14
Nov
Veröffentlicht von Little James in Tonight I'm a Rock'n'Roll Star, me, myself & I. Schlagworte:Halsschmerzen. 3 Kommentare
Gestern Abend im Bett: Halsschmerzen. Okay, vielleicht ist es keine Erkältung, vielleicht kommt das nur vom vielen lauten Sprechen heute Abend.
Heute Nacht aufgewacht: Halsschmerzen unverändert. Mein Gesicht tut weh.
Heute Morgen: uärk.

Ich lass mich nicht unterkriegen. Ausgerüstet mit Salbei- und Pfefferminztee, Ipalat, Orangen- und Fliedersaft, ACC Akut und Salzwasserlösung werde ich die zwei Tage überstehen. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich mit Salzwasser gegurgelt. Ich will da gar nicht groß drüber sprechen. Aber es hilft. Und auch Salbei verabscheue ich normalerweise. Aber was tut man nicht alles. Ich werde Stimme haben. Bis heute Abend halte ich eh einfach mal den Schnassel. Und morgen gibt es dann von allem eine Extradröhnung. Für die Kunst.
11
Nov
Veröffentlicht von Little James in Augenzwinkern, me, myself & I. Schlagworte:Erkältung. 10 Kommentare
Eigentlich bin ich – was Krankheiten betrifft und ich glaube auch so – ein eher unvorsichtiger Mensch. Also, ich war eins von den Kindern, die Regenwürmer und Erde gegessen haben. Ich habe keinen Reinlichkeitsfimmel und Desinfektionsmittel habe ich bisher eigentlich nur im Krankenhaus benutzt – und am Flughafen in den USA. Ich fahre in öffentlichen Verkehrsmitteln, ohne mir danach sofort die Hände zu waschen und fasse jede Türklinke an ohne groß darüber nachzudenken. Denn: je länger ich darüber nachdenke, desto mehr überkommt mich gerade jetzt das Verlangen, meine Hände sofort zu waschen.
Eine Angst beherrscht mich gerade. Die Angst, am Samstag auf die Bühne zu müssen und heiser zu sein. Oder eine Schniefnase zu haben. Oder der Super-Gau…Fieber. Ist es nicht gerade so, dass irgendwie alle erkältet sind? Oder kommt nur mir das so vor? Und ich war schon so ewig lange nicht mehr krank, es wird ja schon fast wieder dringend Zeit, dass die Erkältungsbazillen ihren Weg durch mein Immunsystem finden. Und ist da nicht schon seit Tagen ein immer wieder auftretendes leises Halskratzen in meiner Rachengegend? Ich kämpfe. Jeden Tag. Gegen die Erkältung, die mir droht. Ich trinke literweise Meditonsin. Ich esse Obst und trinke heiße Zitrone. Heute habe ich sogar eine Hühnersuppe gegessen. Niemals sieht man mich in diesen Tagen ohne Schal und warme Schuhe. Vorgestern hätte ich in der Apotheke fast Sterilium gekauft. Noch fühle ich mich einigermaßen in Ordnung. Nicht so 100% fit, aber noch einen großen Schritt von der Erkältung entfernt. Es sind aber auch noch drei Tage. Und heute Morgen stand ich 40 Minuten als Unfallzeugin im Nieselregen und fror mir wortwörtlich den Arsch ab.
Ich glaube, so eine panische Angst vor einer Erkältung hatte ich schon lange nicht mehr. Phhh…Schweinegrippe. An sowas denke ich gar nicht. Halsschmerzen sind mein größter Feind. Her mit den Hausmitteln: was hilft noch vorbeugend gegen eine Erkältung? Rettet mich.
10
Nov
Veröffentlicht von Little James in Augenzwinkern. Schlagworte:Martinssingen. 7 Kommentare
…lieber Martin, komm und schaue.
Und jetzt ihr: wer war als Kind Laternesingen und wer nicht? Wer weiß, was St. Martin damit zu tun hat? Und Martin Luther dagegen ÜBERHAUPT nichts? Und wer kennt nur Martinisingen? (Ja, ich singe auch nach Martini) Und wer macht die Tür auf und verteilt Süßigkeiten?
