Anne Castroper

Anne Castroper, liebe auswärtigen Leser, ist nicht etwa der Name eines Mädchens aus der Nachbarschaft, sondern vielmehr eine Adresse. Und zwar die Adresse vom Bochumer rewirpowerSTADION Ruhrstadion. Der VfL Bochum trägt dort, an der Castroper Straße, seine Heimspiele aus, und gestern war ich zum ersten Mal in meinem Leben dort. Es spielte der VfL Bochum gegen den Karlsruher SC und ich war eher nur so eine neutrale Begleitperson. Mir war es ziemlich egal, wie das Spiel ausgehen würde, aber ich schau halt einfach gerne Fußball. Ich liebe die Stadion-Atmosphäre, und dabei geht es mir wie bei Konzerten: kleiner kann oft besser sein.

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Ins Bochumer Stadion passen etwa 29.300 Zuschauer – und das reicht mir völlig. Voll war es übrigens nicht ansatzweise, aber da es mir ja auch egal ist, wie es dem Verein finanziell geht, ist es mir auch egal, ob das Stadion voll ist. War sogar ganz angenehm, konnten wir uns noch die besten Plätze in unserem Bereich aussuchen.

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Ich mache mich jetzt vielleicht ein bisschen unbeliebt, aber: wenn man mir ein Ticket für lau für ein Spiel in Dortmund anböte und eins für ein Spiel in Bochum – ich würde das Ticket für Bochum nehmen (Nein, die Wahrheit ist natürlich, dass ich BEIDE nehmen würde, ich raffgieriges Ding). Ich war nun schon zweidrei Mal im Dortmunder Stadion und wenn ich das mit meinen Besuchen in kleineren Stadien vergleiche, die Alm, das Ruhrstadion, die Lohmühle oder auch das Stadion in Ahlen…ich hatte immer mehr Herzblut-Momente in den kleinen Dingern. Klar, das ist schon beeindruckend, so auf die gelbe Wand zu schauen. Ich mag aber lieber die schmalen Stadien, wo man nicht erst zwanzig Minuten bis zu seinem Platz unterwegs ist und auch während des Spiels ohne Probleme aufstehen und Bier holen/ein Tor pinkeln gehen kann.

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Davon abgesehen, dass Bier und Bratwurst in den kleinen Stadien mir bisher auch immer besser geschmeckt haben. Vom Ahlener Glühwein will ich mal gar nicht anfangen, der ist ja ein Getränk für Götter. Ich sitze dann auch gerne zwischen Menschen, die schon ihr Leben lang den Fußball und ihren Verein gleichermaßen lieben und hassen. Die Aufstiege und Abstiege gefeiert haben, die jedes Jahr um die Existenz bangen. Die sich aufregen. Wäre ich BVB-Fan, ich wüsste gar nicht, worüber ich mich aufregen sollte. Und das macht den Fußball doch so besonders. In den kleinen Stadien, da sitzen die Leute, die wegen IHRER Mannschaft da sind, und weil sich das so gehört in ihrem Leben. Und vielleicht noch, weil es da legitim ist, am hellichten Tag unter freiem Himmel Bier zu trinken.

Im Westfalenstadion sitzen und stehen ja natürlich auch eine Menge Fans, also echte Fans, nicht nur so Eventfans. Vielleicht sogar doppelt so viele wie in Bochum zum Beispiel. Bleibt halt aber immer noch ne Menge Platz für Leute, die zwar einen schwarz-gelben Schal umgeschlungen haben, aber nicht mal ansatzweise die Abseitsregel erklären könnten. Und das ist natürlich nicht nur in Dortmund so, da gibt es ja noch mehr Vereine dieser Größenklasse. Und ich möchte auch noch mal betonen, dass ich den “echten” Fans damit nicht auf die Füße treten will. Ich glaube nur – und das ist meine Meinung, die dazu noch vollkommen unbelegt ist – dass prozentual in unteren Ligen und kleineren Stadien mehr Fans zu finden sind, deren Herz an dem jeweiligen Verein hängt. Leiden schafft Leidenschaft. Wisst ihr ja.

