Dortmund. Leben, wo andere Urlaub machen (könnten).

Dortmund ist ja nun nicht gerade als touristische Hochburg bekannt. Und um ganz ehrlich zu sein: es kann sich auch sicherlich nicht mit Städten wie Hamburg, Freiburg, München oder Berlin vergleichen. Aber trotzdem ist es schön hier, zumindest ein Tagesausflug könnte sich lohnen. Und abseits von der Stadt gibt es sogar Ecken in Dortmund, die einen wirklich entzücken können. Und dazu gehört auch der Aquädukt.

Ehrlich gestanden habe ich letzten Sommer überhaupt das erste Mal von ihm gehört – aber es tröstet mich, dass auch andere Dortmunder nicht von seiner Existenz wussten oder wissen. Er liegt aber auch ein bisschen versteckt.

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Aber zum Glück nur einen Spaziergang von mir entfernt.

Nicht mal die Wikipedia-Seite von Hörde erwähnt ihn, im Internet gibt es überhaupt nicht sonderlich viel über ihn zu finden. Postkarten gibt es ziemlich wahrscheinlich auch nicht. Und ich habe länger überlegt, ob ich diesen kleinen Geheimtipp hier überhaupt preisgeben soll. Aber es ist einfach zu schön.

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Ich hörte davon, dass dort an heißen Sommertagen sogar geschwommen wird. Tief genug ist das Wasser dort auf jeden Fall – und solange noch nicht jeder den Weg dorthin findet, geht das vermutlich sogar. Was auf jeden Fall geht: hinsetzen, picknicken, die Gegend genießen. Urlaubsgefühl.

Vielleicht bringe ich bald meine eigene Postkarten-Kollektion von Dortmund heraus. Der Aquädukt wäre definitiv dabei.

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Festivalsommer 2014: Rock Werchter

Ich bin ja eher so ein Menschenfeind. Oder besser: ein Menschenmassenfeind. Trotzdem begebe ich mich gelegentlich in so eine Masse und meistens hat es was mit Musik zu tun. Also Konzerten. Oder sogar Festivals. Und während ich zum Way Back When mit der U-Bahn anreisen konnte, muss ich fürs Rock Werchter sogar das Land verlassen. Wobei man von Dortmund aus ja recht schnell in Belgien ist – es sind rund 240 Kilometer bis nach Werchter.

Die beste Konzertbegleitung und ich hatten nur ein Tagesticket für den Samstag, verbrachten aber direkt die Zeit von Freitag Nachmittag bis Sonntag dort und übernachteten feudal (zumindest im Vergleich zum Festival-Zeltplatz) in Hasselt, etwa 50 Kilometer von Werchter entfernt. Wir hätten gern auch noch näher an Werchter übernachtet, aber die Hotels in der näheren Umgebung kann man zu diesem Wochenende einfach nicht bezahlen. Hasselt ist aber auch ganz nett, das lohnt sich auch.

Und das Rock Werchter lohnt sich halt auch. Zum dritten Mal für mich.

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Leider war uns der Wettergott nicht so richtig hold, aber es ging noch. Außerdem gab es Regencapes geschenkt, reichlich, da hatten wir genug zum anziehen und zum draufsetzen. Und solange es einem nicht ins Bier regnet…

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Das Line Up vom Rock Werchter kann sich immer sehen lassen. Über das ganze Wochenende verteilt standen dort unter Anderem Placebo, Damon Albarn (den haben wir ja letztes Jahr mit Blur dort schon gesehen), The Wombats, Arctic Monkeys, Paolo Nutini, Eels, Pearl Jam, The Black Keys, Pixies, Interpol und die Babyshambles auf der Bühne. Und noch wirklich viele mehr.

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Nachmittags liefen wir noch etwas übers Gelände, hörten mehr hier und da ein paar Klänge, zB von Midlake und Tune-Yards, zum ersten Mal vor der Bühne stellten wir uns bei Biffy Clyro.

