarrrrgggghhhh! Meine Ohren bluten! Bestimmt singen die Duisburg-Fans das total gerne im Stadion, aber mich als neutralen neugierigen Besucher hat das schon sehr verschreckt. Trotzdem habe ich mich tapfer und todesmutig (und taub) durchgeklickt.
Es fällt auf: wo ich bei Greuther Fürth stundenlang nach einem Maskottchen suchen musste, springt einen bei den Duisburgern das Zebra förmlich an. ZebraMagazin, ZebraTV, ZebraTwist. Und natürlich Zebrastreifen auf dem Trikot. Wir sind Zebras, weiß-blau, unser Club der MSV. Schöner Reim. Und was ein Glück, dass niemand auf die Idee kam, die Duisburger in grüngelb zu kleiden.
Preislich gesehen leben die Duisburger recht normal, es gibt viele Tribünen und damit auch für die verschiedensten Geldbeutel eine Auswahl. Toll fänd ich ja, wenn jeder Verein auch Bratwurst- und Bierpreise veröffentlichen würde, denn schließlich ist das beim Fußballgucken ja kein unwichtiger Kostenfaktor.
Seit einigen Jahren befinden die Duisburger sich auf einer Achterbahnfahrt. Mal gehts raus, mal gehts runter. Häufig in der zweiten Liga zuhause, doch auch immer wieder in der ersten Liga dabei. Im Pokalfinale stand man auch schon einige Male, aber richtig was reißen konnten sie nicht. Meinetwegen dürfen die dieses Jahr mal aufdrehen. Nur zwei Spiele werden sie verlieren. Ihr wisst schon, gegen die Arminia. Schließlich brodelt hier die Gerüchteküche und ich glaube, Gott persönlich hat gestern der NW ein Interview gegeben und gesagt, dass er die schwarzweißblauen retten wird. War doch so, oder?
Gelangweilt?
Gestern war – in weiten Teilen Deutschlands – Feiertag und heute ist somit ein Brückentag. Ich habe gearbeitet und war somit erst mal recht ausgelastet. Anderen scheinen sich aber zu langweilen, so explodieren heute meine Blog-Besucherzahlen. Eine Horde (ich übertreibe ausnahmsweise mal nicht) findet ihren Weg über die entsprechenden Suchbegriffe zu diesem Artikel. Jaja, bei so viel freier Zeit kann man schon mal überlegen, schnell nebenbei der Kamasutra durchzuturnen.
Ich glaube, heute sitzen sehr viele enttäuscht vor ihrem PC, wenn sie nur bei mir gelandet sind. Tut mir ja auch leid. Leute, geht doch einfach arbeiten, wenn ihr mit so viel freier Zeit nichts anzufangen wisst.
Käääkse!
Herr Schmidt ist Emo, äh, Elmo. Als ich vor einigen Monaten/Jahren den Test mal gemacht habe, kam bei mir das gleiche Ergebnis heraus. Doch Zeiten ändern sich.
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You Are Cookie Monster |
![]() Misunderstood as a primal monster, you’re a true hedonist with a huge sweet tooth. You are usually feeling: Hungry. Cookies are preferred, but you’ll eat anything if cookies aren’t around. You are famous for: Your slightly crazy eyes and usual way of speaking How you life your life: In the moment. “Me want COOKIE!” |
Ganz schön passend, ernähre ich mich doch gerne hauptsächlich von Kuchen und Keksen. Und alles ist besser, als Tiffy zu sein…