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Ein Vorteil hat es ja auch noch, Fan eines kleinen Vereins zu sein: ich mache mir nie Sorgen, dass Bayern München aus reiner Boshaftigkeit den Kader von Arminia Bielefeld aufkauft. Wie entspannt man da sein kann. Und mein nächstes Fußballspiel in Dortmund findet vermutlich in der Roten Erde statt. Weil es sich immer wieder lohnt, da hinzugehen.

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SonneBergeMeer2014: Krk

Wenn ich die kroatischen Sprach-Regeln im Reiseführer richtig interpretiert habe, wird die Insel Krk eher wie “Kerk” ausgesprochen, aber Krk ist natürlich ungleich lustiger und klingt eher als hätte man Bronchitis anstatt Urlaub. Da wir von Klenovica aus den ganzen Tag lang auf diese Insel schauten und man diese außerdem noch ganz einfach über eine Brücke vom Festland aus erreichen kann, stand Krk als Ausflugsziel schnell fest.

Krk ist die größte kroatische Insel und sie bietet eine Menge Ziele. So gesehen könnte man allein auf dieser Insel einen ganzen Urlaub verbringen. Wir beschränkten uns aber hauptsächlich auf Krk-Stadt und fuhren dann noch einfach ein bisschen herum und schauten uns die Gegend an. In Krk-Stadt sollte man als Besucher der Insel aber auf jeden Fall einmal vorbeischauen. Das lohnt sich!

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Grundsätzlich ähnelt sich die Architektur in allen Ortschaften, in denen wir waren. Sehr viel heller Stein, viele Türmchen mit Zinnen. Kennste eine, kennste alle – ist natürlich übertrieben und ich habe mich nie gelangweilt, sondern konnte mich kaum an den alten Gemäuern satt sehen. Ist halt meine Gemäuer-Liebe.

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Auch auf Krk lebten und bauten die Frankopanen, zum Beispiel ein Kastell. Das kann man auch heute noch besuchen und wenn man noch etwa 1,50 € zahlt, darf man sogar über eine enorm schmale Treppe (direkt in den Fels gehauen) aufs Dach und den Ausblick genießen. Es lohnt sich!

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Runter vom Turm und rein in die Altstadt. Auch hier wieder: viele enge Gassen, oftmals steil und gelegentlich spiegelglatt. Einfach mal durch die Straßen schlendern, in die kleinen Geschäfte schauen und die Atmosphäre genießen.

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Anschließend dann wieder zum Meer, dafür sind wir ja schließlich im Urlaub. Pausen müssen sein, einfach mal auf eine Mauer setzen, unter einem das Meer und dann Beine und Seele baumeln lassen.
Von Klenovica aus schauten wir ja immer auf die Insel. Wenn man dann auf Krk am Meer sitzt, dann kann man auch endlich mal wieder richtig weit gucken!

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Aber die Dinge, die nah dran sind, sind oftmals ebenfalls sehenswert…

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Der Rest der Insel überzeugte uns ebenfalls, auch wenn wir dann einfach nur noch so ein bisschen herumgefahren sind und nicht mehr lange irgendwo angehalten haben. Der Blick ist meist einmalig schön, diese Kombination aus Bergen und Meer zieht einfach immer bei mir

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Liebster Award²

Hoppla: ich bin erneut für den Liebster Award nominiert worden, dieses Mal vom Dortmunder Mädel. Da ich schon zweimal das Glück hatte und somit schon 22 Fragen beantwortet sowie ein paar andere Blogger nominiert habe, habe ich beschlossen, dass ich die gestellten Fragen jetzt zwar beantworte, dann aber auch mal gut ist. Es wird also von mir keine weiteren 11 Fragen (war beim letzten Mal schon schwer genug, sich da welche einfallen zu lassen) und auch keine weiteren Nominierungen geben.

