Willkommen in der 2. Liga

Der 11. Mai 2013 war ein schöner Tag in diesem Haushalt. Ich teile mit dem Mann nicht nur die Wohnung, die Liebe zur Musik und mein Leben – sondern auch noch die Leidenschaft für DrittZWEITLiga-Fußball. Er unterstützt den KSC, ich den DSC. Die Blautöne der Trikots harmonieren so gut wie wir beide es gab auch Samstage, wo wir das eine Spiel im Fernsehen und das andere parallel im Stream übers Notebook laufen ließen.

Irgendwann letztes Jahr behauptete ich übrigens mal größenwahninnig, dass ich uns ein Jahresabo Sky gönne, sobald Arminia Bielefeld und der Karlsruher SC gleichzeitig in der 1. Liga spielen. Gelacht haben wir. Doch man weiß ja nie. Am 11. Mai jedenfalls konnten wir beide feiern: beide Mannschaften sind von der dritten in die zweite Bundesliga aufgestiegen. Tschüss Rostock, Heidenheim, Unterhaching und Hallo an Köln, Bochum und Paderborn.

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Alle Gegner stehen noch nicht fest, schließlich muss die Relegation (Hinspiel 23./24. Mai und Rückspiel 27./28. Mai) noch ausgetragen werden. Da drücke ich persönlich einmal Osnabrück sehr fest die Daumen und beim Wechsel “oben” ist es mir eigentlich egal, ob Hoffenheim oder Kaiserslautern gewinnt (das ist so eine Art “Not gegen Elend”-Ding). Sobald dann aber alle Mannschaften feststehen (was passiert eigentlich, wenn Kim Jong Kentsch Duisburg tatsächlich in die Insolvenz gesägt hat?), werde ich wie schon einst 2009 die Mannschaften der 2. Liga vorstellen. Meine Recherche zu den Vereinen besteht dabei journalistisch professionell aus der Internetpräsenz des jeweiligen Vereins, dem Kicker und Wikipedia. Es wird wieder ein Lattenmessen geben im Vergleich: Größe des Stadions, Kosten für einen Stehplatz, berühmte ehemalige Spieler und das lustigste Maskottchen. Und natürlich noch andere Kuriositäten, die mir so auffallen. Wer dann noch weitere Anekdoten zu berichten weiß, darf sich gerne im Kommentarfeld austoben.

Ich freue mich auf die 2. Liga!

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Our Night Out: Art Brut (03.05.2013 Luxor, Köln)

Art Brut gibt es jetzt seit 10 Jahren und genau seit 10 Jahren kenne, höre und liebe ich diese Band. Angefangen hat alles mit Emily Kane und jedes Album, jedes Lied ging direkt in mein Ohr und mein Tanzbein. Gerade, wenn man mal (wieder) die Nase voll hat von den leidenden Elfenmusikern, die einen mit Banjo, Säge und Glockenspiel verzaubern wollen (manchmal auch können), dann sollte man sich auf jeden Fall Art Brut anhören, die über die wirklich wichtigen Dinge im Leben singen (DC Comics & Chocolate Milkshake).

Live sind Art Brut auch immer ein Highlight, ich habe sie bisher in Bielefeld gesehen, in Hannover und jetzt zum zweiten Mal in Köln. Eine kleine Reise lohnt sich da also definitiv für. Denn erstens hat Art Brut immer tolle Vorbands (dieses Mal Keith Top Of The Pops, beim letzten Konzert waren es Buster Shuffle und zweitens ist es immer ein schönes Erlebnis, ein Abend voller Geschichten über Musik, das Leben und Leute. Und über den kleinen Bruder von Eddie Argos.

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( (c)by Seb Supersonic)

Dieses Konzert in Köln war der Auftakt zur Tour anlässlich des 10jährigen Bandjubiläums. Sie sind jetzt “classic rock” sagt Eddie Argos und Gitarrist Jasper Future hat sich direkt mal die Finger blutig gespielt. Setlist? Das Publikum ruft einfach Wünsche rein, die die Band dann erfüllt. So sind alle glücklich. Und noch mehr, als nach dem Konzert die Band noch (publikumsnah wie immer) am Merchandise-Stand steht, sich mit den Fans unterhält und CDs signiert.

Art Brut, danke für die letzten zehn Jahre! Auf die nächsten zehn!