8
Nov
Veröffentlicht von Little James in I hope, I think, I know, me, myself & I. Schlagworte:Theater. 4 Kommentare
…das für immer, immer in mir spielt. Das sing Jens Friebe. Und ich denke, ich weiß, was er meint. Schon zur Schulzeit habe ich Theater gespielt. Und dann fand ich 2006 wieder ein paar Menschen, die genauso denken und die ich fast alle so sehr in mein Herz geschlossen habe, fast als wären sie ich selbst.
Was für andere Sport sein mag, das ist für mich das Theaterspielen. Es ist ein Ausgleich zum Alltag, manchmal. Es ist die Sucht nach Aufmerksamkeit, manchmal. Es ist eine Flucht aus der Wirklichkeit, manchmal. Theaterspielen gibt mir Energie. Ganz oft ist es so, dass ich müde und mit Rückenschmerzen zur Probe gehe und dann voller Elan nach Hause komme. Sportersatz halt. Theaterspielen heißt, in Rollen zu schlüpfen. Rollen, die man sonst nicht zeigt, die man nicht ist oder nicht gerne sein möchte. Oder die man schon immer mal rausholen wollte. Und natürlich heißt es irgendwann auch: sich einem Publikum stellen. Denn man spielt ja nicht nur so im stillen Kämmerlein. Der Narziss in einem möchte es zeigen, so wie ein Maler auch seine Bilder nicht nur so für sich malt oder ein Schriftsteller seine Werke veröffentlichen möchte.
Das bedeutet Arbeit. Eine Menge. Und Verzicht. Schlaf, Essen, Freizeit. Das ist zumindest bei uns so, weil man sich ja noch um hundert Dinge kümmern muss. Flyer, Aufführungsorte, Requisieten, Kostüme usw. Und plötzlich hat man immer einen Hänger in der einen Textstelle, die man doch schon mindestens zwanzig Mal fehlerfrei aufgesagt hatte.
Es zehrt an den Nerven. Man geht an körperliche Grenzen. Was machen die eigenen Freunde eigentlich gerade? Keine Ahnung. Ganz ehrlich: ich wache morgens auf und denke sofort daran, was noch alles gemacht werden muss. Gedanken ausschalten klappt nur zu selten. Und ich bin froh, dass es Menschen gibt, die es schaffen, dass ich auch mal an was anderes denke und abschalten kann. Zumindest noch in den nächsten Tagen. Denn bald ist es geschafft. Am Samstag ist Premiere. Bis dahin werde ich wohl nicht mehr schlafen, essen oder sonst wie auf der Höhe sein. Danach werde ich ganz viel essen, schlafen und mal wieder ein Buch lesen. Stundenlang im Mellow rumhängen. Besonderen Menschen besonders viel Zeit schenken. Ein Kleid kaufen. Und danach gibt es eine Theaterpause. Ein Semester-in-Spanien-Pause. Eine Theaterworkshops-im-Schauspielhaus-Bochum-besuchen-Pause. Eine Babypause (nein, ich bin eher die mit den Workshops).
„Hinter geschlossenen Lidern“
frei nach Sibylle Berg
14. November 2009, 19:30 Uhr
Theaterwerkstatt Bethel (Gadderbaum)
15. November 2009, 19:00 Uhr
Falkendom Bielefeld
4
Nov
Veröffentlicht von Little James in Hometown Blues. Schlagworte:BiBloStaTi. 3 Kommentare
…treffen sich in Bielefeld. Was für ein holpriger Reim. Aber natürlich wahr. Wie (fast) jeden Monat treffen sich die Blogger/Twitterer/Facebook-Nutzer und eigentlich alle, die reden und schreiben können und wissen, dass es neben dem Internet Explorer noch eine andere Welt – zum Beispiel den Firefox – gibt.
Und da wir gar nicht so dem nerdigen Nerd-Klischee entsprechen, reden wir nicht nur über Blogs und „dieses Internet“ oder wer gerade in welcher Twitter-Liste aufgenommen wurde, sondern über Musik, Fußball, Filme, Raider und wer von uns am Liebsten Sacha heiraten möchte.
Freitag, 6. November 2009, ab 20 Uhr
Tangente, Mühlenstraße 2, 33607 Bielefeld
(Ganz in der Nähe vom Kamp, wer also vorm Konzert von Jochen Distelmeyer noch reinschauen möchte, der hat dazu die Gelegenheit)
3
Nov
Veröffentlicht von Little James in Augenzwinkern, me, myself & I. Schlagworte:Schminke, Schmuck, Theater. 4 Kommentare
…normalerweise nicht! Aber was ist in diesen Tagen schon normalerweise? Nicht viel, jedenfalls nicht bei mir, denn eine Theaterpremiere steht ins Haus und dafür benötige ich noch ein paar Dinge, die ich normalerweise halt eben niemals anfassen würde.