Aber die Fragen, die mir und anderen gestellt worden sind, beantworte ich gerne. Los geht’s!

1. Was hat Dich zum bloggen gebracht?

Das habe ich hier tatsächlich auch schon beantwortet. Ich blogge seit 2006, zunächst über myblog.de und dann jetzt hier. Und es war auch schon immer diese bunte Mischung aus Alltag, Ausflügen, Musik und Lebensdingen. Und manchmal vermisse ich diese Zeit, als das mit den Blogs losging, ein bisschen.

2. Was war das Tollste, was Du mit Deinem Blog erlebt hast?

8 Jahre bloggen – da habe ich einiges erlebt. Ich habe unglaublich viele nette Menschen dadurch kennengelernt, das ist wohl das tollste überhaupt. Außerdem habe ich auch eine Menge unbekannte Nahrungsmittel probiert – mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg. Und ich muss auch sagen, dass mir durch das Bloggen der Umzug nach Dortmund leichter gefallen ist. Zum einen wegen der Menschen, die man durchs Bloggen kennenlernt, aber auch durch die Orte. Vielleicht nehme ich dadurch einfach mehr von der Umgebung auf, unternehme mehr, schaue mir alles genauer an.

3. Was tust Du gerne in Deiner Freizeit?

Am liebsten: essen und schlafen. In der Reihenfolge. Und Konzerte besuchen sowie Musik hören. Außerdem gehe ich tatsächlich dreimal die Woche zum Sport, sofern nicht irgendwas dazwischen kommt. Am Wochenende liebe ich es, Ausflüge zu unternehmen. Und ich gehe gern ins Kino. Und ich lese viele Bücher. Und dann treffe ich natürlich liebend gerne noch Freunde und Familie! Ihr merkt schon: ich schaffe es nur selten wirklich dreimal die Woche zum Sport…

4. Welche Musik kannst Du immer wieder hören?

Ohhh, eine Musikfrage. Für mich wäre es vermutlich einfacher, aufzuzählen, welche Musik ich überhaupt nicht ertrage (die Antwort lautet: nahezu alles). Aber was ich immer wieder hören kann? Alles von Oasis, natürlich. Und dann auch die Musik, mit der ich aufgewachsen bin: The Rolling Stones, David Bowie, The Beatles usw. Die Musiksammlung meiner Eltern hat mich geprägt und ich bin ziemlich glücklich darüber.

5. Welche Dinge stehen auf Deiner bucket list? Also was willst Du dringend noch sehen, tun, erledigen, bevor Du irgendwann ins Gras beißt?

Eine Weltreise machen. Mal auf einem Surfbrett stehen (und stehen bleiben). In eine Wohnung (oder ein Haus) mit einem eigenen Zimmer für die Bibliothek ziehen. Einen Elch in freier Wildbahn sehen. Einem Kind beibringen wie man einen Plattenspieler benutzt.

Glücklicherweise habe ich meinen Baum schon gepflanzt, als ich noch ein kleines Kind war. Es ist eine Kastanie und mittlerweile überragt sie mich.

6. Welche Reise planst Du zur Zeit?

Hmm…das ist ein bisschen schwierig, weil der so halbwegs angedachte Urlaub jetzt vermutlich doch nicht so stattfinden wird. Daher träume ich einfach nur so rum und überlege, wohin die Reise gehen könnte. Da ich nicht so der “All inclusive-Hotelanlagen”-Typ bin wird es eher wieder was mit mehreren Stationen. Aber das sind alles noch Tagträume. Der nächste Kurzurlaub geht an die Loreley, da muss ich aber nicht so viel planen.

7. Über was kannst Du am meisten lachen?

Intelligente Wortspiele. Und lustige Alltagsgeschichten.