Aufgemerkt, auch andere haben über das Konzert geschrieben.
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Frau Grobitz

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Pottspot: Rombergpark Dortmund

Am 1. Mai, als ich hier mein zweieinhalbjähriges Dortmundjubiläum feiern konnte, war ich im Rombergpark. Da war ich bisher noch nie und ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte. Der Park ist nämlich total idyllisch und schön. Aber seht selbst.

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Für mich ist dieser Park die perfekte Mischung aus “schön angelegt” und “ach, wachs doch wie du willst”. Und es gibt einen Kräutergarten, da habe ich ja eine Schwäche für.

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Und Kunst gibt es auch.

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Achtung! Flausch-Content!

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Awwww! Da komm ich doch gerne wieder!

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Fleisch mit Fleisch

Rodizio ist das Zauberwort!

Ich esse nicht viel Fleisch, aber gerne. Einem guten Steak kann und möchte ich nicht widerstehen. Vom brasilianischen Rodizio hatte ich schon häufig gehört, aber noch nie probiert. Zeit, das zu ändern und glücklicherweise gab es einen Groupon-Gutschein für das Rio Do Rio am Hohen Wall.

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Zunächst mal umschauen: der Laden ist schön eingerichtet, recht schlicht und modern, hell und großzügig. Es ist nicht zu vollgestellt, man kommt überall gut durch und nicht mal ich Trottel bleibe irgendwo an Stühlen oder so hängen, wenn ich mal aufstehe (z. B. um zum Salatbüffet zu gehen).

Der Gutschein beinhaltete einmal das klassische Rodizio, dazu gab es dann noch einen Caipi und soviel vom Salatbüffet, wie man mochte. Wir wollten gerne einen Caipirinha mit und einen ohne Alkohol, es kamen dann aber doch beide mit. Erst wollte ich schon den ersten Punkt auf meiner gedanklichen Meckerliste notieren, aber nach einem kurzem Hinweis hat der Kellner sich erst mehrfach entschuldigt, für Ersatz gesorgt und ich durfte dann den zweiten mit Alkohol auch für umme trinken. Das fand ich dann auch eine gute Regelung (hicks).

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Noch eine gute Regelung: die grüne, bzw. rote Karte. Eigentlich eine Art Bierdeckel, die grüne Seite bedeutet “Bitte den Tisch mit Rodizio versorgen”, die rote Seite “Bitte Pause”. Na, dann starten wir mal.

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Vom Salatbüffet kann man sich jederzeit selbst bedienen, das Rodizio wird direkt an den Tisch gebracht und auf den Teller gesäbelt. Auch gebracht werden warme Beilagen wie Reis (im Prinzip ein Risotto und zum Niederknien lecker) oder Pommes (auf die wir verzichtet haben). Eigentlich finde ich die Teller etwas groß, weil ja immer nur eine Kleinigkeit darauf liegt. Aber es ist natürlich auch so, dass man größere Portionen wählen könnte. Aber dann würde ich ja gar nicht alles probieren können. Was ich da alles an Fleisch gegessen habe, weiß ich nicht so 100%, weil ich den Mann nicht immer so ganz verstanden habe. Auf jeden Fall war Schweinefleisch, Rind und Lamm dabei. Und Paprikawürstchen. Und alles war richtig lecker.

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Die Wahrheit ist: man muss Fleisch schon wirklich richtig mögen und man darf da nicht zimperlich sein. Es sind halt nicht immer die schönsten Filetstücke, die einem da fertig hingelegt werden, sondern es wird da vom Spieß runtergesäbelt. Ein wenig archaisch ist das dann manchmal schon. Ein bisschen blutig auch. Aber a) ist das ja gar kein Blut und b) mag ich mein Fleisch ein bisschen blutig. Was ich auch mag: Gegrillte Bananen, die in Zucker & Zimt gewälzt worden sind. Die gab es zwischendurch auch. Sehr lecker. Und eine schöne Abwechslung zu den ganzen Fleischbergen.

Nach einer Weile allerdings – überraschend schnell sogar – war ich satt. So richtig satt. So “meine Magenwand reißt bald”-satt. Noch ein Stück mehr von irgendwas und ich falle vom Stuhl. Folgerichtig dann so:

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Satt und glücklich. Fleischesser werden an so einem Abend sicherlich sehr froh nach Hause rollengehen. Ich war das auch, werde aber die nächsten Tage sehr viel ausgleichendes Gemüse essen. Toller Laden, das Rio Do Rio. Nicht für jede Woche, aber bei besonderen Anlässen oder vor der nächsten Diät kann man da ganz gut essen.