Alles fing an mit einem Outfit, welches ich glücklicherweise nicht kaufen musste, sondern geliehen bekam. „Du brauchst sowas Sexy-Flittchen-mäßiges!“ sagte eine Mitspielerin unserer Theatergruppe und ich hätte mich vor Lachen fast an meinem Apfelkaugummi (auch Theater) verschluckt. Sexy-Flittchen ist seitdem ein feststehender Begriff bei uns, man sollte vielleicht noch „billig“ hinzufügen, und ja…das Kleid ist schon etwas, wofür ich sonst zu viele Komplexe zum Tragen hätte. Ich hatte schon mal mehr Stoff am Körper (aber auch schon weniger). Vom Muster will ich mal gar nicht sprechen, ich will ja auch gar nicht zu viel verraten. Aber es ist schon sehr wild, so im Ganzen. Und dazu kann ich natürlich nicht in meinem üblichen Tages-Look rumlaufen.
Also ging ich in eine Drogerie um billigen Trash zu kaufen. Wo ist der ganze Plunder? Was es nicht alles zu kaufen gibt. Armreifen, Haarspangen, Ohrringe…alles in Pink, alles in meinem Einkaufskörbchen. Weiter zum Make-Up. Himbeerglitzerlipgloss, lila Nagellack und dann das Highlight schlechthin: Chrystal Eyeliner. Ich kannte bisher ja nur Chrystal Meth (nein, nicht aus eigener Erfahrung), aber Chrystal Eyeliner war mir neu. DAS-MUSS-ICH-HABEN! Glitzernder Eyeliner in blau. Bepackt mit Kinderschminke (so sieht das jedenfalls alles aus) geht es dann zur Kasse.
Schwierig: den ganzen Krempel mit möglichst viel Würde aufs Band legen und so tun, als sei es ganz selbstverständlich, dass man da gerade pink-glitzer-billig-Zeugs kauft. So gesehen: es muss ja Leute geben, die das wirklich kaufen, sonst würde es ja nicht im Laden stehen. Aber in der Masse ist es dann doch ein Hingucker. Wenn man dann in der Mittagszeit unterwegs ist und der Laden brechend voll, dann kommt das gleich noch viel besser. Ist wie eine Mutprobe.
Unangenehm: wenn der blaue Chrystal-Eyeliner (das wird für mich das Wort des Tages) nicht ausgezeichnet ist und die Kassiererin sich noch mal durch den Laden kämpft um zu schauen, wie teuer das Schätzchen war. Und so lange liegt das blaue Dings nahezu anklagend auf dem Kassenband, gefühlte 35 Leute hinter dir schauen dich an und du kannst sie denken sehen: „Wegen so einem Scheiß müssen wir hier noch länger warten als eh schon nötig! Blauer Glitzer Eyeliner!“ Immer schön lächeln und nie vergessen: Abschminktücher are a girl’s best friend.
Meine Friseurin sagte mir heute, mit meinem Gesichtsausdruck (was auch immer sie meinte) könnte ich mich ruhig auch mal etwas dramatischer schminken. Wenn die wüsste…
1
Nov
Veröffentlicht von Little James in Augenzwinkern, me, myself & I. Schlagworte:Grundschule, Sport, Turnhalle. 2 Kommentare
Ich gehe ja seit einigen Jahren nicht mehr zur Schule, die Grundschulzeiten liegen also schon richtig lange zurück. Aber ich weiß noch, das ich schon ein paar Mal davon geträumt hatte, alleine in der Schule zu sein. Oder noch besser: in einer Sporthalle. Natürlich nicht ganz allein, das wäre mir dann doch zu gruselig, das kommt von diesen ganzen US-Horrorfilmen, die ich mal gesehen habe, aber mit so einer Handvoll Leuten und einer Menge Spaß.
Am Wochenende ging dieser Traum in Erfüllung. Viele viele Stunden verbrachten wir zu acht in einer Grundschule mit direkt angrenzender Sporthalle (also, kein Weg über den Schulhof, wie bei meiner alten Grundschule, sondern eine direkte Verbindung vom Schulgebäude aus). Wunderbarst.