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Meine Güte sind die langweilig. Dabei sind das doch Schotten, die sollten mich grundsätzlich schon begeistern, wenn sie nur den Mund aufmachen. Und den ein oder anderen Radiohit find ich auch ganz ok. Aber mir ist das zu sehr 30 Seconds To Mars-mäßig. So möchtegern. Daher lieber:

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Pommes mit Sauce Andalouse! Auch nicht wunderschön, aber sehr lecker. Jeder, der mal in Belgien ist, sollte Pommes mit Sauce Andalouse essen. Ohne Witz, absolute Gourmet-Empfehlung. Es ist der Pommeshimmel.

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Weiterhin gesehen: Triggerfinger (die das Pech hatten, als belgische Band während des Viertelfinals mit belgischer Beteiligung spielen zu müssen, vermutlich haben sie deshalb kurz vorm eigentlichen Ende ihrer Zeit die Bühne verlassen), The Black Keys, Pixies und noch ein halbes Lied Pearl Jam. Vielleicht bricht es manchen das Musik-Herz, aber Pearl Jam find ich auch langweilig.

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Auch wenn man es schafft, in den vorderen Bereich vor die Bühne zu gelangen, steht man gefühlt immer noch ein bis zwei Kilometer von der Bühne entfernt. Das ist halt der Nachteil so großer Festivals. Glücklicherweise gibt es ja Leinwände, da kann man dann schon ziemlich gut sehen. Aber da ich wieder mit leichtem Gepäck (also ohne Kamera) unterwegs war, sind die Smartphone-Bilder halt nur mäßig. Hier gibt es aber noch die offiziellen Bilder, da kann man auch mal durchstöbern wenn man mag.

Der Aufwand für so einen Tag beim Rock Werchter ist natürlich immer groß. Obwohl ich wirklich gerne dort bin und mich die entspannte Organisation vor Ort immer wieder begeistert, weiß ich gerade nicht, ob ich mich nächstes Jahr noch mal in die Menschenmenge wage. Da müssten schon Morrissey, Noel Gallagher und Ocean Colour Scene an einem Tag bestätigt werden. Aber erst mal abwarten, der Festivalsommer 2014 ist schließlich auch noch nicht vorbei.

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Willkommen in der 3. Liga (Osnabrück und Kiel)

Ab in den Norden! Auch wenn Osnabrück nicht so nördlich liegt – aber es ist der einzige Verein aus Niedersachsen und Kiel der einzige Verein aus Schleswig Holstein und irgendwie landen sie deswegen gemeinsam hier.

Der VfL Osnabrück, mit den aparten Vereinsfarben lila und weiß (Das Motto “Aus Leidenschaft. Lila-Weiß.” bring mich übrigens immer zum Schmunzeln), ist ungefähr genauso eine Fahrstuhlmannschaft wie Arminia Bielefeld. Man traf sich auch schon gelegentlich auf dem Platz und es gab dort dann auch mal dieses besondere Spiel, an einem letzten Spieltag…an den sich wohl lieber die Arminia Fans erinnern.

Gespielt wird übrigens in der Osnatel-Arena an der Bremer Brücke, auch hier gibt es Nichtraucherbereiche und Stehplatzkarten für 12 €. Das ist gar nicht so wenig für die 3. Liga, aber auch in Osnabrück muss man jeden Taler zweimal umdrehen und es ist ja auch immer noch bezahlbar. Die Internetseite des VfLs ist übrigens sehr schön klar und schlicht, das gibt schon mal Extrapunkte. Einen Shop gibt es natürlich auch, mein Lieblingsstück ist dann auch direkt der Cocktailsessel für schlappe 400 Schleifen. Kann man sich ja mal ins Wohnzimmer stellen. In Lila-Weiß. In Osnabrück vielleicht. Oder direkt das Sofa für 800 €. Alles kein Scherz. Wer nicht ganz so viel investieren will kauft einfach Kicker-Figuren (tolle Idee) oder ein VfL Skatspiel. Maskottchen gibt es übrigens direkt zwei, hier wird nicht gekleckert. Es handelt sich um Li & La, zwei überdimensionierte Smarties auf Beinen.