8. Welcher Film hat Dich am meisten berührt?

Das sind einige, zum Beispiel Adams Äpfel, Der Club der toten Dichter oder auch My Blueberry Nights

9. Wo hältst Du Dich am liebsten auf?

Spontane Antwort: in meinem Bett. Ich liebe es, ein riesiges Boxspringbett und ich verbringe wirklich viel Zeit darin. Aber im Bett rumliegen ist nicht alles, die anderen Orte variieren allerdings je nach Laune und Jahreszeit. Ich bin zum Beispiel an Sommerabenden gerne auf dem Bielefelder Siggi (und vermisse ihn schmerzlich) oder aber am Dortmunder Bergmann-Kiosk. Sonntags bin ich gerne am Fußballplatz (roter Rasen!) und natürlich bin ich generell gerne am Meer. Ach, es gibt so viele schöne Orte, an denen ich gerne bin. Home ist nunmal where your heart is.

10. Welches Buch magst Du am liebsten?

Da nenne ich drei:

Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande
Extrem laut und unglaublich nah
Die Bücherdiebin

Uneingeschränkte Leseempfehlung!

11. Wie verbringst Du einen regnerischen Sonntag?

Am liebsten auf dem Sofa mit einem Buch. Mehr brauch ich nicht zum Glücklichsein. Oder gerne auch in einem Cafe mit einer Freundin (oder gerne auch mehreren), Kaffee und Kuchen.

So, jetzt wisst ihr wieder ein bisschen mehr über mich. Wie oben schon erwähnt, belasse ich es dabei aber auch. Ich habe das Gefühl, dass schon alle Blogs mit diesem Liebster-Award nominiert worden sind, zumindest die, die ich da auch weiterempfehlen würde. Ich träume dann jetzt noch ein bisschen vom Urlaub und gehe dann heute ausnahmsweise nicht zum Fußballplatz, sondern mache einen Phoenix-Spaziergang. Die Phoenixe gehören nämlich auch zu meinen Dortmunder Lieblingsorten.

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SonneBergeMeer2014: Kvarner Bucht

Die Region, in der sich unsere Ferienwohnung befand, heißt Kvarner Bucht und liegt an der oberen Adria. Der Ort heißt Klenovica – etwa 350 Einwohner – die etwas größeren Städte in der Nähe heißen Novi Vinodolski und Senj. Grundsätzlich gilt für diesen Küstenstreifen: 1. man schaut auf die Insel Krk und 2. wenn vor einem das Meer ist, dann geht es hinter einem (steil) bergauf. Von unserer Ferienwohnung zum Wasser betrug die Entfernung nur 200 Meter, ich würde aber trotzdem sagen, dass man dafür einigermaßen gut zu Fuß sein musste.

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Die beiden Nachbarstädte Novi Vinodoslki und Senj haben wir beide besucht,

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über die Küstenstraße konnten wir beide gut erreichen (wenn man über die Küstenstraße fährt bekommt man eine Ahnung, wofür wohl die ersten EU-Fördergelder genutzt worden sein könnten) und sowohl in den Orten als auch auf der Küstenstraße konnte man immer wieder die schönsten Ausblicke genießen. Die Orte – vor allem Novi – begeisterten mich mit ihren schmalen Gassen

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und alten Gemäuern.

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Alte Gemäuer find ich gut. Meistens haben da übrigens die Frankopanen ihre Finger im Spiel, die dort einige Kastelle, Türme und Festungen gebaut haben. Da kann man sich ausgezeichnet mal auf so eine alte Mauer setzen und die Beine baumeln lassen. Und irgendwie findet der Blick immer das Meer. Dieses unglaublich blaue, klare Meer.

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Felsen und Meer passt total gut zusammen.

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Da es in Kroatien keinen Sand- sondern Kiesstrand gibt, ist das Wasser dort so unglaublich klar. Sogar wenn man weit herausschwimmt kann man immer noch den Meeresgrund sehen. Natürlich bedeutet ein Kiesstrand auch, dass man nicht einfach so ins Wasser laufen kann. Zum einen sind Schwimmschuhe unerlässlich, zum anderen muss man halt ein bisschen aufpassen, dass man im flachen Wasser nicht direkt auf den Steinen ausrutscht. Am Strand liegen ist aber erstaunlich bequem – und man hat nie nervigen Sand überall. Ich jedenfalls finde Kiesstrände nicht abschreckend, im Gegenteil.