Natürlich waren wir nicht für Spiel & Spaß dort stundenlang, sondern wir haben den Raum für Theaterproben genutzt. Aber da man ja nicht in allen Szenen mitspielt und wir uns auch immer ordentlich aufwärmen, haben wir einige Zeit in der Sporthalle verbracht. Und im Geräteraum alles ausprobiert. Alles, was wir nicht groß aufbauen mussten, zumindest. Barren, Schwebebalken, kleine Trampolins, Matten und Bälle. Hunderte Bälle. Ein bisschen wie im Kinderparadies.

Als wir uns dann an allem genug ausgetobt hatten, haben wir noch so ein bisschen rumgeturnt. Räder schlagen, Handstand machen usw. Als ich noch jünger war, da habe ich manchmal einen ganzen Nachmittag damit verbracht, immer und immer wieder Handstand zu machen. War überhaupt kein Problem. Und jetzt steht man da plötzlich vor dieser Wand (weil ich sonst hinten rüber kippe) und traut sich nicht. Macht sich viel zu viel Gedanken, was alles passieren könnte. Die Handgelenke brechen. Aufs Gesicht fallen. Das Genick brechen. Oder die Arme. Oder überhaupt alles. Aber dann kommt der Moment, man traut sich und es klappt sofort. Unfassbar. Und dann kommt man wieder auf die Füße, sieht Sternchen und erkennt, dass man wohl doch nicht mehr 12 ist. Dann lieber ein bisschen auf dem Trampolin rumspringen und noch mal Kind sein.
Heute habe ich Muskelkater. Das war in meinen Kindheitsträumen aber anders.
29
Okt
Veröffentlicht von Little James in Tonight I'm a Rock'n'Roll Star. Schlagworte:Konzerte. 10 Kommentare
Meine Schwester und ich sind musikverrückt. Das ist ja kein Geheimnis. Eins unserer liebsten Hobbies (und irgendwie auch Beruf und Berufung) ist der Konzertbesuch. Natürlich ist es praktisch, wenn man in einer Stadt wohnt, in der regelmäßig (aber trotzdem viel zu selten) Konzerte stattfinden. Ich könnte jeden Abend auf Konzerte gehen. Und deswegen verlassen wir die Stadt halt auch mal, um noch mehr Musik erleben zu können.

Die schönsten Konzertreisen mache ich mit ihr, meiner Schwester. Es funktioniert einfach. Wir singen auf der Fahrt bei den gleichen Liedern mit, lachen über die gleichen Dinge, die wir am Straßenrand und sterben in Autobahnbaustellen fast den gleichen Herztot, wenn ich waghalsig an LKWs langfahre.
Und…mit ihr verfahre ich mich immer. Und es macht immer Spaß. In Bochum haben wir uns ganz großartig verfahren. In Köln verfahren wir uns immer (ich besitze deswegen einen Stadtplan von Köln), in Osnabrück und Münster haben wir das auch schon geschafft. Und gestern dann auch in Dortmund. Und niemals kämen wir auf die Idee, ein Navigationssystem zu kaufen oder leihen, weil das zu langweilig wäre und wir dann niemals im Ruhrgebiet in irgendwelche Tankstellen schlendern und vor Jeanswestenträgern zugeben müssten, dass wir uns verfahren haben.
Obwohl ich mich freue, wenn in Bielefeld Konzerte sind, weil ich dann mal eben rüber gehen kann (ins Kamp), oder mal eben die Bahn nehme oder mich ins Auto setze (Ringlokschuppen und Forum) oder sogar radele (im Sommer, der Falkendom), finde ich es auch mal schön, in eine andere Stadt zu fahren. Dort weiß man nicht, ob man auf Anhieb einen Parkplatz findet, wie die Getränkeauswahl ist, ob man sich auf den Toiletten Krankheiten einfangen wird und wie die Akustik ist. Man trifft halt eben nicht die immer gleichen Gesichter und freut sich um so mehr, in der Menge ein bekanntes zu entdecken, welches man schon lange nicht gesehen hat.
Und dann die Musik. Natürlich fahre ich nicht für jede Band über 100 Kilometer. Für manche dagegen schon. Sogar noch weiter. Und immer und immer wieder.
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