Ein paar ehemalige Spieler teilen sich der VfL und die Arminia übrigens auch, unter anderem Patrick Owomoyela (der scheinbar gerade in meiner weiteren Nachbarschaft ein Haus baut) und Legende Ansgar Brinkmann. Aber auch Udo Lattek hat mal für den Verein gekickt, ist aber auch schon ne Weile her.
Ich persönlich drücke dem VfL immer ein bisschen die Daumen – natürlich nur, wenn es der Arminia dabei nicht schadet. Nicht nur, weil wir den gemeinsamen Feind Preußen Münster haben, sondern auch, weil in Osnabrück einfach ein paar wunderbare Menschen wohnen. Eine ganz eigene Fanfreundschaft.

In Kiel kenn ich auch nette Menschen, aber vom Fußballverein Holstein Kiel hört man grundsätzlich eher so Krawall-Dinge. Bezeichnend finde ich auch, dass es im Shop mehrere Pflegeprodukte gibt: Zahnbürste, Lippenpflege und Duschgel/Shampoo. Vielleicht ist das ein Wink mit dem Zaunpfahl vom Verein an seine Fans. Wer weiß das schon.

Wenn man sich dann ordentlich die Zähne geputzt und die Haare gewaschen hat, dann kommt man für 11 (offen) bzw. 12 (überdacht) Euro auf einen Stehplatz im Stadion. Das Maskottchen ist Stolle, der Storch. Vielleicht ist der auch für den Nachwuchs zuständig. Ein paar bekannte ehemalige Spieler habe ich auch noch gefunden, unter anderem Sidney Sam und Andreas Köpke.

Mein persönliches Highlight auf der Website der Holsteiner war übrigens der Bereich “Medizin”, der ziemlich detailliert Einblicke in das medizinische Betreuungsteam der Mannschaft gibt. So weiß ich jetzt auch, dass man seit 2013 Blutegel zur Behandlung von Hämatomen einsetzt. Hoffentlich kommt da mal eine Frage bei Quizduell.

So, jetzt nur noch BaWü und NRW. Die Weltmeisterschaft ist nun auch fast vorbei, da kann die Liga jetzt aber auch wirklich bald starten.

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Lemminge

Neulich geisterte eine Meldung durchs Internet: im August gäbe es eine quasi epische Einzigartigkeit, nämlich fünf Wochenenden und nur vier Montage. Und das gäbe es nur alle 800 Jahre und irgendwas war dann noch mit Mayas. Oder so. Ich bekam diese Story etwa 14 Mal per WhatsApp geschickt und las mehrfach bei Twitter davon.

Schon beim allerersten Lesen kamen mir Zweifel und so öffnete ich meinen Smartphone-Kalender und wischte mich durch die Monatsblätter. Es dauerte nicht lange und ich stellte fest, dass wir nicht mehr ganz 800 Jahre warten müssen – sondern nur bis November. Und dann wieder bis nächstes Jahr Mai. Ich glaube, das Phänomen kommt insgesamt häufiger vor als Freitag, der 13.

Ist ja nicht so schlimm. Wenn jetzt ein paar Menschen glauben, dass sie gerade einem magischen Moment beiwohnen, bitte. Tut ja keinem weh. In diesem Fall zumindest. Es zeigt jedoch: nahezu alles was im Internet verbreitet wird, verbreitet sich a) unglaublich schnell und b) ziemlich ungefiltert. Kaum einer überlegt mehr, ob die Nachricht überhaupt stimmt. Zack, einfach weiterleiten. Geschnittene Videos, Bilder ohne Zusammenhang, Zitate von Paris Hilton? Schnell weitergeben. Je witziger oder skandalöser desto besser.

Natürlich haben wir das schon immer gemacht. Ich zumindest habe mit Sicherheit auch früher schon Dinge weitererzählt, ohne nachzuprüfen, ob das alles so stimmt. Aber momentan frage ich mich wirklich, ob die Leute ihren Kopf überhaupt gelegentlich noch zum Nachdenken benutzen. Und es ist halt auch wie immer beim weitertratschen: die Nachrichten werden verändert. Da wird etwas dazu erfunden oder weggelassen. Plötzlich ist es nicht mehr die Bitte eines einzelnen, mal darüber nachzudenken, die Zigeunersauce umzubenennen, sondern einfach nur noch “Zigeunersauce darf man ja auch nicht mehr sagen.”