Entschuldigung, ich muss noch mal ein bisschen übers Wasser gucken…

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Man sagt ja, dass Kroatien immer schöner wird, je weiter südlich man fährt. Nun waren wir ziemlich weit nördlich und schon so begeistert von der Landschaft, dass ich mir den Süden kaum vorstellen kann – wir werden wohl auf jeden Fall noch mal nach Kroatien reisen müssen.

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monthly music (August 2014)

Alles neu macht der Herbst! Ab sofort bringe ich euch monatlich meine (und da es ja ein sehr musikaffiner Haushalt ist, irgendwie auch seine) Musikleidenschaft noch ein bisschen näher. Ein kleiner musikalischer Monatsrückblick. Besuchte Konzerte, gekaufte Musik, Lieblingslied des Monats und so weiter. Ich hoffe, ich halte durch und lege mal los.

Besuchte Konzerte
das Haldern Pop Festival

Vorfreude – gekaufte Konzertkarten
Es steht viel an, so wurden Tickets für Maximo Park, Spring Offensive, Dexters, Spoon, The New Pornographers und Johnny Marr gekauft.
Außerdem kam dann noch zum Ende des Monats die Nachricht rein, dass Morrissey im November in Essen spielt. Ich bin sehr gespannt…

Neue Tonträger braucht das Land
Dawes – Nothing Is Wrong (Vinyl)

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Heavy Rotation
Da hilft mir mein guter alter last.fm-Account weiter: der meistgespielte Künstler im August war bei mir Damon Albarn, der meistgespielte Titel allerdings “Zigzagging Toward The Light” von Conor Oberst. Uneingeschränkte Hörempfehlung.

Newcomer
Neu für mich entdeckt, eigentlich alles mit Haldern Pop-Bezug: Dawes und Hozier, East Cameron Folkcore hat mir auch sehr gut gefallen.
Und dann war da noch Matthew Mole, der mir tatsächlich über das Radio ins Ohr gespült wurde, und das ganze nur etwa eine Stunde vor der Abfahrt in den Urlaub. Ich hatte jedenfalls ein bisschen Angst, ihn zu vergessen. Habe ich aber nicht.

Ich lasse mich ja sonst auch gerne mal dazu hinreißen, bei den Spotify-Vorschlägen für mich reinzuhören, gelegentlich habe ich da auch mal einen Glückstreffer. Im August war aber leider nichts dabei. Wobei ich halt urlaubsbedingt auch weniger Musik gehört habe. Nur ein bisschen kroatisches Gute-Laune-Radio.

Hören wir mal, was der September so bringt.

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SonneBergeMeer 2014: die Vorbereitung

Im vergangenen Jahr haben uns so viele Freunde von Kroatien vorgeschwärmt, das wir – also er und ich – einfach zu neugierig waren, um nicht dort hin zu fahren. Ich glaube, wir waren noch in den USA unterwegs, als wir ausmachten, dass Kroatien das Ziel des Sommers 2014 werden wird. Auch, dass wir uns eine Ferienwohnung mieten und die Reise mit dem Auto unternehmen würden, stand relativ schnell fest. Im Februar (vermutlich ein sehr kalter und dunkler Tag) buchten wir dann die Wohnung. Der Rest war Vorfreude, sowie ein Besuch im liebsten Sportwarenladen um dort eine Schnorchelausrüstung zu kaufen. Und einen Reiseführer besorgten wir auch.