(Den Gutschein habe ich von Groupon geschenkt bekommen – Danke schön!)

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2 1/2 Jahre Pott – ich lerne Ruhrdeutsch

Neulich war ich im Rathaus, weil in meinem Reisepass noch Bielefeld als Wohnort stand und ich den Pass im Sommer brauche. Also mal eben hin zum Bürgerservicebüro und das ändern lassen.

Nach einer Stunde warten war das dann auch innerhalb von 20 Sekunden erledigt und ich bekam den Pass wieder.

“Kostaswatt?” “Nee.”

Ich bin wohl angekommen.

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(Grammatik kann ich aber noch)

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Magnolientraum

Was ich am Ruhrgebiet wirklich wirklich wirklich liebe (so wirklich)

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Magnolien. Magnolienbäume stehen hier an jeder Ecke und in fast jedem Garten und sobald man ein bisschen durch die Gegend fährt sieht man sie überall.

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Wunderschöne Blüten. Was für ein Traum.

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samstags im Plattenladen

Samstag war record store day, da nutzte ich die Gelegenheit und schaute mal wieder in einem Plattenladen vorbei.

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Genauer gesagt, war ich im Archiv, der Laden liegt in Dortmund an der Hohen Straße, also recht zentral und gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Dort gibt es CDs, aber auch Vinyl und sogar noch DVDs und Videokassetten. Und ich habe auch noch ein paar Extras gesehen: Poster und Tassen und solche Sachen. Alles, was das Musikfreundherz höher schlagen lässt. Wie schön es ist, einfach nur durch das Angebot zu schauen. CDs mit den Fingerspitzen durchsuchen, das leise Klappklapp der Hüllen, wenn sie aneinanderschlagen.

Ich mag die Atmosphäre in Plattenläden und gleichzeitig fühle ich mich dort irgendwie ausgeliefert. Ich schaue mir meine Auswahl an und frage mich, ob das gut genug ist. Ob der Verkäufer mich heimlich auslacht und ob ich nicht noch schnell irgendwas aus der “Raritäten”-Kiste ziehen soll. Egal, ob ich es kenne oder nicht. Verrückt. Der Verkäufer ist vermutlich eh froh, dass überhaupt mal jemand was kauft, weil sonst außer mir eh nur noch zwei Musiknerds im Laden sind, die ausschließllich nach weißen Vinylsonderpressungen, die aus Japan exportiert worden sind, fragen. Die natürlich nicht da sind.

Ich mag diese Leute, so wie ich Rob aus “High Fidelity” mag. Sie lieben Musik und ich auch. Und ich bewundere sie, weil sie es sich alles merken können – und da scheitere ich. Ich kann mir nur schlecht Bandnamen merken, noch schlechter Songtitel. Wenn ich ein Lied höre, dann denke ich “Jaja, kenn ich. Moment, warte, hab ich doch auch schon gehört…” und dann fällt mir wieder nicht ein, wer das ist. Sehr ärgerlich. Dafür weiß ich immer, wann und wo ich die Band live gesehen habe. Auch nicht schlecht.
Also, ich bewundere sie. Was für ein umfangreiches Wissen. Wenn ich ihnen dann aber so beim Fachsimpeln mit dem Verkäufer zuhöre, dann bekomme ich auch ein bisschen Angst, dass ich mal so werde oder andere mich so sehen. Hilfe.

Ich nehme dann übrigens nichts mehr aus dem Raritätenregal. Der Verkäufer ist trotzdem nett zu mir. Ich komme wieder.

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I love spring

Zehn Dinge, die ich am Frühling liebe

1. Sonnenschein, kombiniert mit blauem Himmel. Ich bin glücklich.
2. Vogelgezwitscher
3. Magnolienblüten
4. Kirschblüten

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5. Das erste Eis des Jahres, das man “auffe Faust” isst
6. Das erste Mal grillen
7. Dass das Leben sich mehr nach Draußen verlagert, man mit den Nachbarn plaudert
8. Dünne Jacken und Schuhe…das Gefühl von Freiheit
9. Hummeln
10. Als nächstes kommt der Sommer

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