Das Internet macht sowas einfacher. Aber überraschenderweise kann man das nicht nur zum Teilen von populistischer Drecksscheiße Nachrichten nutzen, sondern auch mal zur Recherche dieser. Einmal nachdenken oder nachlesen, bevor man direkt alles retweetet, teilt oder weiterleitet.

Last not least: ich will das Internet hier nicht als Bösewicht darstellen. Ich liebe das Internet. Das Internet selbst verbreitet keine falschen Nachrichten. Die Menschen, die es benutzen tun das.

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Extraschicht 2014

Die Extraschicht, auch “Nacht der Industriekultur” genannt, findet einmal im Jahr statt – und obwohl es mein viertes Ruhrpottjahr ist, habe ich in diesem Jahr erst zum ersten Mal geschafft, dort mal vorbeizuschauen. Im ersten Jahr war ich in Barcelona, im zweiten Jahr bin ich umgezogen (und abends viel zu platt) und im dritten Jahr stand ein großer Familiengeburtstag an.

Nun also, 2014, endlich dabei. Hat der Regen sich wohl auch gedacht, aber na gut, Wetter kann man sich nicht aussuchen. Schuhe imprägniert, Regenjacke an, kaum hatten wir den Skywalk von Phoenix West verlassen, saßen wir (also er und ich) auch schon im Zug Richtung Gelsenkirchen. Das ist ein Ort, den ich nur selten besuche. Ein Konzert, eine Lesung und ein Zoobesuch – mehr Gelegenheiten hatte ich bisher nicht. Da wir nun aber spät dran waren und Museumsnachterfahrungen beweisen, dass man immer viel weniger schafft als man sich vorgenommen hat, wollten wir gar nicht so weit weg und lieber ein paar Dinge abklappern, die nah beieinander sind. Es ist nämlich so: einige Stunden eines solchen Tages gehen mit Warterei und Fahrerei verloren. Aber ich muss auch sagen, dass ich ganz gerne so durchs Ruhrgebiet schuckele, ohne Stress, und mir die Gegend anschaue.

Erster Stopp: Nordsternpark in Gelsenkirchen.

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Der Nordsternpark ist ein ehemaliges Zechengelände, dort findet man heute nicht nur einen schön angelegten Park, sondern auch noch ein Amphitheater und den Nordsternturm, wo man oben auf dem Dach in 83 Metern Höhe runterschauen kann. Oder dem Herkules auf den Pöppes.

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Außerdem gibt es im Nordsternpark ein kleines Besucherbergwerk, ein kurzer Stollen als Ausstellungsfläche. Hier findet man viele alte originale Stücke aus dem Bergbau: Werkzeuge, Hinweisschilder, Helme und mehr, sowie Fotos von früher. Und ein paar charmante Männer.

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Gelsenkirchen hat noch eine weitere ehemalige Zeche bei der Extraschicht, das Steinkohlebergwerk Consolidation (kurz Consol), wo man ebenfalls eine tolle Ausstellung zum ehemaligen Zechenleben findet. Und natürlich noch mehr Fördertürme.

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Städtewechsel! Auf nach Recklinghausen. Da war ich zuvor auch erst einmal. Unser Ziel: das Umspannwerk.

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Bevor ich ins Ruhrgebiet gezogen bin, war mir nicht mal klar, dass ein UMSPANNWERK überhaupt ein Ausflugsziel sein kann. Und bis zur Extraschicht war ich auch mehr als skeptisch. Was soll ich denn bei einem Umspannwerk? Ich kann es kaum oft genug sagen: ein Umspannwerk!
Aber dann war ich da – und wollte gar nicht mehr gehen. Das Umspannwerk Recklinghausen ist einer der coolsten Orte im Ruhrgebiet. Geradezu elektrisierend.

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Zum einen gibt es auch im Umspannwerk ein Museum – natürlich über Elektriziät und Spannung. Und das ist wirklich toll. Man kann eine Menge anschauen und ausprobieren und im Ganzen erinnert es mich an das Haus der Geschichte in Bonn. Nur kleiner. Das allein ist schon einen Ausflug wert und nun kann ich verstehen, warum dort quasi alle Schulkinder des Ruhrgebiets da hinfahren.
Zur Extraschicht gab es dann zusätzlich noch ein paar Versuche mit Hochspannung. Damit kann man mich immer begeistern.