Unser Feriendomizil lag in Klenovica, das liegt ziemlich genau auf der Grenze zwischen der Kvarner Bucht und dem nördlichen Velebit. Es ist ein kleines Dorf – und obwohl es natürlich auch dort eine Menge Touristen gibt, war es genau die richtige Wahl für uns. Denn Klenovica ist vergleichsweise ruhig und idyllisch. Kein Massentourismus, sondern ein gemütliches Fleckchen Erde. Ich werde es euch noch genauer vorstellen, versprochen. Auf jeden Fall liegt Klenovica noch ziemlich nördlich in Kroatien, aber dennoch zu weit für uns, um die Strecke in einem Stück durchzufahren. Wir entschieden uns für eine Zwischenübernachtung in München bei der Hinfahrt und zwei Stopps – einmal in Ljubljana/Slowenien und einmal am Chiemsee – auf der Rückfahrt. Übernachtungsmöglichkeiten klar gemacht, kann losgehen.

In München haben wir glücklicherweise privat übernachten können und konnten so gleichzeitig mal wieder ein paar Freunde treffen. Und natürlich das tun, was wir so mit am besten können:

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Im Biergarten rumhängen.

Wofür wir allerdings keinen Preis verlangen können: Reisevorbereitung. Obwohl ja die Schnorchelausrüstung dabei war und der Reiseführer ausführlich gelesen wurde. Aber dass wir dann in München bei der Eingabe der Urlaubs-Adresse ins Navigationssystem feststellen mussten, dass bei der TomTom-Europakarte leider gar kein Kroatien dabei ist (dabei ist das ja sogar ein EU-Land), das kam dann doch überraschend. Dabei hatte ich einige Tage zuvor sogar ein Update durchgeführt, aber ich war einfach überhaupt nicht auf die Idee gekommen, dass bei “Europa” nicht alles gemeint sein könnte. Nun gut, Slowenien immerhin ist noch dabei, also bis zur kroatischen Grenze und dann ist es auch nicht mehr so schwer gewesen.

Regen in München, Regen in Österreich, Regen in Slowenien. Ankunft in Klenovica bei knapp 30° C und Sonnenschein. Die Vermieter der Ferienwohnung begrüßten uns mit Saft und Slivovic (ohne Etikett). 10 Tage Urlaub. Kann losgehen!

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she’s electric

Ich bin gerade im Urlaub, und wenn ich wieder zurück bin, dann wird etwas anders sein in der Wohnung. Eigentlich wird sich alles gleich anfühlen, wenn ich die erste Lampe anknippse oder das Radio anschalte oder das Smartphone zum Laden anstöpsele. Aber doch ist es anders: ich beziehe jetzt Ökostrom. Das hatte ich schon lange lange vor, aber wie das so ist, man schiebt einige Dinge gern vor sich her. Ausschlaggebend war vielleicht zum einen das Buch Ausgebrannt von Andreas Eschbach, welches ich mir eigentlich nur zufällig gekauft habe und dann aber kaum aus der Hand legen konnte. Zum anderen der Besuch bei der Ausstellung “Zur Nachahmung empfohlen”, der derzeit auf Zeche Zollverein zu sehen ist.

Also einfach mal einen Sonntag hingesetzt und gewechselt, zu Polarstern, falls es jemanden interessiert.

1. Ist das nicht furchtbar umständlich und aufwändig?

Nein, der Wechsel hat im ganzen etwa 10 Minuten meiner Zeit in Anspruch genommen. Ich hatte in der letzten Strom-Abrechnung geschaut, wie viel Strom wir hier im Haushalt verbrauchen und habe festgestellt, dass wir etwas über dem normalerweise für zwei Personen veranschlagten Jahresverbrauch liegen. Diese Zahl habe ich dann noch mal etwas aufgerundet und als Berechnungsgrundlage eingegeben. Dann noch die persönlichen Daten eintragen, Bankverbindung und die Zählernummer (dafür musste ich dann noch einmal aufstehen) – fertig.

2. Ökostrom ist ja ganz schön teuer, das kann sich gar nicht jeder leisten.

Obwohl ich ja noch den Verbrauch aufgerundet habe, bezahlen wir monatlich jetzt zwei Euro weniger als zuvor bei den Stadtwerken. Zudem bin ich fest entschlossen, den Stromverbrauch des Haushaltes noch weiter zu drosseln. Irgendwann werden also ALLE Steckdosen der Wohnung einen eigenen An-/Aus-Schalter haben. Außer die vom Kühlschrank vielleicht.