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Ich habe ein heimliches Faible für Tesla-Spulen und so einen Krams und hätte dort die ganze Nacht stehen können, leider war die Vorführung aber dann doch schnell vorbei. Stattdessen gab es noch einen kleinen Abstecher zum Stadthafen.

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Ende der Nacht, zurück nach Dortmund. Drei Spielorte, ganz gut. Nächstes Jahr dann gerne mit etwas besserem Wetter und dann anderen Spielorten. Wer noch mehr sehen möchte, der sich zum Beispiel dieses Video anschauen

oder im Netz nach mehr Bildern und Texten suchen.
Oder nächstes Jahr mitkommen.

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Pottspot: Skywalk Phoenix West

Ich hatte es im Januar schon angekündigt, dass ich mal eine Führung über den Skywalk des ehemaligen Stahlwerks Phoenix West in Hörde machen möchte. An dem Tag im Januar damals, als mir die Idee kam und ich direkt Tickets buchte, schien die Sonne wunderbar vom nahezu wolkenlosen Winterhimmel und in meiner Phantasie sah ich mich im Sommer in kurzer Hose durch eine leichte Sommerbrise laufen.

Tja. Es war dann auch ein bisschen ähnlich. Nur nasser. Und kälter. Aber ändert ja nichts, rauf auf das Ding.

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Der Führer von Dortmund Tourismus war ein älterer Herr und ich hatte zunächst die Vermutung, dass es ein ehemaliger Stahlarbeiter war. War er aber glaub ich gar nicht. Aber er hat viele Dinge gut erklärt, war im ganzen ziemlich sachlich und unaufgeregt und hat manche Dinge auch mit einem sehr bodenständigen Blick gesehen. Einige technische und chemische Details der Stahlerzeugung hat er unkompliziert und knapp erklärt – mir hat das sehr gut gefallen.

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1998 wurde das Stahlwerk geschlossen, und es wurde dann beschlossen, es so stehen zu lassen. Damit ist man im Ruhrgebiet ja nicht allein. Die Industriedenkmäler sollen die Erinnerung und die Identifikation mit der Geschichte bewahren und mir persönlich gefällt das ganz gut. Ich schaue mir gerne ein wenig rostigen Schrott an und habe mir arbeitsbedingt mittlerweile so viele Geschichten “von früher” angehört, dass ich zumindest in Etwa über die Stahlverarbeitung Bescheid weiß.

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Noch ein bisschen rumrosten:

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Aber die Natur holt sich einiges zurück

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Es ist mir im Landschaftspark Duisburg schon aufgefallen und ich bin immer wieder fasziniert: Birken wachsen wirklich überall. Bevorzugt auf Industrie-Ruinen. Auch im Inneren des ehemaligen Hochofens ist es schon ganz schön grün. Wir durften über eine kleine Öffnung mal ins Innere des Ofens reinklettern und das ist dann auch mal ziemlich beeindruckend. Außerdem findet man da noch solche Schätze.

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Ich finde, wenn man in Dortmund oder in der Umgebung wohnt, und sich dazu noch ein wenig für die Geschichte der Stadt interessiert, dann sollte man sich diese Führung nicht entgehen lassen. Ein bisschen schwindelfrei muss man sein, wobei ich da schon über viel schlimmere Dinge gelaufen bin. Natürlich ist es schade, dass das Wetter so schlecht ist, denn die Kombination Blauer Himmel und Rost ergibt in der Regel wunderbare Fotomotive.

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Willkommen in der 3. Liga (Cottbus und Rostock)

Wir bleiben im Osten, genauer gesagt in Brandenburg und in Mecklenburg-Vorpommern.