3. Und dann noch dieses nervige Hick-Hack mit dem alten Anbieter…

Ich weiß nicht, ob das alle Anbieter so machen, aber ich habe mich um nichts gekümmert. Das hat alles Polarstern übernommen. Sonntag angemeldet, Montag die Bestätigungsmail bekommen und am Dienstag Morgen den Wechsel-Termin. Da die Dortmunder Stadtwerke gerade ihre Preise erhöhen, haben wir ein Sonderkündigungsrecht und das geht jetzt wirklich ziemlich schnell.

4. Der Strom bleibt doch aber der gleiche!

Stimmt. Es fließt natürlich jetzt nicht anderer Strom durch meine Leitungen. Das wäre technisch auch kaum machbar. Aber: ich werfe mein Geld nicht einem Energieriesen (RWE sitzt mit 47% dahinter) in den Rachen. Ich bezahle an ein Unternehmen, das sich mit erneuerbaren Energien auseinandersetzt und Strom aus Wasserkraft produziert. Langfristig gesehen wird sich der Strom-Mix ändern, wenn mehr Leute Ökostrom beziehen.

Ich bin sehr froh, dieses Vorhaben endlich umgesetzt zu haben und kann es nur weiterempfehlen. Es ist wirklich kein großer Aufwand gewesen und mal schauen, ob sich von den gesparten 24 € im Jahr noch was sinnvolles anfangen lässt. Kleinvieh macht halt auch Mist, sagte ja schon meine Oma. Und immer nur “Ach, ändert ja eh nichts” sagen, ändert tatsächlich nichts. Ich bin ja nun wirklich keine Super Öko-Fee, die immer auf jede Kleinigkeit achtet. Aber wenn es so leicht umsetzbare Dinge sind, dann kann ich das ruhig mal machen.

Tatsächlich fiel mir der Schritt auch nicht so leicht, weil ich in den letzten Monaten beruflich ein paar Leute kennengelernt habe, die in Kraftwerken arbeiten oder in Betrieben, die Kraftwerke bauen. Diese Menschen sind mir zum Teil ein wenig ans Herz gewachsen und beim Wort “Energiewende” bekommen sie einen so gequälten Blick, dass man sich kaum zuzugeben traut, dass man auf Ökostrom umstellen will. Aber so ist es: die – also vor allem ihre Arbeitsplätze – hätte ich alleine auch nicht alle retten können. Langfristig gesehen fühle ich mich mit dieser Entscheidung einfach sehr wohl.

Ändert ja vielleicht doch was.

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Durch die Nacht

Was sehr gut geht: nachts mit dem Auto durchs Ruhrgebiet fahren. Neulich getestet, einmal von Hamm nach Castrop-Rauxel und dann von dort aus nach Dortmund. Leere Straßen – das kennt man ja tagsüber gar nicht – und entspanntes Fahren.

Da fehlt nur noch ein Soundtrack. Der Soundtrack durch die Nacht. Zum Mitsingen, gelegentlich ein bisschen rumträumen, nach den Sternen Ausschau halten und die Lichter der Städte blinken sehen.

1. Paolo Nutini – These Streets
2. Ja Panik – Libertatia (das Video ist etwas verstörend)
3. Bernd Begemann – In die Dämmerung mit dir (dazu finde ich leider kein Video)
4. Kakkmaddafakka – Restless
5. The National – Bloodbuzz Ohio
6. Oasis – Masterplan
7. Kasabian – Eez-eh
8. Fischer Z – Destination Paradise
9. Bloc Party – Hunting For Witches
10. David Bowie – Heroes
11. Connor Oberst – Zigzagging Toward The Light
12. Editors – An End Has A Start
13. Kettcar – Landungsbrücken raus
14. Blur – The Universal

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