Im Cottbusser Stadion der Freundschaft kann man bei Sonnenschein auch Geld sparen – es gibt nämlich auch hier überdachte und unüberdachte Stehplätze. Die kosten dann 8, bzw. 10 € (im Vorverkauf), das ist schon ziemlich günstig. Auf der Internetseite wird dann noch von der unvergleichbaren Stimmung geschwärmt, man steht ja quasi direkt am Spielfeldrand. Ich mag solche kleinen schmalen Stadien ja und ich kann mir sogar vorstellen, dass dort auf der Homepage nicht zu sehr übertrieben wird.
Maskottchen ist “Lauzi”, ein, ähm, Dings. Männchen. Eine Figur davon kann man im Shop erwerben, oder man investiert sein Geld in einen Bleistift. Generell hat der Shop schon einige Dinge zur Auswahl, aber es ist nichts außergewöhnliches dabei. Schals, Kappen, Jacken und alles fürs Baby. Modell des Mannschaftsbus, Schlüsselanhänger usw. Das bekommt man ja wirklich überall.
Ich glaube, ich werde ein wenig wehmütig sein, wenn diese Saison der Name Cottbus fällt, denn immerhin ist Stefan Krämer nun dort Trainer. Ich schau gar nicht nach berühmten ehemaligen Spielern, für mich ist nur er wichtig, der Mann mit dem schwarzweißblauen Herz. Ich wünsche ihm und Cottbus den direkten Wiederaufstiegt, dann den Aufstieg in die erste Liga und dort das Triple. Ehrlich mal.

Als ich noch in Bielefeld wohnte und Hansa Rostock zu Gast in der Stadt war, dann habe ich gerne ein paar Umwege zum Stadion in Kauf genommen, denn für Gewöhnlich zogen die Fans eine kleine Schneise der Verwüstung durch die Stadt. Deswegen bin ich grundsätzlich immer froh, wenn Rostock und Bielefeld nicht in der gleichen Liga spielen, aber man kann halt nicht jede Saison das Glück haben (und dann auch noch Dresden! Hoffentlich hat die Stadt das in ihrem Haushaltsplan berücksichtigt!).
Für einen Stehplatz legt man übrigens 12 € (Vorverkauf) hin, nun ja. Dafür gibt es ein paar Nichtraucherblöcke, das find ich gar nicht so blöd. Obwohl es mich auch nicht stört, wenn im Stadion jemand in meiner Nähe raucht, aber gerade wenn man mit Kindern dort ist, ist es ja auch nicht verkehrt. So kann ja jeder sitzen/stehen wo es ihm gefällt. Kinder bis 14 sind in Rostock übrigens Nixzahler. Das nenn ich Nachwuchsförderung. Die beiden Kinder auf dem Werbeplakat zu dieser Aktion sind übrigens barfuß. Das würde ich im Stadion übrigens grundsätzlich nie empfehlen.

Enorm neidisch bin ich übrigens auf den Jutebeutel aus dem Fanshop. Da Hansa in Dortmund allerdings ja ein Bier mit zweifelhaftem Ruf ist, würde es hier wohl falsch verstanden werden. Aber wäre auch passend. Aber überhaupt: da ist eine Menge los im Shop. Brillenetui mit Putztuch, ein Wecker, Klappkarten mit Musik, Partydeko, Hundehalsbänder, Anti-Rutsch-Sticker für die Dusche…eigentlich kann man in diesem Shop ALLES kaufen. Die Aufstiegs-DVD ist gerade reduziert.

Richtig dicke Freundschaft pflegt man übrigens zu St. Pauli, was man gerne mal mit Feuerwerk im Stadion zeigt. Ich glaube, Hamburg hat beim Abstieg der Rostocker neulich drei Kreuze gemacht. Vielleicht hat die Arminia ja nächstes Jahr auch wieder Glück. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Hinfallen. Aufstehen. Krone richten. Weitermachen.

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Color Run, 22. Juni 2014

Die buntesten 5 Kilometer meines Lebens.

Vorm Start
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Flamingopause
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Ein bisschen schade: für die letzte Startergruppe – in der ich auch war, weil ich keine Lust hatte, schon so früh im Startbereich rumzulungern – schien nicht mehr überall Farbe aufgehoben worden zu sein. Bei der gelben und der blauen Farbstation hatte man quasi schon sein Pulver verschossen. Auf dem Boden rumwälzen ist auch nicht so mein Ding. Daher war ich am Ende nur ein wenig gesprenkelt.

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